4  

Berlin Bestrafung für Kindesmissbrauch verschärft

Etliche Missbrauchsfälle gaben den Anlass für diese Gesetzesverschärfung: Kindesmissbrauch wird in Zukunft mit mindestens einem Jahr Gefängnis bestraft.

Kinder in Deutschland sollen künftig besser vor Missbrauch geschützt werden. Am Freitag billigte der Bundesrat in Berlin einen entsprechenden Gesetzesbeschluss des Bundestages.

Wer Kinder sexuell misshandelt oder Bilder und Filme mit entsprechenden Inhalten beschafft, verbreitet oder auch nur besitzt, soll künftig grundsätzlich mit einer Mindeststrafe von einem Jahr Gefängnis bestraft werden. Damit werden diese Taten zum Verbrechen hochgestuft. Auch die Verjährungsfrist für explizite sexuelle Bildaufnahmen von Kindern wird damit hochgesetzt. Sie beginnt nun erst mit Ende des 30. Lebensjahres des Opfers.

Kindesmissbrauch wird in Zukunft als Verbrechen angesehen.
Kindesmissbrauch wird in Zukunft als Verbrechen angesehen. | Bild: Daniel Karmann/dpa

Anlass für die Verschärfung waren etwa die Missbrauchsfälle von Staufen, Bergisch-Gladbach, Lügde und Münster. Begründet wird das Vorhaben aber auch damit, dass Internet, soziale Netzwerke und Onlinespiele mit Chatfunktion das Gefährdungspotential für Kinder sowohl in der virtuellen als auch in der realen Welt erhöht hätten, wie es im Gesetzentwurf heißt. Vollumfänglich wird das Gesetz am 01. Januar 2022 in Kraft treten.

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Links
Rechts
Das könnte Sie auch interessieren
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (4)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Der Kommentarbereich wird 7 Tage nach Publikationsdatum geschlossen.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  •   Rundbau-Gespenst
    (12444 Beiträge)

    09.05.2021 14:46 Uhr
    lebenslänglich
    einmauern!
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Genervt_KA
    (62 Beiträge)

    09.05.2021 11:43 Uhr
    Nicht abschreckend genug
    Daher, Zwangskastration und Dauerverwahrung.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Denkfehler
    (238 Beiträge)

    09.05.2021 11:38 Uhr
    Hohe Strafen...
    ... haben keinen Einfluss darauf, ob sich jemand von einer Tat abhalten lässt - oder eben nicht. Beispiele dafür gibt es rund um die Welt genug - ganz vorne mit dabei: USA.
    Berücksichtigt werden muss, ob eine mögliche Höchststrafe bei "Entdeckung" den Täter nicht zu einer Verdeckungstat annimiert....
    Wenn für schweren Missbrauch die Strafe annähernd derjenigen entspricht, die es für Mord auch geben würde - warum das Opfer dann nicht im Anschluss umbringen? Riskiert man zumindest nicht mehr, durch petzen des Missbrauchs verraten zu werden.....

    Das Problem bei Missbrauch (jeglicher Art!) ist nicht die angeblich zu geringe Strafandrohung - sondern die zu geringe Bereitschaft von Gerichten, dort innerhalb der schon vorhandenen Möglichkeiten in die vollen zu greifen....
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Motorhead
    (394 Beiträge)

    07.05.2021 22:36 Uhr
    Die Strafen
    können gar nicht hoch genug sein.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden.