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Karlsruhe Zurück aus der Sommerpause: Diese Themen bewegen Karlsruhe im Herbst

Am Montagvormittag gab Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup nach der Sommerpause einen Einblick und aktuellen Sachstand zu anstehenden Themen. Thematisiert wurde unter anderem die Klaus Tischra Stiftung, die Europahalle und das Baufeld südlich des Hauptbahnhofes.

Die Sommerpause bei der Stadt Karlsruhe ist zu Ende. In den kommenden Tagen tagt nach knapp zwei Monaten Pause dann auch wieder der Hauptausschuss und in der kommenden Woche der Gemeinderat. Einige Themen werden die Stadtverwaltung und den Gemeinderat dabei in den kommenden Wochen beschäftigen. 

Ende für Botanischen Garten am Adenauerring

Zunächst konnte OB Frank Mentrup verkünden, dass die Klaus Tschira Stiftung für das KIT ein neues Gebäude als Lernzentrum finanzieren wird. Das Gebäude soll demnach am Campus Süd östlich des Adenauerrings entstehen und dem KIT zur Nutzung überlassen werden. Ein anliegendes Gebäude wird auf Kosten der Tschira Stiftung saniert und mit einbezogen.

Die Stadt freue sich demnach, dass durch das neue Gebäude weiterer Lernraum für Studenten geschaffen werde und das KIT so seine Attraktivität weiter steigern kann. Von anderen Bau-Projekten entlang des Adenauerrings will sich die Stiftung hingegen zurückziehen.

In einer eigenen Pressemeldung des KIT heißt es: "Bei der Entwicklungsplanung des Areals werden die bereits vorhandenen Gebäude eingebunden. So wird das unter Denkmalschutz stehende Institutsgebäude (sog. Infektbau, Gebäude 50.21) von der Klaus Tschira Stiftung entsprechend den Vorgaben des Denkmalschutzes saniert."

Weiter: "Ebenfalls erhalten bleibt das denkmalgeschützte Studierendenwohnheim (früheres Schwesternwohnheim, Geb. 50.22). Für das Botanische Institut im Nordteil des Areals wird – unabhängig vom Engagement der Klaus Tschira Stiftung – in enger Abstimmung mit der Institutsleitung ein neuer Standort in der Kornblumenstraße 13 entwickelt, da der jetzige Gebäudebestand nicht saniert werden kann, was auch vom Landesrechnungshof bestätigt wurde."

Europahalle schlägt weiter hohe Wellen

Mentrup nutzte das Pressegespräch am Dienstag nochmal um über zwei Themen zu sprechen, die bereits über Sommer das Stadtgespräch prägten. Mentrup betonte, dass es sich hinsichtlich der Öffnung der Europahalle für die Basketballspiele der PSK Lions um einen absoluten "Ausnahmefall in einer Ausnahmesituation" handelt.

In den vergangenen Tagen und Wochen waren immer wieder Briefe an den OB herangetragen worden, die Halle auch für andere Veranstaltungen frei zu geben. Die Spiele seien nur unter einem sehr hohen Material- und Personaleinsatz möglich. Derzeit sei man in der Klärung wie man diesen großen Aufwand in der Rückrunde der Basketballer realisieren kann. Dass die Lions die Halle schon früher nutzen können, um die Auswärtsspielstätte Sankt Leon-Roth zu umgehen, scheint bislang eher aussichtslos. 

Entscheidung über Lüpertz-Kunst bis Jahresende

Ein anderes Thema, das für jede Menge Aufregung sorgte, war der Streit über die Lüpertz-Kunst in den künftigen U-Haltestellen. Ende Juli bekam das Kunstprojekt grünes Licht im Gemeinderat. OB Mentrup machte dabei noch einmal deutlich das bei der Abstimmung alles nach demokratischen Prinzipien abgelaufen sei. Die Kritik, dass vom üblichen Verfahren abgewichen sei, wies Mentrup zurück und machte seinem Ärger darüber Luft. "Die Entwürfe konnten eingesehen werden."

Zudem habe gab es im Gemeinderat keinen Antrag auf Vertagung gegeben. Die Kunstkommission, der man damals die Entwürfe vorgelegt hatte, hatte freiwillig auf eine Abstimmung verzichtet, da die endgültige Entscheidung vom Gemeinderat getroffen werden musste. Die Begründung wurde damals von Mentrup selbst im Gemeinderat verlesen. Bis Jahresende sollte nach Mentrups Einschätzung die endgültige Entscheidung zur Finanzierung gefallen sein.

Am Hauptbahnhof Süd geht es voran

Das Baugelände südlich des Hauptbahnhofes soll bis Jahresende an den Investor übergeben werden, damit mit den Baumaßnahmen begonnen werden kann. Auch die Grundsatzentscheidung zum Staatstheater, der Ausbau weiterer Kita-Plätze und kommunale Wohnungsbauförderung wird die Stadt in den kommenden Monaten beschäftigen.

Über diese Themen will die Stadt in den kommenden Wochen noch ausführlicher informieren. Beim Thema Wohnungsbau muss laut Mentrup an einigen Stellschrauben gedreht werden. Es handle sich um eine "wesentliche Frage der Stadtentwicklung", so der OB. Beim Staatstheater werde man sich um Kostenreduzierung bemühen und die weiteren Schritte kritisch beobachten.  

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Kommentare (4)
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  •   107
    (394 Beiträge)

    19.09.2017 21:55 Uhr
    Dann schickt sie mal besser gleich in die Herbstpause
    nichts gemacht ist immerhin nichts falsch gemacht.
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  •   ruejo
    (127 Beiträge)

    18.09.2017 21:05 Uhr
    Boah...
    Jetzt steht uns aber ein heißer arbeitsreicher Herbst bevor!
    Bin mal gespannt welcher der oben genannten Punkte bis zur Winterpause abgearbeitet sind.
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  •   dipfele
    (5491 Beiträge)

    19.09.2017 00:11 Uhr
    Und wer was....
    ..... bezahlt. So wie man es verstehen muss, sind die jetzt getätigten Strassenbauarbeiten hinterm Hauptbahnhof finanzielle Vorleistungen der Stadt, damit später der Investor sein Filetstück investiert.
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  •   Rahmdieb
    (715 Beiträge)

    18.09.2017 21:15 Uhr
    ist
    .
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