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Karlsruhe Corona-Kosten, Indoor-Meeting, KSC-Stadion: Am Dienstag fallen teure Entscheidungen

Am Dienstag tagt der Gemeinderat - mit entsprechendem Abstand erneut in der Gartenhalle im Kongresszentrum. Die Tagesordnung ist umfangreich und reicht von Corona-Schulden der Stadt, über Mehrkosten beim Fußballstadionbau bis zur Finanzierung der Leichtathletikveranstaltung "Indoor Meeting".

Unter Vorsitz von Oberbürgermeister Frank Mentrup bilden die Themen Finanzen und Corona Schwerpunkte der Sitzung. So geht es unter anderem um die aktuelle wirtschaftliche Lage der Stadt Karlsruhe, die Kostenentwicklung beim Stadionumbau im Wildpark und um die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Leistungsangebote bei der Sozial- und Jugendbehörde sowie im Bereich des Schul- und Sportamts.

Eine halbe Million Euro fürs Indoor-Meeting

Für das Indoor Meeting 2021 stehen insgesamt 557.500 Euro zur Freigabe auf der Tagesordnung: 207.500 für die Durchführung sowie 350.000 für die Errichtung der Sportinfrastruktur auf dem Messegelände. Die Durchführung der Leichtathletik-Veranstaltung in den Folgejahren steht aufgrund der aktuellen Corona-Schulden unter Finanzierungsvorbehalt. 

Mehrere Millionen fürs Stadion

Die Kosten des neuen Fußballstadions im Wildpark werden die angestrebte Budgetobergrenze von 123 Millionen Euro überschreiten. Eine aktuelle Worst-Case-Kostenschätzung beziffert die Gesamtkosten auf 143 Millionen Euro. 

Einige Mehrkosten sind eine Risikoanalyse und noch ergebnisoffen, andere sind bereits festgesetzt. Zu diesen gehören rund 370.000 Euro, welche aus baulichen Mehrkosten resultieren wie beispielsweise zusätzliche Entlastungstore, Erstellung der Teilbaugenehmigung Osttribüne oder Feststellungen vor der Baufeldübergabe. Offen sind Mehrkosten bei mobilen WC-Anlagen, bei der der Dachkonstruktion, beim Regenrückhaltebecken, für Bauprovisorien, Brandschutz und Lüftungen.

Teurer wird es auch bei Sonderwünschen des KSC sowie bei der Infrastruktur - im Worst-Case-Szenario eingepreist sind weiterhin Änderungen im Baupreisindex, sicherheitsrelevante Themen oder Einfluss der Corona-Pandemie.

Corona-Schulden der Stadt in Millionenhöhe

Die Stadt erläutert den Gemeinderäten außerdem die aktuelle finanzielle Lage. Die Stadt Karlsruhe schätzt die Verluste im Ergebnishaushalt der Stadt Karlsruhe im Jahr 2020 zwischen 180 und 250 Millionen Euro ein.

Weitere Themen auf der umfangreichen Tagesordnung sind unter anderem die Abschaffung der Brötchentaste, die Bankauswahl für den Marktplatz und die Kaiserstraße sowie die Erneuerung des Campingplatzes in Durlach.

Aus Platzgründen kommt der Gemeinderat zu seiner nächsten öffentlichen Sitzung am Dienstag, 26. Mai, um 15.30 Uhr wieder in der Gartenhalle im Kongresszentrum zusammen. Für Interessierte stehen nur begrenzt Zuhörerplätze zur Verfügung. Die Sitzung kann per Live-Ticker auf www.karlsruhe.de verfolgt werden. Alle Unterlagen zur Sitzung unter https://web3.karlsruhe.de/Gemeinderat/ris/bi/to0040.php?__ksinr=5665

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  •   Jan-Hannya
    (81 Beiträge)

    26.05.2020 12:28 Uhr
    Abspecken...
    ...wieso speckt man das Vorhaben "Stadion" nicht ab und lässt die bisherige Haupttribüne stehen ?! Auch mit 3 "neuen" Seiten sieht das gut aus, ist ausreichend von der Kapazität und spart sicherlich einige Millionen an Baukosten...
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  •   Reger
    (175 Beiträge)

    26.05.2020 09:42 Uhr
    Realität
    Karlsruhe hat sich mit einigen Projekten gewaltig übernommen. Das mal klar auszusprechen, wäre seinen Bürgern gegenüber angebracht. Aus den Fehlern sollte man lernen, und mit neuen teuren Vorhaben aufhören. Wer will sie überhaupt? Wem will die Stadt da etwas beweisen?
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  •   lynx1984
    (3303 Beiträge)

    26.05.2020 12:05 Uhr
    Realität
    Wenn man mal den TOP 17 zum Wildparkstadion anschaut kann man leider nur über die Stadt Karlsruhe die Hände über den Kopf zusammen schlagen. Da wird durch (Nicht-) und Fehl-planungen das Geld nur so zum Fenster heraus geschmissen und der Auftragnehmer stellt genüsslich Nachträge.
    So war von den Vorabmaßnahmen noch Schutt rumgelegen und der Boden nicht so beschaffen, wie vertraglich vereinbart (hat die Leistungen niemand abgenommen?). Die Stadt Karlsruhe hörte noch nicht mal auf die eigenen Berater und wollte mit zu wenigen Fluchttoren planen. Der Antrag auf Ausnahme wurde dann natürlich abgelehnt und hat Mehrkosten verursacht. Aufzüge wurden zu klein geplant. Diese hätten einen liegenden Krankentransport darin deutlich erschwert. Alles summiert sich auf mehrer Millionen Euro. Danke Stadt Karlsruhe für nix. Ich glaube so langsam kann man sich vorstellen warum der KSC so sehr auf Einsicht in die Vereinbarungen gepocht hat.
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