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Karlsruhe Wohin mit den Kindern? Karlsruhe will mehr Kita-Plätze schaffen

In Karlsruhe fehlen aktuell rund 2.500 Betreuungsplätze in Kindertageseinrichtungen. Höchste Zeit etwas zu tun - denkt sich die Stadtverwaltung und fordert vom Gemeinderat über hundert neue Plätze für Kinder durch neue Kita-Projekte zu schaffen.

Insgesamt 17.033 Kinder - davon 8.189 Kinder unter drei Jahren und 8.844 Kinder ab drei Jahren bis zum Schuleintritt - lebten im Juni 2016 in Karlsruhe. Im März 2017 konnten laut Stadtverwaltung lediglich 2.866 Kita-Plätze für die unter Dreijährigen und 7.829 Betreuungsplätze für die Kinder ab drei Jahren angeboten werden.

Diese Situation soll sich jetzt ändern, meint die Stadtverwaltung in ihrer aktuellen Beschlussvorlage an den Gemeinderat, der am Dienstag, 21. November, öffentlich tagt. Vor allem auch deswegen, weil sich die Lage nicht geändert hat und auch jetzt in der Fächerstadt noch rund 2.500 Betreuungsplätze fehlen. In sechs der Karlsruher Stadtteile sei die Zahl der fehlenden Plätze im dreistelligen Bereich.

Anstieg der Kinderzahlen ist wahrscheinlich

Die Stadt erklärt hierzu ergänzend: "Zieht man die Prognosedaten des Amtes für Stadtentwicklung hinzu, ist künftig mit einem weiteren Anstieg der Kinderzahlen zu rechnen, was einen erhebliche Handlungsbedarf für die nächsten Jahre generiert und die Fortsetzung des Kita-Ausbaus erforderlich macht."

Aber nicht nur deshalb soll nach Meinung der Stadt jetzt etwas getan werden: Zu beachten sei auch, dass der Gesetzgeber einen Handlungsbedarf unter anderem durch eine Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem ersten Lebensjahr vorschreibt.

Rund 120 Plätze sollen geschaffen werden

Doch was genau soll getan werden? "Zur Neuaufnahme in die städtische Bedarfsplanung stehen eine neue städtische Außengruppe in Rintheim, eine neue Kindertageseinrichtung in Durlach und die Erweiterung der städtischen Kindertageseinrichtung in Hohenwettersbach an," so die Stadt.

Insgesamt können mit diesen neuen Kita-Projekten 121 neue Betreuungsplätze geschaffen werden. 49 davon für Kinder unter drei Jahren und 72 für die etwas älteren Kinder. Ermöglicht werde die Neuerung in Rintheim durch die Schließung des eingruppigen Horts an der Heinrich-Köhler-Schule. In den dort freigewordenen Räumen soll, so der Plan der Stadt, eine Krippengruppe untergebracht werden.

Neue Plätze in Durlach und Hohenwettersbach

"In Durlach-Aue steht in der Steiermärker Straße ein Grundstück zum Verkauf, das Platz für eine sechsgruppige Kindertageseinrichtung bietet," informiert die Stadt weiter. An diesem Standort sollen dann in zwei Krippengruppen, zwei altersgemischten Gruppen und zwei Kindergartengruppen insgesamt 90 neue Betreuungsplätze entstehen.

In Hohenwettersbach sei der Plan, die städtische Kindertageseinrichtung im Spitalhof um anderthalb neue Gruppen zu erweitern. Dies sei möglich, da die Stadt das "Milchhäusle" als Räume für den Kleinkind- und Personalbereich benutzen könne. Ob neue Plätze allerdings tatsächlich geschaffen werden oder diese eine Wunschvorstellung der Karlsruher Eltern bleiben, entscheidet der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung.

