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Karlsruhe Wohnmobilstellplätze in Karlsruhe: Für die Stadt kommt nur Rüppurr in Frage

Einem Besuch der Fächerstadt mit dem Wohnmobil stehen einige Hürden im Weg: Nach den Angaben eines ka-Reporters seien zum einen zu wenige und zum anderen zu schlecht ausgestattete Stellplätze vorhanden. Ändert die Stadt nun etwas an dieser Situation?

Die wenigen Wohnmobilstellplätze in Karlsruhe werden von Wohnmobillisten eher selten mit einem guten Ergebnis bewertet, so ein ka-Reporter in einer Nachricht an die Redaktion. Wie dieser weiter berichtet, seien unzureichende Strom-und Wasserversorgung sowie keine entsprechende Infrastruktur prägende Eindrücke.

SPD und FDP fordern Wohnmobilstellplätze in Innenstadtnähe

Wenn es nach der SPD-Fraktion und der FDP-Fraktion im Gemeinderat geht, soll dieser Zustand bald der Vergangenheit angehören. Um der aktuellen Situation entgegenzuwirken forderten die Fraktionen in einem interfraktionellen Antrag die Stadtverwaltung auf, Wohnmobilstellplätze in Innenstadtnähe zu verwirklichen.

Auch diese Problematik ist damit also ein Punkt der Tagesordnung der öffentlichen Gemeinderatssitzung am kommenden Dienstag. Gefordert werden zum einen Stellplätze ohne Infrastruktur mit denen Wohnmobilfreunde aus der Region angeregt werden sollen, Tagesausflüge in die Fächerstadt zu unternehmen.

Zum anderen sollte laut den Stadträten langfristig ein Ort gefunden werden, auf dem Stellplätze mit Infrastruktur verwirklicht werden können. So könne der Tourismus und die Attraktivität der Fächerstadt gesteigert werden.

Keine Alternative für Festplatz Rüppurr in Sicht

In einer Stellungnahme der Stadt ist erkennbar, dass diese sich schon mehrmals mit der Wohnmobilsituation in Karlsruhe beschäftigt hat, zuletzt im Juli 2015. Damals beinhaltete das Projekt nach Standortanalysen im gesamten Stadtgebiet sogar eine baureife Planung auf dem Festplatz Rüppurr. Die dazugehörige Abstimmung durch den Ausschuss wurde allerdings aufgrund einer möglichen Nutzung durch eine soziale Einrichtung im Bereich der Altenpflege auf unbestimmte Zeit verschoben.

Weitere Planungen als Alternative zu Rüppurr an anderer Stelle gebe es derzeit jedoch keine. Dort bestehe, wie die Stadt mitteilt, nach wie vor ein geeigneter Standort.

Hohe Nachfrage nach vollwertigen Wohnmobilstellplatz

In der Stadtverwaltung sei man sich dennoch bewusst, dass die Nachfrage nach einem vollwertigen Wohnmobilstellplatz hoch sei: Ein innenstadtnaher Standort mit ausgebauter Infrastruktur, also direktem Anschluss an den Karlsruher Verkehrsverbund sei demnach wünschenswert. "Dieser sollte barrierefrei und ECO-zertifiziert sein und eine gute Infrastruktur und Ver- und Entsorgungseinrichtungen besitzen", erklärt die Verwaltung weiter.

Was die Zukunft für Wohnmobilstellplätze mit Serviceeinrichtungen und Infrastruktur in Karlsruhe bringt und ob der Antrag berücksichtigt wird, entscheidet das Gremium letztlich am Dienstag ab 15.30 Uhr im Rathaus am Marktplatz.

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Kommentare (13)
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  •   myopinions
    (880 Beiträge)

    28.03.2018 16:30 Uhr
    ...............der "Festplatz" in
    Rüppurr ist bestens geeignet, die Wohnmobilisten gehörig abzuschrecken. Da will man nicht wirklich hin, ebenso wenig wie auf die Stellplätze an der Herrenalberstraße.

    Zahlende Hotelgäste sind natürlich willkommen, vom "fahrenden Volk", das wenig Kohle in der Stadt lässt, will man offenbar nix wissen.
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  •   Peacemaker
    (352 Beiträge)

    03.05.2017 19:40 Uhr
    Wenn das privatisiert wird,
    spricht überhaupt nichts dagegen, diesen finanzkräftigen und - je nach Ansicht - leicht spießigen Reisenden ein passendes Areal zur Verfügung zu stellen.

