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Stuttgart Grünes Licht für Astrazeneca: Impfungen in Baden-Württemberg werden fortgesetzt

Ampullen mit dem Covid-19-Impfstoff von Astrazeneca. | Bild: Nicolas Armer/dpa/Archivbild

Erleichterung im Südwesten: Es kann ab sofort wieder mit Astrazeneca geimpft werden. Für Freitag oder Montag gebuchte Termine sollen gelten. Auch in Bruchsal-Heidelsheim und Sulzfeld wird der Betrieb ab Freitag, 9 Uhr, fortgesetzt. Termine, die zwischen dem 15. und 18. März lagen, können genau eine Woche später zur selben Uhrzeit stattfinden.

Baden-Württemberg nimmt die Impfungen mit Astrazeneca an diesem Freitag wieder auf. Wie das Stuttgarter Sozialministerium am Donnerstagabend mitteilte, folge das Land damit der neuen Entscheidung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA über die Zulassung des Impfstoffs.

Ampullen mit dem Covid-19-Impfstoff von Astrazeneca.
Ampullen mit dem Covid-19-Impfstoff von Astrazeneca. | Bild: Nicolas Armer/dpa/Archivbild

"Das gemeinsame Ziel des Landes und der Impfzentren ist es, möglichst viele Impfungen durchzuführen und einmal gebuchte Termine stattfinden zu lassen", sagte Gesundheitsminister Manne Lucha am Donnerstag in Stuttgart. Die Impfzentren seien informiert.

Auf einen anderen Impfstoff umgebuchte Termine bleiben unberührt

"Ich bin sehr froh über diese Entscheidung", sagte Manne Lucha. Der Impfstoff von Astrazeneca habe zwar sicher an Vertrauen eingebüßt. "Die genaue Prüfung war aber die richtige Entscheidung. Der Gesundheitsschutz steht an erster Stelle."

Die Gesundheitsministerkonferenz von Bund und Ländern hatte am Donnerstagabend einen entsprechenden Beschluss gefasst. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Donnerstagabend nach dem Votum der EMA und den Länder-Beratungen das Ziel ausgegeben, dass ab Freitag wieder mit dem Spritzen des Wirkstoffs begonnen werden könne.

Das baden-württembergische Sozialministerium hat die Impfzentren darum gebeten, für Freitag bis Montag gebuchte Termine "soweit möglich stattfinden zu lassen". 

Manfred Lucha (Bündnis 90/Die Grünen), Gesundheitsminister von Baden-Württemberg.
Manfred Lucha (Bündnis 90/Die Grünen), Gesundheitsminister von Baden-Württemberg. | Bild: Sebastian Gollnow/dpa

"Bedingung ist, dass sowohl die Terminbestätigung als auch die Bescheinigungen über die aktuelle Impfberechtigung zum Termin mitgebracht werden", so das Ministerium. Termine, die durch Umbuchung auf einen anderen Impfstoff erhalten werden konnten, bleiben davon unberührt.

Alle bereits gebuchten Termine mit Astrazeneca ab Dienstag finden dem Ministerium zufolge wie geplant statt.

Abarbeitung der Warteliste

Bevor die Anmeldesysteme wieder öffnen, soll nun zunächst die Warteliste abgearbeitet werden. "Alle bereits gebuchten Termine behalten selbstverständlich ihre Gültigkeit", versicherte der Minister. Das Land habe die Zwangspause genutzt, um bereits tausende mit höchster Priorität impfberechtigte Menschen auf der Warteliste mit Biontech-Terminen zu versorgen.

Vorbereitete Spritzen mit dem Impfstoff gegen Covid-19 von Biontech/Pfizer liegen in einer Schale.
Vorbereitete Spritzen mit dem Impfstoff gegen Covid-19 von Biontech/Pfizer liegen in einer Schale. | Bild: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Oberstes Ziel sei es nun, die Impfungen der besonders gefährdeten Personen der ersten Priorität schnell voranzubringen und abzuschließen. Derzeit verfügbare Termine würden zunächst den Menschen über 80 sowie den über 65-Jährigen aus den besonders gefährdeten Berufsgruppen der ersten Priorität angeboten.

Außerdem sollen Menschen, deren Termin Anfang der Woche durch den Impfstopp für Astrazeneca abgesagt wurde und deren Daten auf die Warteliste kamen, ein Terminangebot bekommen. Erst dann werde die zentrale Terminvergabe wieder freigeschaltet.

Bruchsal-Heidelsheim und Sulzfeld setzen Impfungen fort

Auch in Bruchsal-Heidelsheim und Sulzfeld können Impfungen mit AstraZeneca ab Freitagmorgen, den 19. März, 9 Uhr, wieder wahrgenommen werden. Bereits erteilte Absagen seien damit hinfällig. Die zwischen Montag und Donnerstag entfallenen Termine gelten jeweils eine Woche später, zur selben Uhrzeit.

Eine Spritze wird mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca aufgezogen.
Eine Spritze wird mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca aufgezogen. | Bild: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa

"Sollte der genaue Termin sieben Tage später nicht möglich sein, kann man nächste Woche dennoch an das Impfzentrum kommen, mit Wartezeiten ist dann aber zu rechnen", heißt es seitens des Landratsamtes Karlsruhe in einer Pressemitteilung. "In jedem Falle muss aber ein Nachweis für den entfallenen Impftermin vorgelegt werden."