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Stuttgart Corona-Tests an Baden-Württembergs Schulen werden bis Jahresende verlängert

Die Maskenpflicht im Unterricht soll übernächste Woche fallen. Aber die Tests in den Schulen gehen weiter bis Jahresende. Dafür nimmt das Land nochmal richtig Geld in die Hand.

Baden-Württemberg will die regelmäßigen Corona-Tests in Schulen über die Herbstferien hinaus bis zum Jahresende fortsetzen. Das geht aus einer Kabinettsvorlage des Sozialministeriums hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart vorliegt.

Ungeimpfte Kinder und Jugendliche müssen demnach bis Weihnachten dreimal die Woche einen Corona-Schnelltest machen. Bei PCR-Tests reichen zwei pro Woche. Die Regel gilt nicht für Geimpfte und Genesene. Ursprünglich sollte nur bis zu Beginn der Herbstferien Ende Oktober kontinuierlich getestet werden.

Unkontrollierte Ausbrüche verhindern

Das Ressort von Sozialminister Manne Lucha (Grüne) veranschlagt für die Tests und die Verteilung an die Schulträger weitere Kosten in Höhe von 65 Millionen Euro. Das Geld soll aus der Rücklage für Corona-bedingte Haushaltsrisiken entnommen werden. Zur Begründung heißt es, es dauere noch, bis es in der Bevölkerung einen umfassenden Impfschutz gebe. Mit Hilfe der Tests in Schulen könnten "unkontrollierte Ausbruchsgeschehen verhindert und ein dauerhafter Präsenzbetrieb gewährleistet werden".

Ein Schüler macht vor der ersten Stunde an einer Schule einen Corona-Schnelltest.
Ein Schüler macht vor der ersten Stunde an einer Schule einen Corona-Schnelltest. | Bild: Sebastian Gollnow/dpa/Illustration

Hintergrund ist, dass es für unter Zwölfjährige keine Impfempfehlung gibt. Die für ältere Kinder und Jugendliche gilt erst seit kurzem. Das Land will auch, dass ungeimpfte Beschäftigte in Schulen und Kitas bis Jahresende weiterhin täglich getestet werden. Tritt in einer Schulklasse ein Corona-Fall auf, sollen sich alle Schüler fünf Tage lang täglich testen. Bei einer Infektion in der Kindertagesstätte sollen alle anderen Kinder einmalig vor der Rückkehr in die Kita getestet werden.

Ein Arzt macht einen Abstrich für einen Corona-Test.
 Abstrich für einen Corona-Test. | Bild: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Vergangene Woche hatte das Kultusministerium mitgeteilt, dass vom 18. Oktober an die Maskenpflicht in den Schulen gelockert wird. Demnach müssen Kinder und Jugendliche keinen Mund- und Nasenschutz mehr an ihrem Platz im Klassenzimmer tragen. Die Befürchtungen, dass Rückkehrer aus den Sommerferien das Coronavirus massenweise in die Schulen tragen könnten, hat sich nicht erhärtet. Das Land will die Vorgaben aber wieder verschärfen, falls sich die Corona-Lage dramatisch zuspitzen sollte.

 

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Kommentare (18)
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  •   maehdrescher
    (1650 Beiträge)

    06.10.2021 08:51 Uhr
    Vor allem damit
    die Infektionszahlen hoch genug bleiben...?
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  •   AhmedDerAufklärer
    (690 Beiträge)

    06.10.2021 21:40 Uhr
    Dem
    Bill zuliebe, oder warum genau?
    Zeltsame Theorien...
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  •   camparino
    (554 Beiträge)

    06.10.2021 12:18 Uhr
    Die Infektionszahlen
    ändern sich durch die Tests nicht !
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  •   Mondgesicht
    (2690 Beiträge)

    06.10.2021 13:14 Uhr
    Gerade bei Kindern
    verlaufen Infektionen oft symptomlos. Viele Infektionen würden ohne Tests gar nicht bemerkt. Insofern treiben die Tests natürlich die Zahlen hoch.

