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Stuttgart Ganztags-Grundschulen Baden-Württemberg: Wie soll das finanziell und personell gestemmt werden?

Vor einem Monat lösten Bund und Ländern den Knoten: Ab dem Schuljahr 2026 haben neu eingeschulte Kinder ein Recht auf Ganztagsbetreuung in Grundschulen. Doch die Kommunen im Südwesten sehen sich überfordert.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) will den Landtag heute (09.30) darüber informieren, wie der Ausbau der Ganztagsbetreuung in der Grundschule vorangetrieben werden soll. In fünf Jahren haben neu eingeschulte Kinder auch im Südwesten einen Rechtsanspruch auf einen Platz in der Ganztagsbetreuung der Grundschule.

Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, sitzt im Plenarsaal.
Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, sitzt im Plenarsaal. | Bild: Bernd Weißbrod/dpa

Das stellt insbesondere Städte und Gemeinden vor große Herausforderungen: Bis zum Schuljahr 2026/2027 müssen die Kommunen nun mit finanzieller Unterstützung des Bundes und des Landes die Zahl der Plätze massiv steigern und Personal finden. Denn das Land hat hier großen Nachholbedarf.

Finanzierung noch nicht geklärt

Bund und Länder einigten sich Anfang September auf einen Kompromiss im Finanzstreit, wonach Berlin seinen Anteil an den Betriebskosten nochmal deutlich erhöht. Das verbuchte Kretschmann als großen Erfolg, weil der Bundesrat auf seine Initiative hin das Gesetzesvorhaben des Bundes zunächst aufgehalten hatte. Städte, Kreise und Gemeinden im Südwesten hadern jedoch mit der Lösung.

Steffen Jäger, Präsident des baden-württembergischen Gemeindetags.
Steffen Jäger, Präsident des baden-württembergischen Gemeindetags. | Bild: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Gemeindetagspräsident Steffen Jäger sagte jüngst der "Südwest Presse": "Allein in Baden-Württemberg wird dieses Gesetz jährlich einen hohen dreistelligen Millionenbetrag an Betriebskosten auslösen. Bisher ist weder eine auskömmliche Finanzierung geklärt noch die Frage, wie das personell gestemmt werden soll."

 

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Kommentare (14)
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  •   Motorhead
    (1081 Beiträge)

    07.10.2021 16:10 Uhr
    Früher
    konnte ein Vater als Alleinverdiener 4 Kinder großziehen, weil es keine fetten Autos gab alle paar Jahre, es gab eine Familienkutsche. Handy für jeden? Lach. Ein Telefon und da gab es keine stundenlangen Telefonate, Kinder wurden zum Spielen an die frische Luft geschickt. Urlaub? Ja alle Mann Campen oder in ne billige Pension. Markenklamotten für Kinder??? Da war alles bescheidener und darum hat auch ein Verdienst gereicht. Aber heute muss ja jeder alles haben und da reicht es eben nicht mehr, logischerweise.
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  •   Rundbau-Gespenst
    (13039 Beiträge)

    07.10.2021 16:55 Uhr
    wir sind zum Telefonieren zum Bäcker an der Ecke
    oder zur Post gegangen. In den Altbauten hatte kaum jemand Telefon. Aber Fernsehen, bevor ein Kühlschrank angeschafft worden war...
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  •   Rundbau-Gespenst
    (13039 Beiträge)

    07.10.2021 16:56 Uhr
    ach, ja:
    es gab nur 1 Programm - und das in Graustufen.
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  •   bingobongo
    (669 Beiträge)

    07.10.2021 09:54 Uhr
    ?
    Man stemmt das eben mit Ausbau der Räumlichkeiten und Einstellung von mehr Personal. Die Finanzierung ist ja angeblich geklärt. Also: haut rein!

    Diese Beratungsleistung war vollkommen kostenlos, wenn der geneigte Kommunalpolitiker aber lieber Roland Berger oder KPMG beauftragen will, kein Problem!
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