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Karlsruhe Weil viele ihren Müll nicht mitnehmen: Für das Aufräumen nach Silvester muss das Karlsruher Abfallamt Extra-Schichten fahren

Das Karlsruher Abfallamt rüstet sich für den Feuerwerksmüll an Silvester: Mit rund 20 Tonnen rechnet die Stadt zum Jahreswechsel 2018/2019. Wenn am 1. Januar viele der Feierenden noch ausschlafen und den freien Tag genießen, werden die Karlsruher Müllhelfer die Innenstadt aufräumen. Über die Jahre ist die Reinigung der Straßen und Plätze zeitintensiver geworden - dazu tragen vor allem die großen und schweren Feuerwerksbatterien bei.

So schön das Silvesterfeuerwerk anzusehen ist, so viel Müll hinterlässt es auch. Viele der selbsternannten Pyrotechniker räumen ihre Hinterlassenschaften jedoch nicht auf. Deswegen fällt für die Mitarbeiter vom Amt für Abfallwirtschaft (AfA) die Party zum Jahreswechsel nicht ganz so groß aus: Bereits ab 6 Uhr sind sie für die Müllentsorgung in der Innenstadt unterwegs - und zwar mit deutlich mehr Einsatzkräften als sonst.

Silvestermüll
(Archivbild) | Bild: (mw)

Die Reinigung in der Stadt ist zeitintensiver geworden: "Wir stocken das Personal an Neujahr daher noch auf. Etwa 30 Mitarbeiter werden im Einsatz sein", so die Stadt auf Nachfrage von ka-news. "Normalerweise sind an Feiertagen etwa sechs bis acht Mann unterwegs."

Bürger sollen ihren Müll mitnehmen

Die Stadt appelliert alljährlich an das Verantwortungsbewusstsein ihrer Bürger: Jeder, der auf  öffentlichen Plätzen Silvester feiert und Feuerwerk zündet, sollte seinen Müll  danach auch wieder mitnehmen. "Das Amt für Abfallwirtschaft (AfA) bittet daher alle Feuerwerksbegeisterten, ihre leeren Behältnisse und Hinterlassenschaften wieder mitzunehmen und fachgerecht zu Hause zu entsorgen", so die Stadt in einer entsprechenden Pressemeldung.

Silvestermüll auf der Hirschbrücke
(Archivbild) | Bild: cob

Doch erfahrungsgemäß verhallt der Appell oftmals ungehört - und am Ende bleibt der Müll auf den Straßen liegen. In den vergangenen Jahren nimmt die Verwendung von sogenannten Feuerwerksbatterien zu - die großen Behältnisse werden nach Abbrennen dann zurückgelassen. Vor allem auf den Straßen sind große Feuerwerksbatterien allzu oft ein Problem: "Leider bleiben die dann dort stehen und werden für Auto- oder Radfahrer zu einer Gefahr", so das AfA.

20 Tonnen Müll liegen nach Silvester auf den Straßen

Mit etwa 20 Tonnen an eingesammeltem Silvestermüll rechnet die Stadt auch für den Jahreswechsel 2018/2019. Dabei gibt es in Karlsruhe einige Schwerpunkte, an denen Feuerwerksfans besonders gerne unterwegs sind. "Es werden zuerst alle öffentliche Plätze in der Innenstadt, etwa Marktplatz oder Schlossplatz gereinigt, aber auch die Fächerstrahlen und der Turmberg sind schon am 1. Januar dran", erklärt die Stadt gegenüber ka-news ihren Reinigungsablauf. 

Nähe Kolpingsplatz
(Archivbild) | Bild: Ricarda Schäfer

Wer außerhalb der Innenstadt wohnt, der hat erst später wieder saubere Straßen: "Ab dem 2. Januar werden  alle Straßen und Plätze im Randgebiet sowie in Durlach gereinigt und von Müll befreit", so die Stadt weiter. 

 


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  •   Bodybuilder
    (23 Beiträge)

    02.01.2019 14:51 Uhr
    Die Feuerwerkskörper gehören verboten!
    Hoffentlich wird es verboten.Es wird immer schlimmer, auch denke ich da an die Tiere, den Dreck dass man nicht in der Lage ist, ihn weg zu räumen und gegen morgens wird noch geballert und aus dem Schlaf geholt.Echt es sollte verboten werden.Lieber ein schönes Feuerwerk...
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  •   alpinium
    (5595 Beiträge)

    02.01.2019 13:26 Uhr
    Generelles Verbot der Knallerei
    wäre das Beste.
    => weniger Dreck
    => kein Feinstaub und somit ein Grund weniger für Fahrverbote
    => kein Stress für Haustiere und Tiere in Wald und Flur
    => weniger Verletzte wegen unsachgemässen Umgangs mit Böllern

    Und wer doch eine Lightshow oder Krach braucht kann ja auf Wunderkerzen und Papiertüten-Böller zurückgreifen.
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  •   malerdoerfler
    (5264 Beiträge)

