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Karlsruhe Bio-Hof, Güte-Siegel und Co: 5 Tipps für einen nachhaltigen Einkauf in Karlsruhe

Unverpackt direkt ins Glas, frische Eier aus dem Hofladen oder Fairtrade Produkte in einer Mode-Boutique. Der Konsum der Deutschen befindet sich im Wandel: Nachhaltig, regional und umweltbewusst soll es sein. Aber wo in Karlsruhe ist das überhaupt möglich und worauf muss ich achten? ka-news.de hat fünf Tipps für euch herausgesucht.

Das bewusste Einkaufen wird immer wichtiger und gewinnt immer mehr Befürworter. Auch in Karlsruhe wird dieser "Trend" immer mehr präsent und schlägt sich in Handel, Gastronomie und Herstellung nieder. Der Clou: Das eigene Agieren soll sich wiederum positiv auf Klimabilanz, die eigene Gesundheit und einen fairen Handlungsmarkt auswirken.

Über Ostern haben die Lebensmittelgeschäfte am Freitag, Sonntag und Montag geschlossen.
(Symbolbild) | Bild: Sven Hoppe/dpa

"Mit der Wahl für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen wird Ihr Geldschein zum Wahlschein. Je häufiger Sie die nachhaltigere Produktalternative wählen, desto stärker wird der Druck auf Unternehmen, Produkte und Dienstleistungen anzubieten, die konsequent auf eine nachhaltige Entwicklung hinwirken", heißt es zum Beispiel auf der Seite nachhaltiger-warenkorb.de, welche von der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg betrieben wird.

Aber wo fernab von Rewe und Penny lassen sich denn nun Lebensmittel, Kleidung, Kosmetik und Co einkaufen, die nachhaltig und unbedenklich sind? 

1. Hofläden statt Supermarkt

Natürlich haben sich mit dem "Unverpackt"-Laden am Hauptbahnhof oder dem Bio-Supermarkt "Füllhorn" bereits wichtige Anlaufspunkte in der Fächerstadt etabliert. Doch auch in den Hofläden lassen sich frische Lebensmittel erwerben. Die sind nicht nur regional, saisonal und frisch, sondern unterstützen gleichzeitig noch die Landwirte.

Bild: screenshot@google-maps

So bietet der Hofladen "Kraut und Rüben" in Durlach  saisonales Gemüse aus eigenem Anbau-, ebenso wie Produkte aus ausgesuchten regionalen Betrieben an. Bei Beckers Hofladen in Rüppurr kommen derweil Fleischliebhaber auf ihre Kosten, wobei besonderes Augenmerk auf die Transparenz der Herstellung und Haltung gelegt wird. Sogar der Schlachtplan wird auf der Website veröffentlicht, sodass die Kunden immer wissen, wann es Schwein, Huhn oder Rind zu kaufen gibt. 

Dateiname : Saisonal Einkaufen
Dateigröße : 123.08 KBytes.
Datum : 25.05.2021 11:42
Download : Download Now!

2. Food-Sharing und andere Hilfsseiten nutzen

Durch eine kurze Registrierung auf "Food-Sharing" können Interessierte in Kontakt mit Gleichgesinnten treten, um so Lebensmittel vor dem Mülleimer zu bewahren. Allein in Karlsruhe gibt es 15 sogenannte "Fairteiler", aus denen sich Jedermann bedienen kann.

Wer das Klima schützen möchte, sollte viel Obst und Gemüse essen - am besten aus der Region und in Bioqualität.
Wer das Klima schützen möchte, sollte viel Obst und Gemüse essen - am besten aus der Region und in Bioqualität. | Bild: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Eine weitere Möglichkeit, die Anbieter und Verbraucher näher zusammenbringen kann, ist die Seite gutes in Karlsruhe.de. Von A wie "Accessoires" von Z wie "Zu Hause" lassen sich hier viele Shops und Angebote aus der Fächerstadt finden, die man sonst vielleicht übersehen hätte.

3. Auf das Siegel kommt es an - sogar bei Kleidung

Neben der Regionalität, Saisonalität und Biozertifizierung sollte beim Lebensmittel-Einkauf immer ein Blick auf das Siegel der Verpackung geworfen werden. Aber: Siegel ist nicht gleich Siegel. Während Bioland, Demeter oder Naturland für Lebensmittel aus ökologischem Anbau stehen, weist das Fairtrade Siegel auf einen fairen Handel mit Rohstoffproduzenten hin. Selbst bei der Kleidung sollte auf ein entsprechendes Siegel geachtet werden. 

Dateiname : Siegel zum Einkaufen
Dateigröße : 531.44 KBytes.
Datum : 25.05.2021 13:26
Download : Download Now!

Hierbei kann das "Fair Wear"-Siegel Abhilfe schaffen, um zu erkennen, welche Kleidung fair produziert wurde. Auch der Hinweis "Made in Europe" ist kein Garant auf fair produzierte Kleidung. Wer weiterhin unsicher ist, kann sich darüber hinaus über die Seite siegelklarheit.de informieren. Hier wird aufgelistet, welche Bedeutung hinter welchem Siegel steckt.

