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Karlsruhe Zoo Karlsruhe: Deutschlands ältester Elefant gestorben

Traurige Nachrichten aus dem Karlsruher Zoo: Die 63-jährige Asiatische Elefantenkuh Rani ist am Samstag gestorben. Sie war nach Angaben des Zoologischen Stadtgartens der älteste Elefant Deutschlands.

Rani kam als zweijähriges Jungtier am 12. Oktober 1957 als Wildfang aus Indien nach Karlsruhe. Seit einigen Jahren war sie der älteste Elefant Deutschlands und der zweitälteste Europas. "Außer einigen altersbedingten Einschränkungen wie Arthrose in den Gelenken war sie bis zuletzt bei guter Gesundheit", berichtet Zootierärztin Julia Heckmann.

Als zweijähriges Jungtier kommt Rani am 12. Oktober 1957 als Wildfang aus Indien nach Karlsruhe.
Als zweijähriges Jungtier kommt Rani am 12. Oktober 1957 als Wildfang aus Indien nach Karlsruhe. | Bild: Archiv Stadt Karlsruhe

Rani hat es zu enormem Alter gebracht

 "Sie war eines der bekanntesten und charismatischsten Tiere. Generationen von Besuchern kannten sie. Rani stand wie kein anderes Tier über Jahrzehnte als ein Symbol unseres Zoos. Wir alle trauern um sie", sagt Zoodirektor Matthias Reinschmidt.

Während Elefanten in der Natur nur in Ausnahmefällen älter als 40 Jahre werden, habe es Rani bei guter Pflege zu einem enormen Alter gebracht, so die Stadt Karlsruhe in einer Presseinformation. Zwar hatte sie durch die Arthrose Einschränkungen bei der Beweglichkeit der Beine.So kam es einige Male vor, dass dem Tier wieder hochgeholfen werden musste, als es sich ablegte. Zuletzt sei das 2015 der Fall gewesen.

"Bei älteren Elefanten passiert es immer mal wieder, dass sie sich hinlegen und nicht mehr hochkommen. Dafür sind wir ausgerüstet und können schnell und effektiv reagieren", erklärt Revierleiter Robert Scholz. Als die Tierpfleger Rani morgens liegend fanden, wurden direkt alle Maßnahmen eingeleitet, um dem dreieinhalb Tonnen schweren Tier wieder auf die Beine zu helfen. Mit Spezialgurten, im Elefantenhaus installierten Schwerlastkränen und speziellen Luftkissen konnte Rani wieder aufgerichtet werden. Dass die Rettungsaktion trotzdem nicht zu einem Happy End führte, habe an Ranis Körper gelegen.

Im Mai 2017 feierte Rani ihren 62. Geburtstag im Karlsruher Zoo.
Im Mai 2017 feierte Rani ihren 62. Geburtstag im Karlsruher Zoo. | Bild: Thomas Riedel

"Rani war fester Bestandteil des Zoos"

Während das Tier noch in den Gurten hing, versuchte es, auf den Vorderbeinen zu stehen. "Die Beine hinten, vor allem das auf der rechten Seite, konnten jedoch das Gewicht des Tiers nicht mehr tragen", berichtet Scholz. Die Beine seien immer wieder weggeknickt, so dass die Pfleger das Tier wieder ablassen mussten. Um dem Tier Leid zu ersparen, wurde entschieden, Rani zu erlösen. Dafür wurde eine weitere Tierärztin angefordert, die sich auf die Narkose von Zootieren spezialisiert hat.

Noch während der Vorbereitungen habe jedoch bei Rani der Kreislauf versagt, heißt es in der Pressemitteilung weiter. "Sie war ganz ruhig, wir hörten noch ein letztes Schnaufen, dann konnte ich nur noch den Tod feststellen", sagt Heckmann. "Rani war schon fester Bestandteil des Zoos, als ich noch ein kleiner Junge war. Ich kam regelmäßig mit meinen Eltern und bewunderte Rani, Shanti, Trulli und Nepal", erzählt Reinschmidt aus seiner Kindheit. So wie ihm ging es vielen Zoobesuchern über die Jahre hinweg.

"Eine Ära ist zu Ende gegangen"

Als kurz vor Weihnachten 2016 ihre Weggefährtin Shanti eingeschläfert werden musste, blieb nur noch Rani aus der ehemaligen Vierergruppe, die über nahezu vier Jahrzehnte Bestand gehabt hatte. "Mit Ranis Tod ist eine Ära zu Ende gegangen", betont der Zoodirektor. In der einzigen Altersresidenz für Asiatische Elefanten in Europa sind jetzt noch Jenny und Nanda zu sehen.

