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Karlsruhe Wegen städtischer Klage gegen zweite Rheinbrücke: CDU stellt Antrag, Klage zurückzunehmen

Anfang 2018 hat die Stadt Karlsruhe Klage gegen die Pläne zum Bau einer zweiten Rheinbrücke eingereicht. Dieser Einspruch liegt seither beim Verwaltungsgerichtshof in Mannheim. der Grund für die Klage: Eine zweite Brücke würde nur Belastung bringen statt einer Entlastung. Nun fordert die CDU-Fraktion des Gemeinderats, die Klage zurückzunehmen. Ein Antrag wurde bei der Stadt bereits eingereicht.

Wie die CDU in einer Pressemeldung mitteilt, hat die Fraktion einen Antrag an den Karlsruher Gemeinderat gestellt, die Klage gegen die zweite Rheinbrücke zurück zu nehmen. "Angesichts der Verkehrsstauungen vor der Rheinbrücke lässt sich niemandem mehr vermitteln, warum sich die Stadt Karlsruhe noch immer gegen eine zweite Rheinbrücke stemmt. Das gesamte Stadtgebiet ist letztlich betroffen", so die Gemeinderatsfraktion in ihrer Meldung an die Medien. 

Querspange 2. Rheinbrücke
Bild: RP Karlsruhe

Aus ihrer Sicht soll daher der Gemeinderat die Rücknahme der Klage beauftragen, da die Klage frühestens 2020 vor dem Verwaltungsgerichtshof in Mannheim verhandelt wird. "Bis ein Urteil gefällt wird, kann es sich noch in die Jahre ziehen", sagt Fraktionsvorsitzender Tilman Pfannkuch. Würde die Klage zurückgezogen werden, könne man das Planfeststellungsverfahren für die Anbindung an die B36 weiter vorantreiben. 

 

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Die CDU appelliert daher an alle Parteien: "Die anderen Fraktionen im Gemeinderat sollen endlich Vernunft annehmen! Dieses für unsere Stadt und die Region wichtige Projekt weiterhin abzulehnen ist verkehrspolitisch unverantwortlich. Es geht darum, unsere Stadt für die Anforderungen der Mobilität der Zukunft zu rüsten", so Pfannkuch in der Pressemeldung abschließend. 

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Kommentare (45)
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  •   Der_Pendler
    (97 Beiträge)

    15.03.2019 10:53 Uhr
    Realitätsfremd ist...
    ...wer nach wie vor steif und fest behauptet, dass es aus Naturschutzgründen nicht möglich ist 25 KM vor bzw. nach der bestehenden Brücke (also auf einer Strecke von 50 KM) eine weitere zu bauen. Wer meint zu erkennen, dass der Verkehr bei "lediglich" 80.000 Fahrzeugen täglich stagniert, jedoch dabei verdrängt, dass die uralte, 1966 erbaute Brücke für lediglich 33.000 Fahrzeuge konzipiert wurde. Wer für ein 3. Liga Fussballverein ein Station für rund 80 Millionen € saniert/umbaut, des Weiteren eine unnötige U-Strab baut, welche bei aktuell 1.2 Milliarden € (!) liegt (Kosten weiter steigend) und sich auf der anderen Seite aufregt und jammert, dass sich Karlsruhe an den Kosten einer 2. Brücke mit Querverbindungen zur B36 etc. beteiligen soll. Wer die Theorie vertritt, dass weniger Straßen zu weniger Verkehr führt, obwohl gerade aktuell täglich genau das Gegenteil vor und nach der Brückenbaustelle zu beobachten ist! KA: Viel vor aber nichts, wirklich gar nichts dahinter!
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  •   mueck
    (10439 Beiträge)

    18.03.2019 12:28 Uhr
    !
    Niemand jammert, dass sich KA an der Brücke oder Querspange beteiligen muss, denn die ist zu 100% Bundesaufgabe.

