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Karlsruhe Wohnungsnot macht wohnungslos: Immer mehr Obdachlose in Karlsruhe

Kälteschutz, Arztsprechstunde und Bratwurst mit Ketchup: Seit nunmehr zehn Jahren steht das "Dienstezentrum für wohnungslose Menschen" Karlsruher Obdachlosen mit Beratung und Tat zur Seite - das wollte am Mittwoch im Rahmen einer lockeren Grillrunde gefeiert werden. Dennoch blieb auch Zeit für ernste Themen: "In Karlsruhe gibt es derzeit mehrere hundert Menschen ohne Dach über dem Kopf - die Zahl steigt ständig", betonen die Verantwortlichen bei seichter Gitarrenmusik im Hinterhof der Kriegsstraße 88.

"Die Zahl der wohnungslosen Menschen in Karlsruhe hat in den vergangenen Jahren zugenommen", sagt Uwe Enderle von der Wohnungslosenhilfe des Diakonischen Werks. 350 Menschen kehrten regelmäßig in ansässigen Notunterkünften ein. Zudem wisse man von 150 Obdachlosen. Die Dunkelziffer liege wesentlich höher. Auch würden die Obdachlosen tendenziell immer jünger.

Wohnungslose aus dem Landkreis strömen nach Karlsruhe

Fragt man ihn, worauf das zurückzuführen ist, verweist Enderle auf die Wohnungsnot in der Fächerstadt: "Eine prekäre Situation."  Es gebe kaum noch preiswerten Wohnraum und wenn, werde dieser den Studis oder den gastiereden Kombi-Bautrupps zugesprochen. Keine Chance für Obdachlose also, so Enderle. Ihnen bleibe das Hilfsangebot in Karlsruhe, darunter das "Dienstezentrum für wohnungslose Menschen" mit Beratung, Versorgung und Unterschlupf - eine Dauerlösung sei das jedoch nicht. "Es muss etwas getan werden", fordert Enderle. Immer häufiger kämen Menschen aus dem Umkreis, weil es dort schlicht keine Verpflegung oder Notunterkünfte gebe. Karlsruhe wirke mit dem städtischen Angebot wie ein Magnet auf Obdachlose - so wie jedes andere Ballungszentrum auch.

Die Kriegsstraße 88 - das ist Postleitzahlen-übergreifend eine Adresse für Erfrierungsschutz im Winter, eine Kleiderkammer, Essensausgabe und intensive Gespräche - und das seit nunmehr zehn Jahren. Täglich zählen die Verantwortlichen rund 155 - vor allem männliche - Besucher, die das Angebot nutzen. Im Winter sei die Zahl weitaus höher. Man will Hilfsbedürftige nicht im Regen stehen lassen - auch solche, die es zwar schon von der Straße weg geschafft haben, nun aber mit der Integration zurück in die Gesellschaft kämpfen.

"Wir brauchen sozialen Wohnraum, Ein-Euro-Jobs - und Socken"

Besonders schwer fällt das offenbar jenen, die noch nie richtig eingebürgert waren: "Aktuell schwappt eine Welle von wohnungslosen Migranten aus Osteuropa an unsere Haustür", erklärt Uwe Schlindwein von der städtischen Wohnungslosenhilfe. Oft sprechen sie kein Deutsch und seien vom Sozialleistungsbezug ausgegrenzt - da werde es schwierig, sowohl in Sachen Kommunikation als auch in Punkten ärztlicher Versorgung. Mittlerweile könne im Dienstezentrum nahezu täglich eine Arztsprechstundeangeboten werden - problematisch werde es allerdings, wenn die Patienten nicht versichert sind. Weiterführende Behandlungen bei Spezialisten würden dann zur Kraftprobe. Was sich durch jegliche Zweige in der Bevölkerung zu schlängeln scheint ist offenbar die Angst vor Zahnärzten.

