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Stuttgart/Karlsruhe Corona-Impfung: Beschäftigte in Impfzentren warten auf Geld

Beschäftigte in einigen Impfzentren im Südwesten warten auch Monate nach der Eröffnung noch immer auf ihre Bezahlung. Laut einem Bericht der "Badischen Neuesten Nachrichten"(Samstag) stecken unklare Zuständigkeiten auch in der Zusammenarbeit mit einem Personaldienstleister dahinter. In Karlsruhe etwa hätten sich Stadt und Land gegenseitig die Verantwortung zugeschoben, heißt es in dem Bericht. Für die betroffenen medizinischen Fachangestellten gehe es jeweils um mehrere Tausend Euro.

Laut Sozialministerium sind neben Karlsruhe Impfzentren in drei weiteren Stadt- und Landkreisen betroffen. "Das Problem ist uns bekannt, wir werden das pragmatisch lösen und die Kosten übernehmen", sagte Amtschef Uwe Lahl auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. "Wer für unser Land arbeitet, wird auch bezahlt." Man stehe mit den Betroffenen in Kontakt und werde schnellstmöglich dafür sorgen, dass sie ihr Geld erhielten.

Die Impfzentren oder ihre Träger entschieden selbst, wie sie ihre medizinischen Fachangestellten beschäftigten, betonte das Ministerium. Manche hätten Personaldienstleister gewählt, andere stellten sie direkt an oder beschäftigten sie über Hilfsorganisationen.

 

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  •   IchKA
    (1130 Beiträge)

    19.04.2021 15:49 Uhr
    Ernüchternd für viele
    die, welche immer noch auf den Intensivstationen bis an die Erschöpfungsgrenze ausharren und so manche Idealisten in den Impfzentren die wollen, dass es voran geht. Politiker und Behördenmitarbeiter kriegen ihr Geld. Ärzte in den Impfzentren auch. Hab im Impfzentrum eine Anästhesistin gesprochen. Sie meint sie verdiene doppelt soviel wie im Krankenhaus und mache auch Doppelschichten. über 1200.- Pro Schicht, macht über 2400.- am Tag
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  •   barheine
    (581 Beiträge)

    18.04.2021 19:03 Uhr
    Ungeklärte Zuständigkeiten? Wie es um die Zahlungsmoral im öffentlichen Sektor in Bund, Ländern und Gemeinden bestellt ist, ist doch hinlänglich bekannt.
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  •   Prof.Baerlapp
    (772 Beiträge)

    18.04.2021 14:54 Uhr
    Warum wundert mich das nicht?
    Es ist doch in diesem Land längst Usus, dass die politischen Entscheider große Reden schwingen und die Umsetzung dann hinten und vorne nicht klappt. Was das Bundeswirtschaftsministerium auf der großen Bühne macht, das können die "Kleinen" auch.

    Und wehe, man kritisiert etwas. Dann kommt die Standardantwort unserer Regierung: "Wir machen eine gute Arbeit. Kritik ist jetzt nicht hilfreich".
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  •   KaBU
    (937 Beiträge)

    19.04.2021 05:08 Uhr
    500 Niederlassungen in Deutscland hat Ranstadt
    Ranstadt soll offenlegen ob Sie schon Gelder bekommen haben für Januar Februar und März oder nicht egal vom wem von Bund ( ist eigentlich nicht zuständigt )sondern das Land also BW. Da wir aber in Deutschland 16 Sonnenkönige haben macht jeder seinen eigene Senfmischung von würzig über scharf , fad und sonstiges. Wichtig für die Enscheidungsträger ist egal ob beim Bund,Land oder Kommune Meine Diäten, Besoldung Pensionen laufen ,egal was wir da machen. Nebenbei kann ich noch Geld verdienen in Masken Nitrilhandschuhe usw. und Imobillenwerte aufbauen für BER -Maut-Puttgart 21 Millarden rausschmeißen ist doch egal ist nicht unser Geld wir holen es wieder von den Dummen kleinen Bürger wieder rein. Wo wie ganz Stolz sind! unsere Willkommenskultur ist allererste Sahne auf der Welt. Hallo ihr Sonnenkönige +Endscheidungträger macht auch mal gedanken
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  •   kritiker_2014
    (781 Beiträge)

    18.04.2021 14:16 Uhr
    wir werden das pragmatisch lösen und die Kosten übernehmen
    So wie bei den Corona Hilfsgeldern warscheinlich,die heute noch auf's Geld warten.
    Warum müssen eigentlich Personaldienstleister zwischengeschaltet werden?
    Ist die Stadt nicht in der Lage die Aufgaben selbst zu übernehmen?
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  •   80er
    (5998 Beiträge)

    18.04.2021 13:48 Uhr
    Sofort....
    ...die Arbeit einstellen.
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  •   silberahorn
    (10772 Beiträge)

    18.04.2021 16:43 Uhr
    Vor der Tür
    stehen zwanzig andere, die das machen wollen?

