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Karlsruhe Weißer Transporter in Daxlanden: "Keine versuchte Kindesentführung!"

Seit Samstag sorgt ein privater Facebook-Post für Unruhe im Karlsruher Netz: Ein dunkelhäutiger Mann soll aus einem weißen Sprinter einen kleinen Jungen belästigt haben. Die Polizei gibt zunächst Entwarnung: Eine versuchte Kindesentführung habe es nicht gegeben. Sie bestätigt entgegen erster Informationen allerdings eine Meldung über einen weißen Transporter.

Aktualisierung, 13.40 Uhr

Inzwischen hat die Polizei zum Vorfall auf Facebook öffentlich Stellung genommen: "Demnach befand sich ein Kind auf dem Weg nach Hause, als es in der Agathenstraße zunächst einen weißen Sprinter hinter sich bemerkte. Anschließend hielt der weiße Sprinter neben dem Kind an. Der Fahrer stellte den Motor ab und stieg aus seinem Fahrzeug aus. Das Kind rannte daraufhin nach Hause. Zu einem Kontakt zwischen Fahrer und dem Jungen kam es nicht. Eine umgehend eingeleitete Suche nach dem weißen Transporter blieb erfolglos. Anhand derzeitigen Erkenntnissen ist kein strafrechtlich-relevantes Verhalten erkennbar. Weitere Fälle als der Angezeigte sind uns nicht bekannt."

Tipps der Polizei

  • Lassen Sie Ihr Kind in Kleingruppen zur Schule laufen und halten Sie es zur Pünktlichkeit an
  • Suchen Sie zusammen mit Ihrem Kind in Ihrer Umgebung sichere Orte (Metzgerei, Bäckerei, Läden etc.), an die es sich im Notfall wenden kann
  • Lassen Sie Ihr Kind Selbstständigkeit üben
  • Machen Sie Ihrem Kind klar, dass es ohne Ihre Zustimmung nichts annehmen und nicht bei Fremden mitfahren darf
  • Kinder sollten altersgerechte sexuelle Aufklärung erfahren, um sexuelle Übergriffe erkennen zu können
  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind immer wieder darüber, wie es sich verhalten soll, wenn der Freund sich beim Sturz verletzt, eine Person einen Schwächeanfall hat oder wenn es von Fremden angesprochen wird

Aktualisierung, 11.30 Uhr

Entgegen erster Aussagen, bestätigt die Polizei die Meldung über einen weißen Sprinter, der in Daxlanden einem Kind zu Nahe gekommen sein soll. Was genau vorgefallen sei, darüber herrsche Unklarheit, so ein Polizeisprecher gegenüber ka-news.

"Dem Kind wurde weder der Weg abgeschnitten, noch wurde es angesprochen oder sonst irgendwie verfolgt"; so der Sprecher, es existierten keine Anhaltspunkte für versuchte Kindesentführung. Aktuell gebe es keine weiteren Hinweise oder Augenzeugen zum Vorfall. Weiterhin sind der Polizei derzeit keine weiteren Vorkommnisse mit einem weißen Sprinter im Zusammenhang mit angesprochenen Kindern oder versuchter Kindesentführung bekannt.

Tina S. ist die Verfasserin des Post. Sie schildert das Vorkommnis am Samstag gegenüber ka-news folgendermaßen: "Mein Sohn war auf dem Heimweg. Als er die Straße überqueren wollte, ist ihm ein Fahrzeug aufgefallen, das langsam neben ihm fährt. Das ist ihm komisch vorgekommen und er wollte ein Foto vom Kennzeichen machen." Dann sei das Auto vor dem 10-jährigen Jungen auf den Bordstein gefahren und habe ihm den Weg abgeschnitten, die Tür wurde aufgerissen - daraufhin sei der Junge davon gerannt.

Auf die Frage, warum sie einen Post auf Facebook für jede Person öffentlich einsehbar absetzt und nicht auf die Suchmeldung der Polizei wartet, sagt sie: "Ich war sehr besorgt und wollte, dass alle die Augen offen halten, dass nicht noch einem anderen Kind etwas passiert. Ich würde so etwas nie posten, wenn es nicht so gewesen wäre."