    Warum muss noch getestet werden? Kinder erkranken selten, und fast nie schwer - das bestätigen auch Kinderärzte immer wieder ausdrücklich. Und das frühere Argument, man müsse gerade auch deswegen testen, damit (unerkannt) infinzierte Kinder nicht die Großeltern anstecken, gilt ja dank Impfung so nicht mehr. Die Frage muss also erlaubt sein, was denn dann noch Zweck dieser ständigen Testerei ist.
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  •   AhmedDerAufklärer
    (690 Beiträge)

    06.10.2021 21:36 Uhr
    Und
    die rund 10 - 12 mio erwachsenen Ungeimpften.
    Sind die vernachlässigbar,
    nicht durch Kinder ansteckbar,
    resistent durch ein gutes Imunsystem danks ihres Heilpraktikers,
    oder wie...?
    Aufklärung wäre schön. Danke.
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  •   maehdrescher
    (1650 Beiträge)

    07.10.2021 08:37 Uhr
    Das nennt sich Eigenverantwortung.
    Wer sich nicht impfen lässt, geht eben eventuell ein höheres Risiko ein. Warum muss man deswegen sämtliche Schüler weiterhin quälen? Und wie lange soll das gehen? Ewig, weil es nun mal viele Bürger gibt, die die Impfung ablehnen?

    Nein, wir müssen den ganzen Quatsch beenden. Und zwar schnell.
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  •   GravelAndSand
    (162 Beiträge)

    07.10.2021 09:25 Uhr
    Dem
    ist nichts hinzuzufügen. Volle Zustimmung.
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  •   GravelAndSand
    (162 Beiträge)

    06.10.2021 21:43 Uhr
    Diese
    Erwachsenen hatten längst die Chance sich zu impfen.
    Ich sage: selbst Schuld wenn sie sich anstecken und dann ggf einen schweren oder gar tödlichen Verlauf haben!

    Die Kinder haben nun wahrlich lang genug für Erwachsene zurückgesteckt!

    Es wird Zeit, mit fiesen Maßnahmen auf den Rücken der Kinder die Impfunwilligen zu schützen!
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  •   AhmedDerAufklärer
    (690 Beiträge)

    07.10.2021 09:22 Uhr
    Also
    ich bin auch keineswegs ein Freund des Dauertestens bei Schülern.
    Ich sage nur: so ist der Zusammenhang.
    Z.B. nicht wenige Lehrer nehmen sich die Freiheit des Nicht-geimpft-werdens, ihre Bezüge sind sicher, Infektion oder Schulschließung hin oder her.
    Der Staat will sie und andere Nicht-geimpfte schützen.
    Würde ein Entscheider sagen "Pech gehabt - dann haben wir eben 1000 Tote mehr, weil wir auf mögliche Maßnahmen verzichten", so würde er umgehend mit Klagen überzogen werden. Nur hier im Forum könnt ihr so etwas verlaubaren, im echten Leben eher nicht. Lehrer haben Rechtsschutzversicherungen. Freistellung auf Lebenszeit bei vollen Bezügen könnte sie vielleicht besänftigen zwinkern
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  •   Mondgesicht
    (2690 Beiträge)

    07.10.2021 11:56 Uhr
    Es gibt keinen Rechtsanspruch darauf
    dass mich der Staat oder der Arbeitgeber vor allen Krankheiten schützt. Und schon gar nicht, wenn ich mich selbst durch eine Impfung schützen kann. Wer das Angebot nicht in Anspruch nimmt, kann hinterher keinen Schadensersatz geltend machen. Das wäre ja noch schöner.

    Jetzt kommt natürlich wieder das Argument, dass es doch Leute gebe, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Wenn man sich aber anschaut, was die Mediziner sagen, dann reden wir hier von einer sehr kleinen Gruppe meist mit schweren Erkrankungen. Das werden also seltenst Lehrer im aktiven Schuldienst sein. Und wenn im Einzelfall doch, dann kann man ja für diesen Einzelfall eine adäquate Lösung finden. Jedenfalls ist es deswegen nicht gerechtfertigt, sämtliche Schüler in BW auf Dauer mit Corona-Maßnahmen zu überziehen.
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