Blick zurück: Die Karlsruher Elefantengruppe besteht ab Herbst 1958 aus Trio Rani, Shanti und Nepal. Später kommt noch Trulli hinzu. Diese Gruppe hat über vier Jahrzehnte Bestand.
Blick zurück: Die Karlsruher Elefantengruppe besteht ab Herbst 1958 aus Trio Rani, Shanti und Nepal. Später kommt noch Trulli hinzu. Diese Gruppe hat über vier Jahrzehnte Bestand. | Bild: Archiv Stadt Karlsruhe

Die 1983 geborene Jenny lebte früher im DDR-Staatszirkus und ist seit 2009 in Karlsruhe, Nanda kam 2016 ins Badische. Sie stammt aus einem Berliner Zirkus, ist am Grauen Star erkrankt und fast vollständig erblindet. Auf der Karlsruher Anlage findet sie sich mittlerweile aber gut zurecht. Derzeit wird das Außengelände der Elefanten von 1.000 auf mehr als 3.000 Quadratmeter erweitert. Damit soll den Tieren mehr Platz geschaffen werden, zudem können so auch wieder weitere Tiere aufgenommen werden.

Zu dem Konzept der Haltungsform in einer Altersresidenz gehört es, Elefanten, die nicht mehr mit Zirkussen reisen sollen, eine Aufnahme für ihre letzten Lebensjahre zu bieten. Ebenso können ältere Zooelefanten übernommen werden.

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  •   Sommerkind
    (3 Beiträge)

    25.02.2019 10:09 Uhr
    Erinnerungen
    Rani, Shanti, Nepal und Trulli, das waren die Namen der Tiere, welche meine Kinder schon früh auswendig kannten.
    Unsere Zoobesuche, die Dank einer damals noch erschwinglichen Jahreskarte sehr häufig waren, bestanden meist nur aus dem Besuch des Elefantenhauses und dann auf den Spielplatz, nicht ohne vorher diesen einmal mit den nostalgischen Autos, welche es, genau wie die Elefanten-Truppe, auch schon zu meiner Kindheit gab, zu umrunden.
    Wunderbare Erinnerungen.

    Mach's gut, Rani. <3
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  •   hajmo
    (4225 Beiträge)

    25.02.2019 08:20 Uhr
    Was passiert eigentlich mit dem Kadaver?
    Geht der zum Abdecker, oder können sich die Raubtiere freuen? Wär doch mal 'ne Aufgabe für die Redaktion das zu recherchieren.
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  •   mueck
    (11834 Beiträge)

    25.02.2019 12:30 Uhr
    !
    Ausgestopft wird er jedenfalls nicht, mit mind. 100.000,- viel zu teuer, so hieß es vorhin in SWR3, außerdem müsste man viel zurecht flicken, weil erst mal geht er nach München in die Pathologie, der übliche Weg, laut SWR3 und BNN.
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  •   Suedweschter
    (428 Beiträge)

    25.02.2019 03:13 Uhr
    Es ist wirklich eine Ära zu Ende gegangen
    Liebe Rani, grüß' schön Shanti, Trulli und Nepal, wenn du sie im Elefantenhimmel wiedertriffst!
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  •   malerdoerfler
    (6056 Beiträge)

    24.02.2019 23:57 Uhr
    Da hat der Karlsruher Zoo
    aber einiges wegzustecken die Tage.
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  •   ingrid333
    (163 Beiträge)

    24.02.2019 19:37 Uhr
    Rani
    Oh je den kannte ich noch als Kind. Jeden Tag im Zoo mit der Jahreskarte um den Hals gehängt. Gute Reise Rani
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  •   Rundbau-Gespenst
    (12020 Beiträge)

    24.02.2019 14:31 Uhr
    erst ein Ara, dann ein Mammutle
    paßt mir im ZOO auf die Regenwürmer im Gras auf !!!
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  •   ALFPFIN
    (7397 Beiträge)

    24.02.2019 12:47 Uhr
    Mach es gut,
    Rani im Elefantenhimmel. 63 Jahre wärst du in der Wildnis nicht geworden. Abgeschlachtet wegen des Elfenbeines, weil asiatische Männer glauben dadurch "potenter" zu werden oder schon vor 60 Jahren wegen der Schmuckverarbeitung. Auch wenn asiatische Elefantenweibchen nur kurze Stoßzähne haben, wurden und werden sie deshalb getötet. Eine gute Wildtierhaltung in Gefangenschaft kann positiv sein, auch wenn man das durchaus insgesamt kritisch beurteilen sollte.
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