Polizei: Keine versuchte Kindesentführung

Es ist eine regelmäßig wiederkehrende Horror-Geschichte: Ein Kind wird auf dem Heimweg von einem Unbekannten aus einem Fahrzeug heraus angesprochen oder direkt versucht, zu kidnappen. Das Kind kann entkommen - es wird ein entsprechender Post abgesetzt, der durch das Internet geistert. Zuletzt kursierte eine Meldung über einen ähnlichen Vorfall im September 2014 in Bruchsal.

Im aktuellen Fall handelt es sich um die vermeintliche Mutter, welche folgenden Post am vergangenen Samstag absetzte: "Bitte passt gut auf eure Kinder auf. Mein Sohn Jamie wurde vor zirka 30 Minuten auf dem Heimweg von der Valentinstraße auf der Agathenstraße in Daxlanden von einem weißen Mercedes Sprinter verfolgt. Der Fahrer war dunkelhäutig er fuhr dicht neben ihn, schnitt ihm den Weg [ab] und riss die Autotür auf.
Jamie hat genauso reagiert, wie wir ihm das bei gebracht haben er schrie weinte und rannte davon. Polizei wurde sofort alarmiert. Ich bin so dankbar das mein Kind einen Schutzengel bei sich hatte. Er ist trotzdem total verstört."

"Hätte es einen derartigen Vorfall gegeben, hätten wir natürlich sofort eine entsprechende Meldung veröffentlicht", äußert sich eine Polizeisprecherin am Montagmorgen auf Nachfrage gegenüber ka-news. "Uns liegt jedoch keine Anzeige in diesem Fall vor." Solche und ähnliche Falschmeldungen sind keine Neuheit. "Sie kommen leider immer wieder vor." Wie sich später herausstellen soll, hat es eine Meldung der Mutter zu diesem Vorfall gegeben - die genauen Umstände des Vorfalls bleiben jedoch unklar.

Wie erkenne ich Fake-News?

Nicht immer sind Falschmeldungen offensichtlich. So gibt es schon seit mehreren Jahren in sozialen Netzwerken Warnungen von vermeintlichen Transportern, deren Fahrer Kindern auflauern würden. Anders als in dem oben beschriebenen Fall hier stellten sich viele dieser Meldungen im Nachhinein als Falschmeldungen heraus, bei denen der Polizei keinerlei Anhaltspunkte für ein Verbrechen vorlagen. Bei vermeintlichen Verbrechen empfiehlt es sich daher, eine offizielle Meldung der Polizei abzuwarten, ehe man derartige Meldungen in sozialen Netzwerken teilt und damit weiterverbreitet.

Hilfreiche Informationen gibt es auch auf dem Portal mimikama.at auf. Die selbst ernannte "Koordinationsstelle zur Bekämpfung von Internetmissbrauch" beschäftigt sich mit verdächtigen Internetinhalten, Fake-Meldungen sowie Hoax und wird auch von der Polizei empfohlen.

Auf der Homepage geht es nicht nur um Falschmeldungen in sozialen Netzwerken, sondern auch um Mails, gefährliche Apps oder aktuelle Trends. Dazu gibt es jede Menge Tipps zum richtigen Auftritt im Internet und wie man sich vor Betrügern schützt. Ein Portal, auf das auch die Polizei zurückgreift, seit sie in den sozialen Netzwerken Facebook (2014) und Twitter (2015) aktiv ist.

Der Artikel wurde nachträglich aktualisiert.

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  •   Shmuel_K
    (179 Beiträge)

    21.03.2017 11:27 Uhr
    Jetzt zieht es mir gleich die Socken aus.
    "Mein Sohn war auf dem Heimweg. Als er die Straße überqueren wollte, ist ihm ein Fahrzeug aufgefallen, das langsam neben ihm fährt. Das ist ihm komisch vorgekommen und er wollte ein Foto vom Kennzeichen machen."

