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Karlsruhe Wohnraum-Mangel in Karlsruhe: CDU will Problem mit Hochhäusern lösen

Wohnraum ist rar gesät in Karlsruhe. Bei der Diskussion um mangelnden Wohnraum setzt die CDU-Fraktion auf Bauen in die Höhe. In einem Gemeinderatsantrag fordern die Christdemokraten: "Höhere Gebäude für mehr Wohnraum!"

Die Fraktion hat nach eigener Aussage einen entsprechenden Gemeinderatsantrag zum Sachstand des Hochhauskonzeptes und der Berücksichtigung der Thematik im Räumlichen Leitbild eingebracht. "Das bereits vor über zehn Jahren diskutierte Hochhauskonzept ist wieder eingeschlafen. Es wird Zeit, dass wir mit etwas mehr Mut das Thema Bauen in die Höhe angehen. Uns geht es dabei nicht nur um Hochhäuser. Wir wollen mit höheren Gebäuden zusätzlichen Wohnraum und Fläche zum Arbeiten schaffen", wird Stadtrat Hermann Brenk zitiert.

Bereits 2012 hatte die CDU-Fraktion die Fortschreibung und den Beschluss eines Hochhauskonzeptes angemahnt, heißt es in einem aktuellen Pressebericht der Gemeinderatsfraktion. Die Stadtverwaltung habe in ihrer damaligen Stellungnahme auf das in Erarbeitung befindliche Räumliche Leitbild verwiesen. Es sollten "mögliche Flächen und Ausschlussflächen für weitere Hochhausstandorte im Rahmen des Räumlichen Leitbildes aufgezeigt werden", habe die Stadtverwaltung der CDU eigener Aussage zufolge damals mitgeteilt.

"Es ist kein Geheimnis, dass in Karlsruhe kaum noch nennenswerte Flächen für neue Wohnungen zur Verfügung stehen. Umso wichtiger ist, dass wir die verfügbaren Flächen und Gebäude intensiv und bestmöglich nutzen. Besonders bei Neubauten muss deshalb umfassender geprüft werden, ob nicht auch zusätzliche Stockwerke noch städtebaulich und stadtklimatisch vertretbar sind. Selbst wenn die Nachbargebäude dadurch deutlich überragt werden", so der CDU-Fraktionsvorsitzende Tilman Pfannkuch. Dies böte auch Chancen für mögliche Anpassungen der Umgebungsbebauung, wodurch ebenfalls zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden könne.

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Kommentare (62)
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  •   andip
    (10274 Beiträge)

    08.10.2015 16:02 Uhr
    Wo ist das Problem?
    10 Stockwerke für eine Garage in die Tiefe zu bauen dürfte doch kein technisches Problem sein.
    Ausserdem galube ich nicht,dass jemand vorhat,hier Manhattan nachzubauen und einen Wolkenkratzer neben den anderen zu stellen.
    Vereinzelt stehende Hochhäuser dürften keine Probleme machen.
    Höchstens optische,aber das ist eine Geschmacksfrage.
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  •   timo
    (3120 Beiträge)

    08.10.2015 20:00 Uhr
    ürfte doch kein technisches Problem sein
    Wenn nur bedenkt was ein Keller im Vergleich zu einem sonstigen Stockwerk eines Hauses kostet kann man sich denken, dass das sehr teuer werden dürfte. Wie war das noch mit dem Grundwasser in Karlsruhe?
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  •   windhund
    (202 Beiträge)

    08.10.2015 21:59 Uhr
    Der andi
    hats nicht so mit der Technik. grinsen

    Trotzdem wäre es natürlich gut langfristig nach mehrstöckigen Kellerlösungen für PKW zu suchen. Die Postgalerie hat ja auch drei Ebenen, also es ist realisierbar, wenn auch teuer. Zudem müsste man bei Privathäusern mit mehrstöckigen Garagen auf Aufzüge zurückgreifen um den Platz besser zu nutzen.
    Alles machbar, kostet halt.
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  •   DreiFragezeichen
    (1402 Beiträge)

    08.10.2015 07:22 Uhr
    Die CDU wie immer auf der Höhe der Zeit!
    Woanders hat man die Wohnsilos der 60er- und 70er-Jahre abgerissen. Die CDU will neue bauen!
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  •   yokohama
    (3431 Beiträge)

    08.10.2015 12:53 Uhr
    Hochhäuser erleben
    derzeit eine Renaissance. Es geht nicht um Plattenbausiedlungen am Stadtrand, sondern um Einzelgebäude und kleine Ensembles in zentraler Lage. Auch in den 50er, 60er und 70er Jahren entstanden Gebäude, die heute sehr gepflegt sind.

    Positive Beispiele in Karlsruhe sind das Rüppurrer Schloss, die Gebäude an der Nancy-Anlage, am Entenfang, in der Kaiserallee (Haltestelle Yorckstraße), in der Günther-Klotz-Anlage, in der Gartenstraße, am Durlacher Bahnhof, in der Bergwaldsiedlung, in der Rüppurrer Battstraße, in Neureut, in der Nordweststadt sowie in der Waldstadt. Vielversprechend sieht es auch am neuen Erhardt- Boulevard aus. Solche Hochhäuser kõnnen eine Bereicherung für das Stadtbild und Vorbild für weitere Bauten dieser Art sein. Auch Gebäude wie das Landratsamt und die LVA will ich in der Karlsruher Skyline nicht mehr missen.
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  •   yokohama
    (3431 Beiträge)

    08.10.2015 13:02 Uhr
    Nicht zu vergessen
    das Hochhaus an der Haltestelle Mathystraße, das wie einige der anderen genannten Gebäude unter Denkmalschutz steht.
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  •   windhund
    (202 Beiträge)

    08.10.2015 17:18 Uhr
    Die Drachenburg
    grinsen
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  •   ALFPFIN
    (7158 Beiträge)

    08.10.2015 10:27 Uhr
    Ich glaube,
    der CDU fällt jetzt plötzlich wieder ein, halt wir haben ja Wohnraummangel, weil die Diskussion wegen des Flüchtlingszustromes wieder "dringlicher" geworden ist.
    CDU meint aber nicht, ob Hochhausbauten oder in anderer Bauweise, Wohnungen für die normalverdienende Familie, schon gar nicht mit mehreren Kindern. Sondern die von der CDU gedachten Wohnungen sollen von Bauherren (ihre Wählerklientel) als teures Eigentum gebaut werden. Da besteht eigentlich gerade kein Bedarf.
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  •   Fragensteller
    (730 Beiträge)

    08.10.2015 13:58 Uhr
    Klientel
    so schnell wird aus dem FDP-Klientel das CDU-Klientel zwinkern
    Aber mal ernsthaft - ein Weg Wohnungen billiger und bezahlbarer zu machen ist die mit "starker staalicher Bezuschüssung". Ein anderer Weg ist das stärkere "Freigeben" von Wohnnungsbau durch Inverstoren. Das führt zwar erst mal zu "teurem Eigentum" dieser Investoren - nur wenn so viel gebaut wird, dass das Angebot wieder näher an die Nachfrage rückt oder diese sogar übertrifft, dann fallen automatisch die Preise und auch der Wert.
    Streng genommen ist die derzeitige "knapp-halten-der-Wohnfläche" die beste Klientel-Politik für Grundbesitzer, die man machen kann...
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  •   pelle
    (272 Beiträge)

    08.10.2015 06:54 Uhr
    Brenk
    Herr Brenk gehen Sie doch mit gutem Beispiel voran und ziehen doch selber in einen Wohnsilo!
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