Hier sollen die Plätze entstehen:

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Kommentare (10)
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  •   Shmuel_K
    (370 Beiträge)

    16.11.2017 14:54 Uhr
    Haha
    +++ Das Posting enthält beleidigende Inhalte und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   IchKA
    (720 Beiträge)

    17.11.2017 09:03 Uhr
    "Die Situation soll sich jetzt ändern"
    "Vor allem, weil sich die Lage nicht geändert hat". Das ist unsere Stadtverwaltung. Über 100 neue Plätze ?
    das sind ja sagenhafte unter 5% von dem was gebraucht wird. Kinder scheinen einfach lästig zu sein, so lange sie noch Kinder sind und nicht im Erwerbsleben stehen und Einnahmen für Bund und Kommunen generieren.
    Man muss wirklich kein Linker sein um zu erkennen, dass die Stadt gravierende Fehler beim sozialen Wohnungsbau, beim Schulausbau und bei Betreuungsplätzen gemacht hat. Über Jahre wurde hier geschlafen und der sozialen Verantwortung ist man nicht gerecht geworden.Stattdessen orientiert man sich an Prestigeobjekten wie der kleinsten U-Bahn der Welt, ein Stadion für einen Klepperlesverein (Erstligist Freiburg zahlt sein neues Stadion selbst). Und so weiter ... Hier wird Geld rausgehauen, bis zur Verschuldungsgrenze des Regierungspräsidiums. Kinder und eine praktikable Infrastruktur für junge Eltern scheinen keine "Leuchttürme " zu sein. Wieder einmal schlechter Job Rathaus.
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  •   betablocker
    (4089 Beiträge)

    16.11.2017 19:11 Uhr
    Ich kann
    völlig falschliegen, aber sind Kitaplätze (im Gegensatz zu Kindergarten und Schule) nicht für Kinder gedacht deren Eltern arbeiten?
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  •   Eckfaehnchen
    (2681 Beiträge)

    16.11.2017 11:53 Uhr
    Beeilung bitte.
    +++ Das Posting enthält beleidigende Inhalte und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   cc91
    (273 Beiträge)

    16.11.2017 14:36 Uhr
    @KA-News
    Warum wird so ein rassistischer Kommentar nicht gelöscht?
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  •   Eckfaehnchen
    (2681 Beiträge)

    17.11.2017 10:34 Uhr
    Merke dir eins ganz gut !
    Ich lasse mir keinen Rassismus unterstellen. Mein Posting hat der Realität entsprochen. Und du kommst
    vielleicht auch noch auf den Trichter und verstehst das. Im übrigen, danke fürs Petzen. ka news hat dich
    erhört und den Beitrag gelöscht. Du darfst dich freuen.
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  •   karlsruher1955
    (1162 Beiträge)

    16.11.2017 11:14 Uhr
    Karlsruhe will mehr Kita-Plätze schaffen
    Liebe Stadtverantwortlichen dann macht es einfach. Absichtserklärungen genügen nicht. Ich bin gespannt was für Ausreden kommen.
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  •   dipfele
    (5323 Beiträge)

    16.11.2017 23:50 Uhr
    Als die Linken....
    ..... vor Jahren Kitas statt Tunnelbahn forderten, wurden die ausgelacht von der SPD Baitingerin und CDU jetziger Finanzbürgermeisterin Lucschak - Schwarz.
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  •   bingobongo
    (263 Beiträge)

    16.11.2017 09:33 Uhr
    Überschrift
    "Wohin mit den Kindern?"

    Als wären Kinder eine Sache, die irgendwo abgelegt werden müsste. Checkt mal Eure Formulierungen.
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  •   silberahorn
    (9780 Beiträge)

    16.11.2017 10:18 Uhr
    Wohin
    ist aber die große Frage. Auch, wohin das führt.
    In einem anderen Ort wissen sie nicht wihin mit Arbeitslosen in zu großen Wohnungen und kamen auf die Idee, dass in der Wohnung Kinder betreut werden können, von einer Einzelperson.
    Ob man in Karlsruhe auch schon auf die Idee kam gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu erledigen? Wundern würde es mich nicht mehr.
    Allerdings gibt es auch konfessionelle Kindergärten und man kann also der Darstellung nicht entnehmen, wie hoch die Not in Bezug auf fehlende Tagesbetreuung für kleine Menschen tatsächlich ist.
    Außerdem kann man heute, deutlich häufiger als früher, Teile des Arbeitsplatzes an den PC zuhause verlegen, was dann nur stundenweise "Abstellplätze" in externen Bereichen erfordern würde. Der letzte Satz war auch unschön formuliert - aber so wird gedacht.
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