Außerdem sollte beim Kleiderkauf grundsätzlich vermehrt auf Second-Hand zurückgegriffen werden. Diese finden sich zum Beispiel in der La Lu Boutique in der Kriegsstraße, im Oxfam in der Waldstraße oder im Durlacher Shop "Your Second Hand by Marieliese".

Es muss nicht immer brandneu sein: Second-Hand und Vintage-Kleidung sind schwer angesagt.
Es muss nicht immer brandneu sein: Second-Hand und Vintage-Kleidung sind schwer angesagt. | Bild: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

4. Augen auf beim Kosmetik-Kauf

Wie bei den Lebensmitteln und der Kleidung, sollte selbst bei der Kosmetik auf zertifizierte Produkte zurückgegriffen werden, deren Inhaltsstoffe und Herstellung unbedenklich sind. Dies wird zum Beispiel durch das "Natrue" oder das "BDIH" Siegel gekennzeichnet. Solche Produkte sind unter anderem im Reformhaus Böser in Durlach, im Minafair in der Oststadt oder zum Teil in Drogeriemärkten zu finden.

Laut einer Greenpeace-Studie befindet sich trotz einer freiwilligen Selbstverpflichtung der Hersteller immer noch viel Plastik in Kosmetika.
Laut einer Greenpeace-Studie befindet sich trotz einer freiwilligen Selbstverpflichtung der Hersteller immer noch viel Plastik in Kosmetika. | Bild: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Kleiner Tipp: Enthalten die aufgelisteten Inhaltsstoffe eine Buchstabenfolge mit "poly" oder die Kennzeichen "PE" oder "PP", dann heißt es Finger weg! Hier ist Kunststoff enthalten. Wer sich vor dem Kauf noch genauer informieren möchte, kann zum Beispiel die ToxFox App zu Rate ziehen oder sich über die Seite haut.de informieren. 

5. Wenn online shoppen, dann lokal

Dass Online-Shopping weniger nachhaltig ausfällt, als direkt vor Ort einzukaufen, ist klar. Doch wer trotzdem darauf besteht, seine Produkte online zu erwerben, kann das auch in Karlsruhe tun. So bieten viele Karlsruher Läden ihre Waren bereits per Fahrradkurier an. Das spart CO2 und schont die Umwelt. 

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Kommentare (6)
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  •   andip
    (11201 Beiträge)

    26.05.2021 12:13 Uhr
    Naja
    Hofläden sind ja ganz gut, liegen aber meist weiter draussen und auch oft eher abgelegen, so dass man dann doch erst einen Ausflug i.d.R. mit dem Auto dahin machen muss.
    Das schmälert die Nachhaltigkeit dann wieder.
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  •   AlterMann
    (364 Beiträge)

    26.05.2021 13:02 Uhr
    Auto?
    Mit dem Auto fahren? Das geht ja sowas von überhaupt gar nicht.
    Wenn schon Hofladen, dann mit der Bahn. Zur Not auch noch Bus, aber nur der mit Elektroantrieb.
    Oder halt bei Sturm, Regen , Schnee und Glatteis mit dem Fahrrad.
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  •   ALFPFIN
    (7775 Beiträge)

    27.05.2021 10:26 Uhr
    Wir haben einen Bio Hofladen
    ziemlich hinten draus, mit der Bahn, da muss man noch ein gutes Stück laufen, bei schlechtem Wetter auch nicht gerade optimal, auch nicht mit dem Fahrrad. Und so ein E-Shuttle Busle, den Feldweg entlang, wer weiß wo der hinfährt,
    womöglich kommt der bei den Bio Gurken und Salatköpfen nie an.😊
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  •   AlterMann
    (364 Beiträge)

    27.05.2021 18:31 Uhr
    Neuenbürg
    In Neuenbürg hab ich mal so eine Art Hofladen gesehen, der war direkt am Bahnhof. Nur ein paar Meter entfernt.
    Den gibt es aber scheinbar dort nicht mehr.

    Wenn ich in einen Hof fahren muss um meine Milch zu holen, im nächsten meine Eier, im übernächsten mein Fleisch und irgendwo noch mein Gemüse, dann kann so eine Rundreise auch nicht gerade gut für die Umwelt sein. Vor allem weil jeder eben eine solche machen muss.
    Da wäre es doch viel umweltfreundlicher wenn ein nur ein Fahrzeug zu diesen Höfen fährt, dort die Waren abholt und sie zu einer zentralen Sammelstelle bringt wo dann alle Kunden alles bekommen.
    Ich glaube sogar dass es so eine Stelle bereits gibt, nennt sich Supermarkt.
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  •   timo
    (3378 Beiträge)

    25.05.2021 19:48 Uhr
    Wer mehr über den letztgenannten wissen möchte:
    Lebensmittel-Lieferdienst Gorillas: Kein nachhaltiges Geschäft
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  •   80er
    (6111 Beiträge)

    25.05.2021 22:10 Uhr
    Dann....
    ....sollte ka-news hier mal seinen Artikel kritisch hinterfragen. Oder ist diese Affenart ein zahlender Werbekunde von ka-news?
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