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Karlsruhe Betrunkene Jugendliche ziehen durch Innenstadt: Polizei zieht dennoch positive Bilanz

Wegen zahlreicher Verstöße und Ausschreitungen in den letzten Tagen zeigt die Karlsruher Polizei zusammen mit dem Kommunalen Ordnungsdienst an diesem Wochenende verstärkt Präsenz an belebten Orten in der Stadt, um Ordnungsstörungen und Straftaten im Vorfeld entgegenzuwirken. Unter anderem haben die Ordnungshüter Grünanlagen, wie die Günther-Klotz-Anlage und Ausflugsziele, wie der Durlacher Turmberg im Blick. Die Bilanz von der Nacht auf Samstag fiel laut Polizeiangaben "überwiegend positiv" aus.

Selbst nach dem gegen 23 Uhr einsetzenden Starkregen am Freitagabend hatten Ansammlungen im Innenstadtbereich, hier vor allem am Platz der Grundrechte und wieder im Schlossgarten, polizeiliche Maßnahmen erforderlich gemacht. Laut Angaben der Polizei hatten sich zunächst bei Einbruch der Dunkelheit viele Menschen im Schlossgarten versammelt, um Alkohol zu konsumieren und zu feiern.

"Die Polizei, die auch mit Präventionskräften im Einsatz war, ging auf die einzelnen Gruppen zu und forderte die jungen Menschen auf, den Schlossgarten zu verlassen", heißt es im Polizeibericht. Denn: Der Schlossgarten ist um diese Zeit bereits geschlossen. Rund 800 Personen waren durch die Einsatzkräfte aufgefordert worden, sich zu entfernen. Im Gegensatz zum vergangenen Wochenende seien diesmal keine Straftaten verzeichnet worden.

Aggressive Stimmung

Mit dem Starkregen flüchtete sich ein Teil der jungen Erwachsenen dann auf den Platz der Grundrechte und suchten Schutz unter den dortigen Arkaden. "Als der Regen nachließ, entwickelte sich das Ganze zu einer Art Tanzveranstaltung unter freiem Himmel mit bis zu 300 Teilnehmern", so die Polizei. Ungefähr 15 Personen verhielten sich dabei verbal aggressiv, waren stark alkoholisiert, pöbelten Polizeibeamte an und zogen weiter in Richtung Marktplatz. Die Grundstimmung sei aggressiv gewesen.

Die Bilanz der Feier-Nacht: Vermüllung am Schlossplatz | Bild: Thomas Riedel

Um den Einsatzkräften aus dem Weg zu gehen, rannten die rund dutzend Betrunkenen zum Kronenplatz, wo sich die Gruppe schließlich spaltete und auflöste. "Während der Personenkontrollen stellte sich heraus, dass die Personen ungefähr hälftig aus Karlsruhe kamen, die andere Hälfte aber überregional angereist war."

Polizei: "Konzept geht auf"

Am KIT mussten um die 30 zum Teil alkoholisierte Personen im Bereich des Alten Stadions mittels Lautsprecherdurchsage durch die Polizei vom Dach eines Hochhauses geholt werden. Auch im weiteren Verlauf der Nacht war immer wieder polizeiliches Einschreiten notwendig, weil sich Eventklientel an verschiedenen Stellen in der Innenstadt versammelte und die Stimmung alkoholbedingt immer aggressiver wurde. Auch mitgebrachte Glasflaschen gingen zu Bruch.

Das Fazit der Einsatzkräfte: "Insgesamt ging das polizeiliche Konzept, durch Präsenz und konsequente Ansprachen auf die Menschen zuzugehen, auf. Größere Menschenansammlungen, die auch immer wieder in der Vergangenheit in körperlich ausgetragenen Gruppenrivalitäten gipfelten, konnten verhindert werden."

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