    So ganz verstehe ich die Hasstiraden der anderen Kommentatoren nicht.

    Machen und kassieren, nicht labern.
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  •   Malerdoerfler
    (4450 Beiträge)

    22.04.2017 20:24 Uhr
    Gibt es da keine Stellplätze in Daxlanden
    beim Schwimmbad?

    Oder in Durlach auf dem Campingplatz?
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  •   Malerdoerfler
    (4450 Beiträge)

    22.04.2017 20:23 Uhr
    SPD und FDP fordern
    forder, fordern, fordern.............

    günstige Stadtwohnungen und vieles mehr.
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  •   ka-lex
    (1601 Beiträge)

    22.04.2017 19:33 Uhr
    Es kann doch nicht Aufgabe der Stadt sein,
    für jedermanns Hobby die Infrastruktur zu schaffen. Das sollen Private machen.

    Umsatz in der Stadt generieren Wohnmobilisten auch kaum, denn sonst wären sie keine.
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  •   Zutraeger
    (1074 Beiträge)

    22.04.2017 12:35 Uhr
    So ein Aufriss
    wegen fünf Mobilschikanen. Die stellen sich doch sowieso hin wo sie wollen.
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  •   hajmo
    (4023 Beiträge)

    22.04.2017 13:16 Uhr
    Genau!
    Und Geld bringen sie auch keines in die Stadt. Die haben ihre Küche dabei und kochen selbst - sonst rechnet sich die Schüssel ja nicht. Sollen fort bleiben, oder auf den Campingplatz gehen!
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  •   peddersenn
    (980 Beiträge)

    22.04.2017 18:22 Uhr
    naja....
    ...wenn jemand nen Kurzbesuch in KA macht, dann lässt der schon Geld da. Das ist ja ziemlich unabhängig vom Transportmittel. Nicht jeder kocht sich abends Spaghetti im Wohnmobil, und selbst der hat Eintritt im Schloss und irgendwo ein Eis bezahlt und im EC-Center überflüssiges Zeux gekauft.

    Mal davon abgesehen, daß sich so ein Platz auch RECHNEN kann.

    Allerdings gehen bei mir bei Zertifizierung und Gedöns auch schon wieder die Warnlichter an. Vernünftiger Platz, vernünftige Ausstattung, vernünftige Preise und vernünftiger StraBa-Anschluß sollten reichen. Der Rest kommt über Bewertungen.
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  •   Zutraeger
    (1074 Beiträge)

    23.04.2017 00:04 Uhr
    Ah komm,
    das ist doch lächerlich.

    Sollen wir jetzt Mobilschikanenparkplätze in der Stadt schaffen? Ich glaub es hackt! Ständig ein Grossgekotze, dass die Autos aus der Stadt müssen und dann grad für diese kranken Scheissdinger Parkplätze vorhalten?

    Die können in Malsch parken und wenn sie in die Stadt wollen haben sie die Bahn.
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  •   peddersenn
    (980 Beiträge)

    23.04.2017 09:20 Uhr
    nun ja....
    ...kann man so oder so sehen grinsen

    Entweder man will Touristen - oder nicht. Im ersten Fall kommen die mit Städtereisen, mit dem eigenen Pkw, mit dem Zug und eben auch mit dem Wohnmobil. Dafür (sich rechnende) Infrastruktur vorzuhalten, halte ich jetzt nicht für besonders abwegig. Wenn man das in Frage stellt, kann man das mit noch ganz anderen Dingen rund um Besucher tun.

    PS: An der Ausdrucksweise kannst Du bei Deinem Beitrag noch ein wenig arbeiten grinsen - nicht alles, was man selbst nicht macht/tut/teilt, muß man mit Konfrontationspotential und Feindbild befrachten....
    Wohnmobile sind groß und langsam - andere Autios sind groß und schnell, klein und langsam/whatever. Das passt alles ganz gut in die verkehrliche Vielfalt. Damit kommt man zurecht.

    Und nein, ich hab kein Wohnmobil.
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