    01.01.2019 18:45 Uhr
    Schade.......
    .....so viel Anstand sollte jeder haben, dass nach dem Böllern auch der gröbste Dreck aufgeräumt wird.
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  •   Bodybuilder
    (23 Beiträge)

    02.01.2019 14:54 Uhr
    Es hat nicht jeder Anstand.
    Es hat nicht jeder ein gesunder Menschenverstand.Unser Herrgott hat ein grosser Tiergarten...
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  •   Icaro2000
    (28 Beiträge)

    01.01.2019 18:04 Uhr
    Wenn es nur der Müll wäre..Teil 2
    Unser Garten ist voller Papierfetzen und Raketenteilen, auf dem Dach und der Solaranlage wird es nicht anders aussehen.
    Prost Neujahr!
    Silvester heisst für uns: Zu Hause bleiben, Haus und Hof bewachen, uns beballern und einqualmen zu lassen.
    Ich werde mich an die Stadt wenden. Vielleicht lässt sich sowas ja irgendwann in Wohngebieten verbieten.

    Und wer es noch nicht weiß: In der Silvesternacht werden mit der Ballerei etwa 15,5% der Feinstaubmenge erzeugt wie vom Straßenverkehr im ganzen Jahr (s. Homepage Bundesumweltamt).
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  •   betablocker
    (4089 Beiträge)

    01.01.2019 19:06 Uhr
    Doch,
    das hat inzwischen jeder mitbekommen. Allerdings ist das auch völlig wurscht, denn diese Feinstaubhysterie ist die grösste Ente seit den Hitlertagebüchern.
    Was die anderen von dir geschilderten Umstände betrifft kann ich dir nur zustimmen und deinen Ärger absolut verstehen. Ich würd da ausflippen. Allerdings würde ich mein Auto tatsächlich in Sicherheit bringen wenn ich keine Unterstellmöglichkeit hätte. Als ich das noch nicht hatte in der Karlstrasse habe ich, wenn ich denn zuhause war, meine Karre in der Silvesternacht in ein Parkhaus gestellt. Das wars mir wert.
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  •   Icaro2000
    (28 Beiträge)

    01.01.2019 18:00 Uhr
    Wenn es nur der Müll wäre...
    Es scheint zunehmend Leute zu geben die zu Silvester jegliche Hemmungen verlieren
    andere zu belästigen , zu gefährden und zu schädigen.
    Silvester in der Nordstadt war dieses Jahr so schlimm wie noch nie.
    Auf dem Fahrrad fahrend wurde ich aus einem Fenster Kanalweg 91 mit einem Kracher beworfen.
    Später wurde uns ein Kracher direkt vor die Haustüre gelegt.
    Um 24.00 Uhr wurde schließlich von Leuten aus dem Haus gegenüber eine gewaltige Artillerie auf der Strasse aufgebaut, selbstverständlich nicht in der Nähe von deren Autos, sonder hinter Unseren.
    Nachdem der erste Asche und Funkenregen auf unsere Autos niederging konnte ich schließlich die jungen Leute davon überzeugen dass ich mir einen weiteren Beschuss nicht gefallen lassen werde.
    Unsere Autos sind jetzt bedeckt mit Schmauchspuren, Tonstaub und Papierschnipseln.
    Es bleibt zu hoffen dass keine Lackschäden entstanden sind, im Moment sieht es aber sehr danach aus. Unser Garten ist voller Papierfetzen und Raketenteilen, auf dem Dach u
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  •   dramutie
    (1526 Beiträge)

    01.01.2019 17:19 Uhr
    die kosten
    der müllbeseitigung auf den kaufpreis aufschlagen und an die müllbetriebe direkt auszahlen. wenn der blödsinn damit hoffentlich dreimal so teuer wird, erledigt sich das problem von alleine.
    da die illegal gekauften kracher körperteile kosten, ist dieses problem mittelfristig auch gelöst: ohne finger oder hände kann man nix mehr anzünden.
    diese kollektive dummheit geht mir echt auf die nerven.
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  •   Hartz4Bomber
    (619 Beiträge)

    01.01.2019 16:34 Uhr
    Möchte ich wirklich dass die vollgesoffenen Hobby-
    Pyrotechniker ihre evtl. noch glühenden Böllerreste zusammenkehren, und in der nächsten Mülltonne entsorgen? Nicht wirklich, dann bitte lieber liegen lassen.
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  •   Ein_Wanderer
    (334 Beiträge)

    01.01.2019 15:43 Uhr
    Es ist ein Zeichen von Hilflosigkeit
    wenn man die Kommentarfunktion bei solchen Artikeln sperrt, in denen unliebsame Tatsachen ans Licht kommen.

    Einfach nur beschämend.

    So, und jetzt den Kommentar schnell löschen, haha!!
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