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Karlsruhe Nächtliche Ausgangsbeschränkung für Karlsruher Stadt- und Landkreis ab Donnerstag

Da die 7-Tage-Inzidenz von Karlsruhe- trotz Notbremse - immer noch über der Schwelle von 100 liegt, verhängt das Landratsamt Karlsruhe ab dem kommenden Donnerstag erneut eine Ausgangsbeschränkung von 21 bis 5 Uhr. Die Sperre gilt sowohl für den Landkreis, als auch für den Stadtkreis und soll bis zum 29. April gelten.

"Das Gesundheitsamt Karlsruhe hat noch am Dienstag im Einvernehmen mit der Stadt Karlsruhe und im Benehmen mit den Städten und Gemeinden des Landkreises festgestellt, dass bei Berücksichtigung aller bisher getroffenen anderen Schutzmaßnahmen die wirksame Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus erheblich gefährdet ist", heißt es in einer Pressemitteilung vom Landratsamt. 

(Symbolbild)
Ab Donnerstag gilt wieder die Ausgangssperre für den Stadt- und Landkreis | Bild: Tim Carmele

Für diesen Fall ordne das Gesetz für den Stadt- und Landkreis Karlsruhe nächtliche Ausgangsbeschränkungen in der Zeit von 21 Uhr bis 05 Uhr an. Die Ausgangsbeschränkungen treten am Donnerstag, den 15. April um 0.00 Uhr in Kraft und sind bis 29. April befristet.

In beiden Kreisen liege ein "diffuses Infektionsgeschehen" ohne Hotspots oder größeren einzelnen Ausbrüchen vor.

Landrat verweist auf das künftige Bundesrecht

"Nachdem über die Osterfeiertage weniger getestet wurde, gingen die übermittelten und veröffentlichten Infektionszahlen zurück. Eine Woche nach dem langen Osterwochenende ermöglichen die Zahlen nun wieder einen Aufschluss über das tatsächliche Infektionsgeschehen", heißt es in der Pressemitteilung weiter.

"Am 27. März wurde im Landkreis und am 6. April im Karlsruher Stadtgebiet die sogenannte 'Notbremse' gezogen, als die Inzidenzwerte von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten wurden. Die kontaktbeschränkenden Maßnahmen und zurückgenommenen Lockerungen haben aber offensichtlich nicht gegriffen“, sagt Landrat Christoph Schnaudigel

Landratsamt Christoph Schnaudigel | Bild: Thomas Riedel

 "Wenn wir sehen, dass die Maßnahmen nicht ausreichen und die Verbreitung des Coronavirus so nicht gestoppt werden kann, sind wir gesetzlich dazu angehalten, weitere Schritte zur Bekämpfung der Pandemie einzuleiten. Dafür sieht die Corona-Verordnung nächtliche Ausgangsbeschränkungen vor, wie wir sie bereits zu Jahresanfang hatten. Es geht um den Kontaktverzicht“, stellt der Landrat klar.

Der Landrat wies in diesem Zusammenhang auch auf das künftige Bundesrecht hin, das bereits bei einer 7-Tage-Inzidenz von mehr als 100 nächtliche Ausgangsbeschränkungen in der Zeit von 21 bis 5 Uhr vorsehe.

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Corona-Virus in Karlsruhe: Der Corona-Virus hält Karlsruhe in Atem: Alle Zahlen der Infizierten, Schutzmaßnahmen, Absagen von Veranstaltungen und weitere Informationen für die Fächerstadt und die Region in diesem Dossier.
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  •   madize
    (158 Beiträge)

    14.04.2021 11:23 Uhr
    Nicht ganz...
    ...die Regel gibt es schon längst von der letzte MPK, wurde bisher nur noch nicht flächendeckend befolgt
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  •   kommentar4711
    (3098 Beiträge)

    14.04.2021 11:26 Uhr
    ANTWORT AUF "NICHT GANZ..."
    Schnaudigel verweist aber eben ganz konkret auf das noch nicht verabschiedete Bundesgesetz.
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  •   Kommentar
    (755 Beiträge)

    14.04.2021 15:22 Uhr
    Weil er keine Verantwortung
    übernehmen will.

    Sonst hätte er die Ausgangssperre auch ohne Probleme schon seit dem Wochenende selbst anordnen können.

    Er verweist aber lieber auf andere und deren Anordnung.
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  •   ALFPFIN
    (7684 Beiträge)

    14.04.2021 09:32 Uhr
    Heute Morgen, bei uns um die Ecke
    auf dem Markt, mit ein paar wenigen Marktständen, die dicht bei einander stehen. Ja, gut die Marktstände, das Personal und wir Kunden stehen im Freien, Masken vor dem Gesicht, manche sehr lässig, einschließlich des Marktpersonals. Und die Kunden stehen in Schlangen, wenn wir alle in 1.50 Meter Abstand stehen würden, müsste ich erst einmal bei der Haustür stehen bleiben, bis ich langsam aufrücken könnte.
    Also mit anderen Worten, Abstand halten geht eigentlich nur an den beiden Außenständen.
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  •   Ullermann
    (208 Beiträge)

    14.04.2021 08:47 Uhr
    Die nächste Nullnummer
    *Dafür sieht die Corona-Verordnung nächtliche Ausgangsbeschränkungen vor, wie wir sie bereits zu Jahresanfang hatten. Es geht um den Kontaktverzicht“, stellt der Landrat klar.*

    Das wird sich dann nur verlagern und ein Verweis auf ein Bundesrecht das noch nicht durch den Bundestag und Bundesrat bestätigt wurde, na ja vorausgaloppierender Gehorsam ohne Sinn wie so vieles aktuell.
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  •   kommentar4711
    (3098 Beiträge)

    14.04.2021 08:17 Uhr
    Wird nichts bringen...
    ... aber die Bevölkerung wieder gegen die Politik aufbringen. Sinnfreie Aktion. Wer sich daheim treffen will, der wird es trotzdem weiter tun.
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  •   kommentar4711
    (3098 Beiträge)

    14.04.2021 08:19 Uhr
    ANTWORT AUF "WIRD NICHTS BRINGEN..."
    PS: Und nebenbei, die Zahl der Intensivpatienten im Städtischen Klinikum ist sogar zurück gegangen in den letzten Tagen.
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  •   Eckball
    (35 Beiträge)

    14.04.2021 08:05 Uhr
    Ausgangssperre tatsächlich sinnvoll?
    Ist doch Kappes; dann trifft man sich eben ein paar Stunden früher mit den engsten Angehörigen/Freunden (natürlich unter Berücksichtigung der erlaubten Anzahl der Personen), damit man um 21 Uhr wieder in den eigenen vier Wänden ist oder man übernachtet gleich 'auswärts'. Wirklich sinnvoll wäre aus meiner Sicht vor allem eine Personenbeschränkung in Lebensmittelgeschäften. Dort achtet kaum noch jemand auf Abstand.
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  •   andip
    (11056 Beiträge)

    14.04.2021 08:20 Uhr
    Kaum möglich
    Dann stehen die Leute in langen Schlangen vor der Tür und achten da auch nicht auf Abstände.
    Das soll zwar im Feien nicht so ansteckend sein wie drinnen, ist aber trotzdem nicht das Wahre. Denn im Laden stehen die Leute nicht auf einem Haufen, sondern laufen herum und nur aneinander vorbei.
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  •   kommentar4711
    (3098 Beiträge)

    14.04.2021 08:52 Uhr
    ANTWORT AUF "KAUM MÖGLICH"
    Na ja, je nach Markt. Schon mal z. B. hier in Knielingen im Penny gewesen?
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