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Karlsruhe Weißes Dinner in Karlsruhe: "Dîner en blanc" lockte viele Teilnehmer zum gemeinsamen Abendessen in den Citypark

Eine lange weiße Tafel im Citypark - und daran sitzend viele weiß gekleidete Menschen: Am Samstagabend fand in Karlsruhe zum 6. Mal das "Dîner en blanc" statt. "Wir müssen noch durchzählen, aber ich denke Mal, so rund 100 dürften es schon sein", sagt Organisatorin Stephanie Schlittenhardt-Newton im Gespräch mit ka-news. "Wesentlich mehr als das letzte Mal, da hat es aber auch geregnet."

Seit einigen Jahren treffen sich mehrere Hundert Menschen in Karlsruhe, um zusammen an einer großen Tafel zu essen und zu trinken: "Dîner en blanc" heißt die Veranstaltung und heißt ins Deutsche übersetzt "Abendessen in weiß". Und wie der Originalname schon verrät, hat die Karlsruher Veranstaltung ein Vorbild in Frankreich. In Karlsruhe organisiert Stephanie Schlittenhardt-Newton das ganz besondere weiße Event.

Organisatorin Stephanie Schlittenhardt-Newton (links). | Bild: Thomas Riedel

Wechselnder Veranstaltungsort: Mal Park, mal Brücke

Den Veranstaltungsort überlegt sich Veranstalterin Schlittenhardt-Newton immer selbst - mal ist er etwas grüner wie 2018 im Citypark, ein anderes Mal ist er zentral in der Stadt gelegen, so geschehen 2013 als das Dinner auf der Karlsruher Hirschbrücke stattgefunden hat.

Picknick in Weiß: Pariser Chic in Karlsruhe
Das Dîner en blanc 2013 auf der Hirschbrücke. | Bild: Stephanie Schlittenhardt

Das Phänomen des "Dîner en Blanc" findet seinen Ursprung in Frankreich, genauer gesagt im Paris der 1980er Jahre: Aus einer damals eigentlich privat gefeierten edlen Gartenparty wurde zunächst eine regelmäßige Dinner-Feier für betuchte Franzosen, später ein Phänomen in ganz Europa.

Nachhaltiges Dinieren im Freien

In Karlsruhe finden die weißen Open-Air-Partys seit 2013 statt und verzeichnen in jedem Jahr mehr und mehr Teilnehmer. Wichtig ist der Dinnergesellschaft dabei auch: Die Veranstaltungsorte werden so sauber verlassen, wie sie vorgefunden wurden. Das heißt: Alle Partygäste bringen ihre eigenen Sitzgelegenheiten, sowie eigenes Essen und Geschirr mit - und nehmen es auch wieder mit.

Alles wird selbst mitgebracht und wieder mitgenommen. | Bild: Thomas Riedel

Die Regeln sind einfach: Verwende weiße, wieder verwertbare Utensilien, bringe leckeres Essen und Trinken sowie einige Freunde mit - und natürlich ganz wichtig: Kleide dich in weiß. Der Ort für das Abendessen in weiß wird bis kurz vor der Veranstaltung geheim gehalten - um die Standort verraten zu bekommen, muss man sich vorher anmelden.

Der Veranstaltungsort bleibt bis kurz vor dem Dinner geheim. | Bild: Thomas Riedel

Nächstes Dîner en blanc ist am 7. September 2019

Warum ist das so? "Damit das Event überschaubar bleibt - nicht zu einem großen Flashmob ausartet oder in Facebook geteilt und vielleicht Personen anzieht, die die Idee nicht teilen", erklärt uns die Organisatorin im Gespräch. Wann das Dîner en blanc 2019 stattfinden soll, steht ebenfalls fest: "Wir haben uns für den ersten Samstag im September entschieden."

