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Karlsruhe Astrazeneca in Karlsruhe, Bruchsal und Sulzfeld: Diese Personengruppen sind jetzt impfberechtigt

Zusätzlich zu den bisher Impfberechtigten der ersten Priorität können in Baden-Württemberg nun weitere Menschen geimpft werden, die bislang zur zweiten Priorität gehörten. Das gab das Landratsamt in einer Pressemitteilung bekannt. Das ist möglich, da jetzt auch der Impfstoff AstraZeneca zur Verfügung steht, der für die Altersgruppe der 18- bis 64-Jährigen zugelassen ist. Die Terminvergabe ist bereits seit Dienstag, 10 Uhr in den KIZ von Heidelsheim und Sulzfeld angelaufen. Für die ersten zwölf Betriebstage sind in Heidelsheim bereits nahezu alle buchbaren Termine vergeben und in Sulzfeld die Hälfte. Neue Termine werden regelmäßig eingestellt. Für Karlsruhe können noch am Samstag Termine gebucht werden.

"Bei der Terminbuchung über die Onlineplattform ist zu beachten: Lehrkräfte, Erzieher sowie weitere Beschäftigte in den Erziehungseinrichtungen sind dort noch nicht explizit als impfberechtigte Gruppe ausgewiesen. Die genannten Gruppen sind gleichwohl ab sofort berechtigt, einen Termin zu vereinbaren", heißt es seitens des Landratsamtes.

Die so gebuchten Termine seien gültig, die tatsächliche Prüfung der Impfberechtigung erfolge vor Ort in den Zentren.

Als Nachweis dient eine Bescheinigung, die unter www.landkreis-karlsruhe.de/einrichtungsbescheinigung beziehungsweise für den Bereich der Schulen und in der Kinderbetreuung Beschäftigten unter www.landkreis-karlsruhe.de/schulbescheinigung heruntergeladen werden kann.

In Karlsruhe soll Astrazeneca ab dem 5. März verfügbar sein. Termine können am kommenden Samstag zwischen 10 und 12 Uhr vereinbart werden.

Berechtigt sind 18-64-jährige aus folgenden Gruppen: 

  • Personen mit Down-Syndrom (Trisomie 21)
  • Personen mit hohem oder erhöhtem Expositionsrisiko in medizinischen Einrichtungen o Krankenhaus- und Praxispersonal (auch Zahnarztpraxen)
    • Heilmittelerbringer (z. B. Physio-, Ergotherapie, Podologie)
    • Personal der Blut- und Plasmaspendedienste mit Patientenkontakt, o Abstrichzentren mit Patientenkontakt,
    • Personal des öffentlichen Gesundheitsdienstes mit Patientenkontakt
    • Mitarbeitende der Einsatzdienste von Hausnotrufanbietern
    • Personal in Justizvollzugsanstalten sowie der forensischen Psychiatrie
    • Personal in der stationären Suchtbehandlung und Rehabilitation.
    • Auszubildende und Studierende mit unmittelbarem Patientenkontakt.
  • Personen in Institutionen mit einer Demenz oder geistigen Behinderung, wobei Demenzkranke grundsätzlich über Verimpfungen nach Priorität 1 gem. § 2 CoronaImpfV in Pflegeheimen abgedeckt sind
  • Tätige in der ambulanten oder stationären Versorgung von Personen mit Demenz oder geistiger Behinderung
  • Personen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege, hauptamtlich in Einrichtungen und aufsuchenden Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe und als Schullehrkräfte/Mitarbeitende an Schulen mit unmittelbarem Kontakt zu Kindern/Schülerinnen und Schülern sowie weiteren zu betreuenden Personen tätig sind.

Zu Letzteren zählen nach Angaben des Landratsamtes auch die Auszubildenden und Studierenden, die in entsprechenden Einrichtungen tätig sind. Damit seien zum Beispiel auch Lehrkräfte und Erzieher an SBBZ, Schulsozialpädagogen und vergleichbares Personal gemeint.

Spritzen und eine Packung mit dem Impfstoff von Astrazeneca in einem Impfzentrum in Berlin.
Spritzen und eine Packung mit dem Impfstoff von Astrazeneca in einem Impfzentrum in Berlin. | Bild: Kay Nietfeld/dpa-pool/dpa

Der Impfstoff von AstraZeneca wird von der Weltgesundheitsorganisation WHO auch in Ländern empfohlen, in denen Virusmutationen vorhanden sind. Vordringlich soll damit geimpft werden, wer ein besonders hohes Risiko hat, sich mit dem Coronavirus anzustecken oder aufgrund der Berufstätigkeit Kontakt zu besonders durch COVID-19 gefährdeten Personen hat.

Die ständige Impfkommission STIKO empfiehlt Astra-Zeneca als wirksamen Impfstoff.

