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Stuttgart Corona-Zahlen steigen: Rutscht Baden-Württemberg bald in die Warnstufe?

Steigen die Corona-Zahlen weiter, könnte in Baden-Württemberg schon kommende Woche die sogenannte Warnstufe ausgerufen werden. Dann müssten Menschen, die weder gegen das Virus geimpft noch von einer Covid-19-Erkrankung genesen sind, in vielen Bereichen negative PCR-Tests vorweisen.

Zudem würden dann wieder Kontaktbeschränkungen gelten: Ein Haushalt dürfte sich dann nur noch mit fünf weiteren Personen treffen. Ausgenommen davon wären Genesene und Geimpfte, Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahren und Menschen, die sich zum Beispiel aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Getrennt lebende Paare gelten als ein Haushalt.

Aktuell 207 Corona-Intensivfälle

Es gibt zwei unabhängige Faktoren, wann die Warnstufe ausgerufen wird. Zum einen ist das die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz: wenn an fünf aufeinanderfolgenden Tagen acht oder mehr Menschen je 100.000 Einwohner im Südwesten wegen Corona ins Krankenhaus müssen.

Ein Intensivpfleger arbeitet auf der Intensivstation eines Krankenhauses  an einer Corona-Patientin.
Ein Intensivpfleger arbeitet auf der Intensivstation eines Krankenhauses an einer Corona-Patientin. | Bild: Kay Nietfeld/dpa

Zum anderen wird geschaut, ob an zwei aufeinanderfolgenden Tagen 250 oder mehr Covid-Patienten und -Patientinnen auf Intensivstationen liegen. Schon wenn eines der Kriterien erfüllt wird, gilt die Warnstufe. Zur Einordnung: Am Donnerstag, 21. Oktober, lagen 207 Erkrankte in Intensivbetten, die Hospitalisierungsinzidenz betrug 3,14. Anders als früher zählen landesweite Werte und nicht mehr die einzelner Kreise.

Meisten Patienten sind ungeimpft

"Die Ärzteschaft auf den Intensivstationen ist in Habachtstellung, die Zahl der Patientinnen und Patienten dort steigt derzeit kontinuierlich und könnte schon Ende kommender Woche den kritischen Wert von 250 erreichen", erklärte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) in Stuttgart.

Der weit überwiegende Teil der Patienten sei ungeimpft. Daher rief der Minister erneut zum Impfen auf: "Eine Belastung des Gesundheitssystems wie im vergangenen Winter können wir uns nicht mehr erlauben. Wir haben dem klinischen Personal viel zugemutet, viele Stationen sind personell heute schon am Limit."

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  •   olafb
    (365 Beiträge)

    21.10.2021 17:29 Uhr
    mal was gutes tun...
    +++ Das Posting ist themenfremd und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   GravelAndSand
    (170 Beiträge)

    21.10.2021 16:48 Uhr
    Seit
    6. Sep pendelt die Zahl der Corona Intensiv Patienten zwischen 170 und 205; mal auf mal ab.
    Ich sehe da derzeit keine steigende Tendenz.
    20. Sep waren es schon mal 209, also etwa derzeitiger Stand.
    Also, Ball erstmal flach halten. Die höchste Steigerungen waren so 10-20 pro Woche.
    Letzte 7 Tage waren es +16; wie kommt Lucha darauf, dass wir nun in einer Woche fast 50 mehr Fälle bekommen sollen?
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  •   andip
    (11284 Beiträge)

    22.10.2021 13:48 Uhr
    Am 21.10.
    waren es 222, also schon eine Steigerung.
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  •   GravelAndSand
    (170 Beiträge)

    23.10.2021 21:25 Uhr
    Und am
    22. Oktober 211, also wieder 11 weniger.
    Also, geht extrem runter zwinkern
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  •   wolkenschauer
    (1480 Beiträge)

    22.10.2021 10:19 Uhr
    ...
    Wir werden mit hoher Wahrscheinlichkeit spätestens Ende nächster Woche die Alarmstufe mit 250 Corona-Patienten auf Intensiv erreicht haben. Das ist für mich nicht überraschend, war schon im Sommer bei der stagnierenden Impfquote absehbar, dass der Herbst und Winter wieder insbes. für Ungeiimpfte und / oder Immunsystemgeschädigte eine schwierige und gefährdendende Situation wird. Die Infektionszahlen gehen hier wieder in Richtung exponentielles Wachstum, auch mit Folgen von schwerbehandelbarem LongCovid. Müssen wir den britischen Weg von Typen wie Johnson gehen ? Dort gibt es Stand heute 52.000 registrierte Neuinfektionen, dazu die 'wunderbaren' Ergebnisse vom rechtspopulistisch bis rechtsextrem angeschobenen Brexit. Ergebnis, wenn führende handelnde Personen stur gemeinwohlverachtend handeln. Und ihnen die Gesundheit und mit ihr die soziale Existenz der meisten Mitbürger am Allerwertesten vorbeigeht. Trash-Politics der Zottelköpfe....

