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Karlsruhe Werkstattverfahren beginnt: Ob Abriss oder Erhalt - Bürger sollen über Landratsamt-Zukunft mitentscheiden

Das Landratsamt in Karlsruhe ist eines der wenigen Hochhäuser der Stadt. Doch es ist in die Jahre gekommen. Ob Abriss oder Sanierung: Wie es mit dem Gebäude und dem Areal mitten in der Stadt weitergeht, steht noch nicht fest. Planungsbüros sollen verschiedene Möglichkeiten erarbeiten und die Bürger einbezogen werden. Am Mittwoch, 15. Januar, findet dazu der erste öffentliche "Werkstatttermin" statt.

Im Zuge der Kombilösung erhält die Karlsruher Kriegsstraße ein neues Gesicht. Auch das Areal, auf dem derzeit das Hochhaus des Landratsamtes steht, wird sich wandeln. Was wird dort künftig inmitten der Stadt entstehen und darf das Hochhaus bleiben? 

Denkmalschutz steht dem Abriss (noch) im Wege

Diese Fragen beschäftigen nicht nur die Verantwortlichen der Stadt, sondern auch die Karlsruher Bürger. Daher beginnt rund um die Zukunft des Areals nun ein Werkstattverfahren. Das Ziel: Vier Planungsbüros sollen zusammen mit den Bürgern Szenarien erstellen, was auf der Fläche in einigen Jahren entstehen könnte.

Das Areal rund um das Hochhaus des Landratsamts befindet sich an der Südseite des Ettlinger Tors. | Bild: Stadt Karlsruhe

Zwei Möglichkeiten stehen im Raum: Denn da das Hochhaus des Landratsamts denkmalgeschützt ist, steht noch nicht fest, ob es abgerissen werden darf. Aus diesem Grund erarbeiten die Büros je zwei Konzepte - eines mit Erhalt des Gebäudekomplexes und eines, das den Abriss voraussetzt.

Am Mittwoch, 15. Januar, geht es los:  "Ab 17.30 Uhr ist die Bürgerschaft eingeladen, sich im 'Südwerk Bürgerzentrum', Henriette-Obermüller-Straße 10, umfassend über den Prozess zu informieren", gibt die Stadt Karlsruhe in einer Pressemeldung bekannt. 

Im ersten Teil des Abends wird die Ausgangssituation des Areals und des Karlsruher Landratsamtes umfassend dargestellt. Sowohl die bauhistorische Entwicklung des Ettlinger Tors als auch aktuelle städtebauliche Situation des Ortes sollen dabei zur Sprache kommen. 

Bürger können sich mit den Experten austauschen

Im zweiten Teil präsentiert Baubürgermeister Daniel Fluhrer die Aufgabenstellung des Werkstattverfahrens. Sie bildet die Grundlage für die Erarbeitung der neuen Konzeption des Areals. Daran anschließend stellen sich die vier beauftragten Planungsbüros vor und erklären ihre Herangehensweise an ein derartiges Projekt.

"Für direkte Rückfragen aus der Bürgerschaft ist ausreichend Zeit eingeplant", teilt die Stadt mit. Nach Ende des offiziellen Teils - gegen 20.30 Uhr - können sich Interessierte an Thementischen zu den vorgestellten Themenblöcken mit den jeweiligen Experten und den Planungsbüros austauschen.

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  •   bingobongo
    (356 Beiträge)

    14.01.2020 09:15 Uhr
    Einen herzlichen Glückwunsch an das Badenwerk!
    Die EnBW wusste ganz genau, was sie tat als sie den abgefuckten Bunker für "gut Preis" an den Landkreis verscherbelte.
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  •   Robert1959
    (1998 Beiträge)

    13.01.2020 23:18 Uhr
    Wie wärs mit Studentenwohnungen!
    Warum nur für Studenten, sagen wir Single Wohnungen, denn junge Leute haben Probleme auf die eigene Beine zu kommen, wenn Wohnraum so teuer ist. Ohnehin ist es im Besitz der öffentlichen Hand und dort soll es auch bleiben!
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  •   andip
    (10288 Beiträge)

    14.01.2020 08:33 Uhr
    Wird es nicht geben
    Egal was man mit dem Bau macht, es wird eine Bürogebäude bleiben.
    Und was soll das Ganze eigentlich?
    Ich dachte, Abriss und Neubau seien längst beschlossene Sache gewesen. Jetzt wird das nur bis in alle Ewigkeit hinausgezögert.
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  •   dipfele
    (5737 Beiträge)

    14.01.2020 14:58 Uhr
    Der Kreistag hat den Abriss....
    …. beschlossen. Aber da gibt es noch das Denkmalschutzgesetz, das muss noch umschifft werden.
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  •   Robert1959
    (1998 Beiträge)

    14.01.2020 08:59 Uhr
    Büros brauchen wir nicht!
    Dann lieber abreißen und eine Kindertagesstätte dorthin setzen, so lange es noch Grünflächen gibt!
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  •   bingobongo
    (356 Beiträge)

    14.01.2020 09:22 Uhr
    Stimmt, Büros brauchen wir nicht!
    Wir brauchen keine Büros, ganz klar! Denn das Landratsamtsgebäude steht ja aktuell komplett leer und es sind auch keine Mitarbeiter des LRA momentan auf andere Gebäude ausgelagert weil es keinen Platz gibt. Genau.

    Ach so, stimmt, ist ja das Landratsamt, das braucht die _Stadt_ Karlsruhe ja gar nicht, das könnte man doch auch vielleicht in s Pfarrhaus von Zaisenhausen auslagern.
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  •   Nachteule
    (768 Beiträge)

    13.01.2020 17:05 Uhr
    Schon der Begriff „Werkstattverfahren“ ist ein Witz
    Diejenigen, die das veranstalten, haben garantiert noch nie eine Werkstatt von innen gesehen...
    grinsen grinsen grinsen
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  •   Route66
    (2415 Beiträge)

    13.01.2020 17:18 Uhr
    Wiki
    Zitat von wiki Die Bürgerwerkstatt ist ein Beteiligungsverfahren, das allen Bürgern einer Stadt oder Gemeinde in Deutschland offensteht. Es soll sicherstellen, dass alle Ideen zur Gestaltung eines Bereiches gesammelt und in die Diskussion aufgenommen werden. Beabsichtigt ist es, eine Lösung auf Basis einer breiten Mitwirkung zu finden. Zusammen mit den Bürgern sollen Zielvorstellungen entwickelt und so die Basis für eine Neuplanung vorbereitet werden. Eine Entscheidung im kommunalen Bereich trifft die Bürgerwerkstatt nicht, sondern das jeweils zuständige Gremium – etwa der Stadt- oder Gemeinderat.
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  •   dipfele
    (5737 Beiträge)

    14.01.2020 14:53 Uhr
    Aber da gibt es noch....
    … die Gemeindeordnung, § 1 Nr.3:
    "Die verantwortliche Teilnahme an der bürgerschaftlichen Verwaltung der Gemeindeis Recht und Pflicht des Bürgers"
    § 20a Nr.1:
    "Wichtige Gemeindeangelegenheiten sollen mit den Anwohnern erörtert werden. Zu diesem Zweck soll der Gemeinderat i.d.R. einmal im Jahr, im Übrigen nach Bedarf, eine Einwohnerversammlung anberaumen".
    Da der Gemeinderat in dieser Sache offensichtlich überfordert ist, gibt es diese "Werkstatt". Der Denkmalschutz wird mit bürokratischer Finesse ausgehebelt, wie z.B. in Durlach.
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