    Es gab verschiedene Versionen über die Zuständigkeit. Das Land meinte die Stadt hat Fehler gemacht und bei der Stadt sagte man es umgekehrt. Wenigstens dahingehend ist man nicht chaotisch geworden und bei der altbewährten Linie geblieben: Schuld ist immer der andere.

    Die genauen Zusammenhänge gingen zwar nicht hervor, aber wenn drei andere Stadt- und Landkreise betroffen sind, dann ist das eventuell auch dort so, dass Stadt und Landkreis ein gemeinsames Gesundheitsamt betreiben.
    Jeder denkt der andere ist zuständig und solange man sich nicht darum kümmert wer zuständig ist, warten Betroffene auf Geld. Und die haben sich lange nicht getraut etwas zu sagen.

    Wenn man im Rathaus arbeitet sollte man nicht Menschen, die auf bereits erarbeitetes Geld angewiesen sind und laut BNN sogar durch diese Zahlungsrückstände Miete nicht zahlen konnten, Arbeitsniederlegung empfehlen.
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  •   80er
    (5998 Beiträge)

    18.04.2021 17:37 Uhr
    Doch....
    ...genau das sollte man. Wer trotz Vertrag seineb Lohn für die geleistete Arbeit nicht bekommt, sollte sofort seine Arbeit einstellen. Sollen die Verantwortlichen doch schauen wie die Impfzentren weiter betrieben werden können. Alternative wäre, weiter zu arbeiten, ohne zu wissen wann der Lohn kommt. Und weiterhin die Miete nicht zahlen können. Also Leute, stellt die Arbeit ein, wenn am Mittwoch nicht das Geld auf dem Konto ist.
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  •   silberahorn
    (10772 Beiträge)

    19.04.2021 01:02 Uhr
    Ist eine Vertrag
    vorhanden? Auch ich habe noch nicht alle Zusammenhänge verstanden, aber es wirkte im Bericht der BNN so, als wenn man erst im März etwas ausfüllen musste. Es kann sein, dass dann erst Randstad eingeschaltet wurde. Die Ärzte wurden über die Krankenkassen bezahlt, bekommen auch dreimal so viel pro Stunde. Mich hat noch nie ein Arzt geimpft. Sprüche wie "das machen meine Mädels" kamen auch noch. Das ist eben so, auch wenn es nur Einzelne in dieser Art machen.

    Ich habe auch einmal die Arbeit mit sofortiger Kündigung niedergelegt und eine Sperre beim Arbeitsamt bekommen. Auch das muss man sich leisten können. Die guten Gründe dafür haben aber keinen interessiert. Ein Zeugnis für Arbeit von über einem Jahr habe ich bis heute nicht, trotz Aufforderung.
    Das war der Chef, der mir 50.- DM Weihnachtsgeld bar in die Hand drückte. Bei der Arbeitstelle davor hatte ich ein 14. Gehalt bekommen. Es gibt Arbeitgeber, für die man nicht arbeiten sollte, denn der war alles andere als finanzschwach.
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  •   FinnMcCool
    (505 Beiträge)

    18.04.2021 18:33 Uhr
    Vertrag haben?
    Stimmt, wer einen (Arbeits)Vertrag hat und für die Arbeit nicht bezahlt wird, der kann die Arbeit einstellen. Aber jeder der einen (Arbeits)Vertrag hat, der weiss doch mit wer der entsprechende Ansprechpartner ist. Ob es das Land oder die Stadt ist. Denn "mein" Vertragspartner hat gewisse Pflcihten mir gegenüber. Und wenn "mein" Vertragspartner dann für Zahlungen an mich später von einm Dritten vergütet wird, dies geht mich dann nichts an.
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