Mehr zum Thema
Corona-Virus in Karlsruhe: Der Corona-Virus breitet sich aus: Alle Zahlen der Infizierten, Schutzmaßnahmen, Absagen von Veranstaltungen und weitere Informationen für Karlsruhe und die Region in diesem Dossier.
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  •   Hollandkaese
    (96 Beiträge)

    28.02.2021 19:33 Uhr
    also es gibt immer noch kein Impftermin...
    +++ Das Posting verstößt gegen unsere Netiquette und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   Suedweschter
    (453 Beiträge)

    25.02.2021 13:25 Uhr
    Es wird echt Zeit, dass
    +++ Das Posting verstößt gegen unsere AGB und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   tom1966
    (1281 Beiträge)

    25.02.2021 09:53 Uhr
    Und was ist mit anderen Berufsgruppen?
    Auch andere Berufsgruppen haben teils enge Kontakte mit einer Vielzahl von Menschen: Kassierer*innen in Supermärkten, Bus- und Straßenbahnfahrer, Polizisten usw.. Oder Personen, die aufgrund einer chronischen Erkrankung ein höherres Risiko eines schweren Verlaufes haben. Warum werden die nicht priorisiert?

    Bei allen, die in der Gesundheitsversorgung arbeiten und Patientenkontakt haben, kann ich es ja verstehen, aber Lehrer?
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  •   UngueltigDannZuLang
    (196 Beiträge)

    25.02.2021 23:42 Uhr
    Personen mit Vorerkrankungen
    werden priorisiert.

    Warum Lehrende und Erziehende? Ich wiederhole (indirekt) einen Post: weil sie am meisten, am laengsten und am direktesten mit denen Kontakt haben, die unsere Zukunft sein werden.
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  •   Kojak
    (614 Beiträge)

    25.02.2021 10:13 Uhr
    Warum
    werden die anderen Gruppen nicht priorisiert? Ganz einfach, weil dann so viele priorisiert wären, dass der Impfstoff nicht reicht. Also hat die Poltik eben 'politisch' priorisiert...

    Lehrer*innen als typisch grüne Wählerschaft waren da wohl wichtiger als z.B. Supermarktkassiererinnen oder Polizisten, obwohl die in ihrem Berufsalltag mindestens ebenso gefährdet sind. Oder eher noch mehr, weil es oft keine festen nachverfolgbaren Kontakte gibt wie in der Schule.
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  •   mueck
    (12080 Beiträge)

    25.02.2021 16:48 Uhr
    !
    Das kann man auch ohne Grünen-Bashing begründen:
    Lehrer und noch viel mehr Kindergärtner hocken stundenlang mit reichlich Leuten zusammen, im Kindergarten oft sehr eng, das ist ein ganz anderes Ansteckungsrisiko, wenn da ein Infizierter dabei ist, als bei flüchtigen kurzen Kontakten im Supermarkt oder bei Kontrollen in Bus/Bahn oder bei Busfahrern. Tramfahrer hocken eh in ihrer eigenen Bude abgekanzelt (wie weit man da bei Busfahrern ist, weiß ich nicht).
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  •   tom1966
    (1281 Beiträge)

    26.02.2021 06:53 Uhr
    Und was ist mit Polizisten?
    Die müssen in fremde Wohnungen, haben Fremde im Auto usw.

    Natürlich kann man die Impfungen bei Lehrern begründen, aber eben bei anderen Berufen auch, und da bekommt die Impfung von Lehrern einen seltsamen Beigeschmack.
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  •   barheine
    (554 Beiträge)

    25.02.2021 09:36 Uhr
    AZD1222 kann auch über ein halbes Jahr bei Külschranktemperatur gelagert werden. Es spräche also nichts dagegen, den Impfstoff auch über Apotheken und Arztpraxen zu verteilen. Wir müssen hier endlich mal in die Hufe kommen!
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  •   Kojak
    (614 Beiträge)

    25.02.2021 10:17 Uhr
    Noch funktioniert es ja
    mit den Impfzentren - die sind noch nicht in der Volllast. Aber dass Spahn, wenn das Thema Impfen bei den Hausärzten angesprochen wird, immer nur vertröstet... das lässt mich Schlimmes ahnen. Nämlich, dass das Gesundheitsministerium noch gar keinen Plan dafür hat. Und irgendwann, wenn der Impfstoff da ist und die Impfzentren voll ausgebucht sind, dann wacht man auf. Huch, wir brauchen ja ein Konzept!

    Ich wette, dass wir da durch diese Schlaferei wieder unnötig Zeit verlieren werden. Die ganze Logistik, die man fürs Impfen in den Prxen braucht, die könnte - nein, müsste! - doch jetzt schon fertig vorbereitet sein.
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