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München Biontech für Deutschen Zukunftspreis nominiert

In diesem Jahr wurde erstmals ein mRNA-Impfstoff zugelassen. Das Unternehmen Biontech könnte dafür nun den Zukunftspreis gewinnen. Auch eine weitere Medizin-Entwicklung steht auf der Anwärterliste.

Das Mainzer Unternehmen Biontech, das mit dem US-Pharmariesen Pfizer als eines der ersten weltweit einen Corona-Impfstoff auf den Markt gebracht hat, ist für den Deutschen Zukunftspreis 2021 nominiert.

Weitere für den Preis nominierte Teams haben eine neuartige Technik für bessere Computertomographie-Bilder entwickelt und alternativen Kautschuk hergestellt.

Biontech ist mit der mRNA-Technik für seinen Corona-Impfstoff für den Deutschen Zukunftspreis nominiert.
Biontech ist mit der mRNA-Technik für seinen Corona-Impfstoff für den Deutschen Zukunftspreis nominiert. | Bild: Daniel Karmann/dpa/Archivbild

Die drei Forscherteams stellten ihre Entwicklungen im Deutschen Museum in München vor. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verleiht die mit 250.000 Euro dotierte Auszeichnung am 17. Dezember in Berlin. Sie zählt zu den wichtigsten Wissenschaftspreisen in Deutschland.

CT-Technik bringt Fortschritt

Die von Biontech beim Corona-Impfstoff bereits angewendete mRNA-Technik könnte, so die Hoffnung, künftig gegen viele weitere Krankheiten eingesetzt werden, etwa gegen Krebs oder Autoimmunleiden. Es öffne sich eine "Tür zu einer neuen therapeutischen Welt", sagte Biontech-Mitgründer Ugur Sahin.

Einen Fortschritt bei der Diagnostik auch bei Corona-Infektionen verspricht eine neue CT-Technik. Ein quantenzählender Computertomograph, entwickelt von der Siemens Healthineers AG in Forchheim, biete bei 40 Prozent weniger Strahlen- und Kontrastmitteldosis doppelt so scharfe Bilder und eine feinere Gewebecharakterisierung, berichteten die Bewerber.

Der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers hat nach einem starken Wachstum im abgelaufenen Quartal seine Jahresprognose erhöht.
Der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers | Bild: Daniel Karmann/dpa

Das dritte Projekt betrifft die Produktion eines alternativen Kautschuks aus Russischem Löwenzahn als ökologisch verträgliche Alternative. Forscher der Universität Münster und des dortigen Fraunhofer-Instituts für Molekularbiologie und Oekologie IME entwickelten robuste Pflanzen für eine hohe Ausbeute. Die Reifen, produziert beim Hersteller Continental in Hannover, hätten vergleichbare Eigenschaften wie herkömmliche Produkte.

 

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