    Wozu hat ein 10 Jähriger eigentlich schon ein Handy?
    Gut, wenn er schon eines hat, sollte man ihm vielleicht beibringen, daß man mit dem Ding auch telefonieren kann, sprich "Notrufe" absetzen kann.
    Wer um alles in der Welt erzählt Kindern denn, sie sollen alles fotografieren, was ihnen komisch vorkommt?
    Man sollte ihne lieber man vermitteln, daß man nicht einfach jeden und alles ablichten darf.
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  •   Liessl
    (264 Beiträge)

    21.03.2017 10:12 Uhr
    Was unsere Eltern schon sagten...
    ...geh mit koim Fremde mit
    ...lass dich net von Fremde ahbabble
    ...renn fort, wenn da oiner unhoimlich isch

    das alles haben meine Eltern schon vor 35 Jahren gepredigt!!!
    Was ist falsch daran, es heute auch noch zu predigen?
    N I X[i][/i] , wie uns die Vergangenheit leider oft genug zeigt
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  •   Shmuel_K
    (179 Beiträge)

    21.03.2017 11:11 Uhr
    Der Unterschied ist,
    daß wir eine klare Ansage bekommen hatten, dies oder jenes nicht zu tun.
    Mir wurde aber nicht erzählt, ich solle schreien und heulen, wenn ein Auto anhält und die Tür aufgeht.

    Ich würde auch eine Wette abschließen, daß meine Eltern selbst wenn sie die Möglichkeit von Fratzenbuch gehabt hätten, niemals solch eine depperte Meldung ins Netz gestellt hätten.
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  •   andip
    (8206 Beiträge)

    21.03.2017 12:11 Uhr
    Eben
    Auch meine Eltern hatten mir gesagt, ich solle bei fremden Leuten darauf aufpassen was sie von mir wollen.
    Aber nichts davon, dass ich Angst vor neben mir fahrenden Autos haben soll.
    Und wo in der Realität kommt/kam es vor, dass Fremde kleine Kinder auf offener Strasse in irgendwelche Autos zerrten?
    Wie weiter oben schon geschrieben, da hat die Mutter den Jungen mit ihren Horrorgeschichten selbst nur Angst eingejagt.
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  •   MacGeifer
    (1840 Beiträge)

    21.03.2017 12:35 Uhr
    Dieser Hoax
    mit dem weissen Sprinter ist schon Jahre alt. Der wurde schon an mehreren Stellen in der Republik gleichzeitig gesehen und hat offensichtlich kein Kennzeichen.
    Es ist irre was auf facebook alles verbreitet und ungeprüft geteilt wird, sei es noch so unlogisch.
    Die richtige Nutzung von facebook setzt schon eine Grundintelligenz voraus.
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  •   andip
    (8206 Beiträge)

    21.03.2017 08:59 Uhr
    Naja
    Wie es jetzt so aussieht, suchte der Sprinterfahrer wohl nur einen Parkplatz und fand den zufällig dort, wo das Kind stand.
    Wenn das deswegen in Panik verfällt dann wohl weil ihm seine überbesorgte und wohl zur Hysterie neigende Mutter irgendwelche Horrorgeschichten beigebracht hat.
    Oder wie ist diese Aussage sonst zu verstehen:"Jamie hat genauso reagiert, wie wir ihm das bei gebracht haben er schrie weinte und rannte davon"
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  •   Joerg_Rupp
    (1996 Beiträge)

    21.03.2017 07:14 Uhr
    total gefährlich
    dass Menschen ihre Autos anhalten und daraus aussteigen. Echt. Und noch dazu Dunkelhäutige. Panikmache überall.
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  •   Liessl
    (264 Beiträge)

    21.03.2017 10:07 Uhr
    Empfehlung
    Herr R. ich empfehle Ihnen einen abendlichen Spaziergang durch Daxlanden...vornehmlich am Hamm entlang Richtung Feuerwehr. Sie wären überrascht, wer/was Ihnen da so begegnet/passiert
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  •   Ludwigsstammtischbruddler
    (647 Beiträge)

    20.03.2017 23:22 Uhr
    Nach der Aktualisierung
    scheint es wohl eher so zu sein dass die Polizei und ka-news "Fakenews" verbreitet haben. zwinkern
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  •   timo
    (2961 Beiträge)

    21.03.2017 05:36 Uhr
    Neben einem Kind anhalten und
    den Motor ausmachen - wie kann er nur!!!
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