Stuttgart Mit dem Zug aus dem Risikogebiet: Teststation am Stuttgarter Hauptbahnhof startet

Bislang können sich Urlauber an den Flughäfen im Südwesten auf das Coronavirus testen lassen. Wer in einem Risikogebiet unterwegs war, muss das sogar tun. Nun wird das Test-Angebot auf den Schienenverkehr ausgeweitet. Denn das Virus reist mit. Eine Teststation am Karlsruher Hauptbahnhof" ist vorerst nicht vorgesehen. Sollte sich die Lage jedoch ändern, könnte auch hier eine Teststelle eingerichtet werden. Das gab das Gesundheitsministerium bekannt.

Urlaubsrückkehrer können sich ab sofort auch am Stuttgarter Hauptbahnhof auf das Coronavirus testen lassen. Heute soll die Teststation im Schlossgarten mit Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne), Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) und dem Chef der baden-württembergischen Staatskanzlei, Florian Stegmann, eröffnet werden.

Urlauber aus Corona-Risikogebieten - zur Zeit etwa Serbien, Luxemburg oder die USA - müssen sich seit Samstag bei der Rückkehr nach Deutschland auf das Virus testen lassen. Dafür gibt es bereits Teststationen an den Flughäfen in Stuttgart, Friedrichshafen und am Airport Karlsruhe/Baden-Baden. Eine Teststation am Karlsruher Hauptbahnhof ist vorerst nicht vorgesehen.

Zwei Mitarbeiterinnen im Labor einer mobilen Corona-Teststation in Mannheim.
Zwei Mitarbeiterinnen im Labor einer mobilen Corona-Teststation in Mannheim. | Bild: Uwe Anspach/dpa

Rückkehrer können den Test aber auch binnen 72 Stunden nach der Ankunft bei einem niedergelassenen Arzt oder einer Corona-Ambulanz nachholen. Tun sie dies nicht, droht ein Bußgeld in Höhe von bis zu 25.000 Euro.Kontrolliert wird die Einhaltung der Testpflicht aber nicht. Mehrere tausend Reiserückkehrer wurden bereits in den ersten Tagen getestet. Reisende, die nicht aus einem Risikogebiet zurückkehren, können sich ebenfalls kostenlos testen lassen.

Nach dem neuesten Lagebericht des Landesgesundheitsamtes wurden seit der Aufhebung der Reisewarnung für die EU-Länder und einige weitere europäischen Staaten Mitte Juni mehr als 517 Corona-Fälle bekannt, deren Ansteckung mutmaßlich im Ausland stattgefunden hat. Das sind rund 19 Prozent aller Corona-Fälle in dem Zeitraum. Die meisten Auslandsfälle kommen aus den Ländern des ehemaligen Jugoslawien.

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