Weitere Infos zum "Dîner en Blanc" in Karlsruhe auf der offiziellen Seite http://diner-en-blanc-karlsruhe.de/

 

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Kommentare (16)
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  •   Eckfaehnchen
    (2681 Beiträge)

    04.09.2018 20:24 Uhr
    Eventuell,
    aaaber mit einer Kühltasche voll veganer Salate etc.etc. und in Gesellschaft Gleichgesinnter.
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  •   Tirak
    (564 Beiträge)

    04.09.2018 08:18 Uhr
    Krasser Gegensatz..
    Diese Veranstaltung hinterlässt im Gegensatz zu den meisten Grillpartys oder nächtlichen Fressgelagen vor Burgerbratereien oder Wickelfleischgrillern (Dönerbuden) keinen Abfall. Das Geschirr besteht aus Keramik und Gläser aus Glas. Nichts wird vor Ort einfach weggeworfen. Wenn überhaupt Abfall entsteht (wie Bioabfall), so wird dieser mitgenommen und zuhause entsorgt. Es hinterlässt keine sichtbaren Spuren im öffentlichen Raum.
    Natürlich will man sich der französischen Hautevolee folgend, mit dem Diner en blanc vom müllenden Pöbel abheben und man fühlt sich dabei sicherlich auch ein wenig "en vogue" oder avantgardistisch, manche vielleicht auch elitär.

    Leider dringt diese Botschaft, nichts zu vermüllen, nicht an genau die Nasen durch, die Wochenende für Wochenende die Stadt versauen.
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  •   ALFPFIN
    (6757 Beiträge)

    04.09.2018 12:11 Uhr
    Ich gehe davon aus,
    dass die Initiatoren(innen) dieser Party in Weiß diese Veranstaltung unter dem Aspekt durchführen, um belehrend aufzuzeigen, das man auch ohne Müll zu hinterlassen, dinieren kann.
    Diese Idee hat man einfach von Frankreich übernommen und findet das chic und natürlich etwas abgehoben und man erzeugt Aufmerksamkeit.
    Natürlich nimmt man seine Stühle, Klapptische und die zum Decken der Tische und Abhängen der Stühle, weißen Tücher wieder mit, inclusive das edle Geschirr, denn das benötigt man ja vermutlich wieder zu Hause. Das erklärt natürlich auch, das kein Müll hinterlassen wird. grinsen
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  •   Eckfaehnchen
    (2681 Beiträge)

    04.09.2018 20:40 Uhr
    Oh was en Aufwand,
    en Disch, en Schduhl, e Dischdegg un e Sitzkisse, Geschirr, Besteck un das notwendige Esse und Trinke, de Abfallbehälter net vergesse. Ich überleg, ob sich da jeder ein Lastenfahrrad mietet oder mit einem Großraumtaxi kommt. Stellt der Veranstalter dann einen Klowagen auf oder gibts da die unsäglichen, aber in Kallsruh die weit verbreiteten Dixieklos ? Zum weißen Dresscode net so passend.
    Also wenn ich des alles bedenk, mache mirs wie bisher und esse dehoim uff de Terrass mit de ganze Sippe.
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  •   melotronix
    (2855 Beiträge)

    04.09.2018 08:56 Uhr
    ich denke es geht auch anders...
    ...um aufzuzeigen, dass man sich im Öffentlichen Raum zu benehmen weiss (weis). Für mich hat diese Veranstaltung etwas abgehobenes. Auf der einen Seite leger aber dann doch mit versteckt erhobenen Zeigefinger. Ne, unecht wie die ganze Veranstaltung.
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  •   ALFPFIN
    (6757 Beiträge)

    04.09.2018 07:45 Uhr
    Also
    mir erschließt sich der Sinn nicht , warum ich weiß gekleidet, natürlich an weißen Tischen und Stühlen möglicherweise mit Betttüchern ? weiß verhängt, sitzen soll und mein Essen auch noch mitbringen muss.
    Wenn ich mich mit Freunden treffe zum Picknick, geht das auch ohne diesen Brimborium. Da sitzen dann mehrere 100 Leute in der "Prärie" herum, die man nicht kennt. Einziges Merkmal, weiß gekleidet. Aber wie heißt es so schön: Jedem Tierle sein Pläsierle. grinsen
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