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Berlin/München Auch nach Corona-Krise: Forderungen nach dauerhaft niedriger Mehrwertsteuer in Gastronomie

Die Senkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie auf den niedrigeren Satz als Corona-Hilfsmaßnahme muss nach Ansicht des Verbandes Dehoga auch nach der Krise beibehalten werden.

"Das ist eine ganz wichtige Maßnahme zur Stabilisierung der Branche", sagte die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes, Ingrid Hartges, der Deutschen Presse-Agentur.

"Wir plädieren aus einer Vielzahl von Gründen für eine Entfristung dieser Regelung. Wir haben sie seit Jahren gefordert - auch aus Wettbewerbsgründen."

Ungleiche Besteuerung in der Branche sorgt für Unmut

Die Steuern auf Speisen müssten gleich hoch sein - egal ob sie zum Mitnehmen "in der Pappe" oder auf dem Teller serviert würden. "Das ist auch ein Frage der Wertschätzung", sagte Hartges. "Wir sind das öffentliche Wohnzimmer der Gesellschaft."

Hinzu komme, dass die Auswirkungen der Coronakrise noch lange zu spüren sein werden - und viele Gastronomen vor dem Aus stehen könnten. Bei Getränken plädierte Hartges für eine Senkung der Mehrwertsteuer auf sieben Prozent zumindest für nicht-alkoholische Getränke.

Zum Themendienst-Bericht vom 20. Juli 2020: Mehrwegverpackungen wie Kaffeebecher können auch in Corona-Zeiten problemlos verwendet werden. Man muss sie allerdings richtig spülen.
Zum Themendienst-Bericht vom 20. Juli 2020: Mehrwegverpackungen wie Kaffeebecher können auch in Corona-Zeiten problemlos verwendet werden. Man muss sie allerdings richtig spülen. | Bild: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Seit Jahren hatten die Gastronomen die Senkung von 19 Prozent auf den niedrigeren Satz von sieben Prozent verlangt, die nun im Zuge der Krise zur Stützung der Gastronomen verwirklicht wurde. Derzeit gelten als weitere Maßnahme zudem bis Jahresende nochmals weiter reduzierte Sätze von 16 und fünf Prozent für alle Branchen.

© dpa-infocom, dpa:200802-99-11111/2

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  •   andip
    (10694 Beiträge)

    03.08.2020 12:14 Uhr
    Na ja
    Das man in der Gastronomie einen einheitlichen MWST-Satz einführt und nicht mehr unterscheidet, wie, wo, was serviert wird, wäre zu begrüssen.
    Aber ob das den Wirten auf Dauer viel bringt, wenn sie pro Getränk oder Essen ein paar Cent mehr in der Kasse haben?
    Insbesondere, wenn dann die Geiz-ist-geil-Fraktion verlangt, dass eine Senkung an sie weitergegeben wird, weil ein Wirt ja sowieso nur Wucherpreis nimmt.
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  •   107
    (584 Beiträge)

    02.08.2020 18:52 Uhr
    @pearly1465
    Datum : 17.12.1953
    Aktenzeichen : 1 BvR 147/52
    Gericht : Bundesverfassungsgericht
    Entscheidungstyp : Urteil
    Leitsatz 2 : "Alle Beamtenverhältnissse sind am 08. Mai 1945 erloschen."

    Was nun ?
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  •   Jossele
    (69 Beiträge)

    03.08.2020 09:58 Uhr
    Thema?
    Es wird vermutlich nicht so schnell wieder passieren, dass alle bestehenden Beamtenverhältnisse für ungültig erklärt werden.

    Oder haben Sie das Urteil so missverstanden, dass im neu gegründeten Staat keine neuen Beamtenverhältnisse mehr existieren würden?
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  •   Robert1959
    (2054 Beiträge)

    02.08.2020 14:34 Uhr
    Neidhammel?
    Ich bin bestimmt nicht neidisch die Pensionen zu bezahlen!
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  •   Robert1959
    (2054 Beiträge)

    02.08.2020 12:16 Uhr
    Das wäre für alle Branchen sinnvoll!
    Ich habe bei unserem Land noch nie eine Wohltat erlebt, die umsonst war. Vermutlich plant man schon die Mehrwertsteuer auf 20% dauerhaft zu erhöhen. Man braucht ja auch Geld um die steigende Pensionen zu bezahlen!
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  •   pearly1465
    (133 Beiträge)

    02.08.2020 13:40 Uhr
    Neidhammel
    Wenn einem nichts mehr einfällt, geht man auf die Beamten los.

    Zu der Gastronomie: ich bin gegen weitere Wohltaten. Seit einigen Wochen sehe ich, dass die Gastronomie zu großen Teilen nicht mehr die Coranavorschriften einhält, sondern Tische, die eigentlich für 4 bis 6 Personen vorgesehen sind mit 8 Personen besetzt. Mundschutz ist auch nicht mehr gefragr. Diesen Leichtsinn möchte ich nicht mit meinem Geld unterstützen.
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  •   andip
    (10694 Beiträge)

    03.08.2020 08:55 Uhr
    ??
    Schon seit Wochen können in Lokalen bis zu 20 Leute an einem Tisch sitzen, so lange der Abstand zum nächsten Tisch gewährleistet ist.
    Und ein Mundschutz muss man da auch nicht tragen.
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