Erkundet man sich nach den Zukunftswünschen der beiden Helfer, erhascht man ein verlegenes Grinsen. Nach einer kurzen Überlegung beginnt Enderle: "Sozialen Wohnraum, eine Eingliederung  - besonders von wohnungslosen Migranten - und mehr Ein-Euro-Jobs - das braucht Karlsruhe." Viele Obdachlose wollen offenbar arbeiten, schätzen ihre Chancen für den normalen Arbeitsmarkt jedoch zu gering ein. Geeignete Tätigkeiten gebe es heutzutage kaum mehr - dabei wirke laut dem Mitarbeiter des Diakonischen Werks schon allein die Beschäftigung sowie die Routine im Alltag therapeutisch. An was es noch fehle? "Socken, Jeans und Unterwäsche" - die hauseigene Kleiderkammer sei für jede Spende dankbar.

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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    09.08.2013 01:28 Uhr
    Abmarsch!
    ....
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  •   Hassowa
    (829 Beiträge)

    09.08.2013 09:16 Uhr
    21.129 Kommentare haste hier schon geschrieben
    wann hast du das letzte Mal was gearbeitet? Ich meine Arbeit, für die dir einer was bezahlt hat? Steuern haste wahrscheinlich überhaupt noch nie gezahlt. Gelle ?!
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    09.08.2013 12:42 Uhr
    Das wirst
    du wissen...

    Wenn die AfD Pfeifen über 5% kommen werde ich es so hindrehen, dass ich keine Steuern mehr zahle.
    Aber das wird ja hoffentlich nicht eintreten.
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  • unbekannt
    (11392 Beiträge)

    09.08.2013 22:13 Uhr
    AfD Pfeifen
    Pfeifen würde ich die nicht nennen!
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  •   Hassowa
    (829 Beiträge)

    09.08.2013 13:43 Uhr
    Wir gehen von 8% aus
    Dass wir über 5% kommen, ist für uns gar keine Frage. Dass du weisst, wie man es macht, dass man keine Steuern zahlen muss, hätteste gar nicht schreiben müssen - das war mir sowieso klar!
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  •   juanzorro
    (889 Beiträge)

    09.08.2013 16:28 Uhr
    hey
    dass denken andere Parteien auch so über sich!

    Aber ganz ehrlich, die Mehrheit der Wähler wird euch AfD-Heinis genauso wenig wählen wie uns Piraten. Oder die Freien Wähler....

    Der Einheitsbrei wird wieder, wie üblich, gewählt werden....

    Und warum? Weil der Deutsche Michel ein feiger Angsthase ist! Keinen Mut dazu hat, die Großen zu ärgern. Aber sich dann die nächsten 4 Jahre wieder tierisch das Maul zerreißen, so sind wir halt :P
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  • unbekannt
    (11392 Beiträge)

    09.08.2013 22:15 Uhr
    Piraten
    Wärt ihr doch so geblieben wie am Anfang und würdest nicht auf übertrieben "links" machen, ihr hättet meine Stimme...

    Aber mittlerweile besetzt ihr ja auch Dinge wie "Homos sollen Kinder adoptieren" (Plakat in Wiesbaden), dafür sind doch die Grünen zuständig, oder?

    Ich hielt euch für vernünftiger...
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  •   orakelka
    (1910 Beiträge)

    09.08.2013 17:53 Uhr
    Wenn ich den ganzen Mist höre und lese
    gibt es nur eines

    NPD

    schlechter wie diese Pseudodemokraten können die es auch nicht machen.
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  • unbekannt
    (11392 Beiträge)

    09.08.2013 22:17 Uhr
    NPD
    Die hälst Du für eine ernsthafte Alternative? Die würden aber auch die Ausländer rauswerfen die gut integriert sind, z.B. die Hälfte meiner Freunde aus Osteuropa, weil sie der falschen Rasse angehören!

    Sowas kann ich nicht wählen, sorry... Zumal die NPD ohnehin vom britischen Geheimdienst gegründet wurde, also nichtmal aus dem Deutschen Volk hervorging...
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  •   orakelka
    (1910 Beiträge)

    09.08.2013 22:51 Uhr
    Ich sehe nach 50 Jahren als
    Linkswähler tatsächlich keine andere Alternative. Ich bin der Meinung, dass uns 20% NPD in Deutschland ausgesprochen gut tun würden.

    Man kann natürlich auch aufgrund angeblich fehlender Alternativen alten Trott weiterwählen. Und ganz am Schluß dann feststellen, "das haben wir nicht gemerkt"
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