    Ein Jens Spahn hier, der CDU-Cheffele in spe...
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  •   maehdrescher
    (1696 Beiträge)

    22.10.2021 10:55 Uhr
    Und wie reagieren wir darauf?
    Sie beschreiben sehr schön das Schreckensszenario. Aber Sie sprechen nicht offen aus, was die zwingende Konsequenz dieser Angstpolitik ist: nämlich der nächste totale Lockdown. Und dazu ein ewiges Corona-Regime ohne Aussicht, dass es jemals wieder Freiheit geben wird.

    Warum sagen Sie nicht offen und ehrlich, worauf diese Politik hinausläuft?
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  •   kommentar4711
    (3411 Beiträge)

    22.10.2021 11:41 Uhr
    ANTWORT AUF "UND WIE REAGIEREN WIR DARAUF?"
    Angst-Politik und Corona-Regime. Wenn ich solche Worte lese brauche ich mit Argumenten wohl nicht mehr kommen, oder? Einen kompletten Lockdown wird es nur dann noch mal geben, wenn eine Virus-Variante um sich greift, gegen welche die Impfung nicht wirkt. Bislang ist das zum Glück nicht der Fall. Wenn doch, hätten aber daran eben genau die Impfverweigerer eine wichtige Mitschuld, denn nur die stetige Weiterverbreitung lässt das Virus weiter mutieren.
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  •   Motorhead
    (937 Beiträge)

    22.10.2021 15:15 Uhr
    Da ist Hopfen und Malz verloren
    Am besten man reagiert gar nicht mehr auf diese Regierungsbasherei. Mal sind es die FFF Kids, dann die Grünen, dann will ..Achtung: Nur unsere Regierung.. DDR2.0 einführen, die Bürger unterdrücken durch Maskentragen etc. Fragt man aber nach was die Regierung davon haben sollte, dann kommt nie eine Antwort. Das Übliche Telegramnachgeplappers halt 😉
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  •   wolkenschauer
    (1480 Beiträge)

    22.10.2021 11:29 Uhr
    Lockdown für Ungeimpfte - solidarisches Vorbild Spanien
    Ja, das wird im Ergebnis so kommen - leider im Ergebnis auch für die vulnerablen Gruppen mit doppelter Impfung. Also vermutlich wird das die mehrheitlich Geimpfte bzw. vom Covid-Virus vollständig Genesene in der allernächsten Zeit (!) weit weniger betreffen. Was mittel- und längerfristig läuft ? Hängt zum grossem Teil am Verhalten jedes Einzelnen, jeder Einzelnen. Mein Vorbild ist momentan die spanische Bevölkerung. Hohe Solidarisierung nach schwerem letzten Winter, hohe Impfquote, niedrige Fallzahlen und keine Probleme wg. Covid auf den Krankenstationen. Weil sie weiter so solidarisch und mutig miteinander umgehen gibt es derzeit wg. der Pandemie keine grossen Sorgen. Es liegt an der Weltgemeinschaft wie wir mit Mutter Erde und den Lebewesen umgehen. Für Deutschland mache ich mir erhebl. Sorgen. Weil hier ein hedonistisch-egoistischer Lebensstil weit verbreitet ist

    Der derzeitige in grossen Teilen verantwortungslos-egoistische Mainstreamkapitalismus macht die Lebenswelten kaputt.
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  •   Prof.Baerlapp
    (809 Beiträge)

    22.10.2021 13:42 Uhr
    Zur Wahrheit gehört aber auch
    dass Spanien im Sommer nach Lockerungen nochmals eine Zeit lang sehr hohe Infektionszahlen hatte. Aber man hat das durchgestanden ohne in Panik auszubrechen. Auch hier in Deutschland sind wir gerade an einem Punkt, wo die Zahlen vermutlich erst einmal noch ansteigen werden. Wird dann gleich die "German Angst" um sich greifen?
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