    Immer diese 33.000er Mär ...
    Wahrscheinlich gab es damals eine Prognose, die nur 33.000 vorausgesagt hat.
    Trotzdem hat man sie für mehr konzipiert, indem man sie mit 2x2 Spuren angelegt hat. Damit reichte die Brücke von der Konzeption her für etwas weniger als die heutige Verkehrmenge. Mit 2x3 Spuren wäre sie im Regelfall staufrei, wenn die anschließende Südtangente nicht nur 2x2 Spuren hätte ...
    Und natürlich haben die damaligen Ingenieure die Brücke korrekt für Vollbelastung (stehender Stau aus Lkws) berechnet, also für deutlich mehr als den Regelfall. Ob sie dabei auch die damalige Standspur mit gerechnet haben, weiß ich nicht, das müssten spätestens die gemacht haben, die die freigegeben haben. Was man in den 60ern sicher noch nicht gerechnet hat, ist der Umstand, dass die Lkw inzwischen schwerer sein dürfen.
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  •   mueck
    (10439 Beiträge)

    18.03.2019 12:34 Uhr
    !
    Aber die Benutzung des Standstreifens, der dafür nicht unbedingt ausgelegt ist (nur mal unter der Brücke das Konstruktionsprinzip anschauen), und die schwereren Lkws sind ein Problem, daher auch die Forderung aus Umweltkreisen nach einer zukunftsfähigen Ersatzbrücke an gleicher Stelle, wegen der Ausfallsicherheit gleich mit zwei Kästen, so wie man es heute macht, siehe Schiersteiner Brücke (im Bau) und Leverkusener Brücke (in Planung), wo man auch Einkasten- durch Zweikastenbrücken ersetzt mit an heutige Zeiten angepasster Kapazität und Statik.
    Eine solche, auf 2x3 Spuren ausgelegte Brücke für um die 100.000 Fzg/Tag, 25% mehr als heute, am besten gleich für notfalls 2x4 vorbereitet, reicht für KA dicke, plus darauf ausgelegte Zufahrten (Wörther Trog und Kreuz entsprechend ausgebaut mit Lärmschutz, nur dann haben die Wörther Anwohner was davon! auf Karlsruher Seite muss man sehen, was möglich ist ohne Nordtangente).
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  •   -Chris-
    (19 Beiträge)

    11.03.2019 15:06 Uhr
    Da hast du Recht
    Die von dir genannten Schlussfolgerungen sehe ich genauso. Trotzdem meine ich nicht, dass Politiker, welche die Interessen der Karlsruher Bevölkerung vertreten sollten, politischen Selbstmord begehen, wenn sie ihrer Aufgabe nachkommen. Und es ist mit Sicherheit im Interesse der Karlsruher Bürger, wenn sie von dem zunehmenden Fernverkehr entlastet würden. Die Südtangente ist ja keine Tangente mehr sondern geht mitten durch die Stadt. Bei stockendem Verkehr auf der Südtangente sind auch die angrenzenden Wohngebiete extrem belastet, weil hier Ausweichstrecken gesucht werden. Dieses Problem kann eben nur durch eine weiträumige Umfahrung des Stadtgebietes gelöst werden. Oder hast du eine bessere Idee? Gegen etwas sein hilft eben nicht bei der Problemlösung. Man muss schon sinnvolle Alternativen unterstützen.
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  •   schoenix
    (113 Beiträge)

    11.03.2019 10:34 Uhr
    Kurzfristig
    Es kann durchaus sein, das kurzfristig der Verkehr schlimmer wird, langfristig gesehen sinkt er jedoch weil Leute auf andere Strecken und/oder Verkehrsmittel umsteigen und das hat sich auch gerade in der Realität immer wieder gezeigt.
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  •   schoenix
    (113 Beiträge)

    11.03.2019 10:36 Uhr
    Doppelpost
    der Beitrag war als Beitrag zu einem anderen Post gedacht und kann daher weg.
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  •   -Chris-
    (19 Beiträge)

    10.03.2019 17:15 Uhr
    Da hast du Recht
    Die von dir genannten Schlussfolgerungen sehe ich genauso. Trotzdem meine ich nicht, dass Politiker, welche die Interessen der Karlsruher Bevölkerung vertreten sollten, politischen Selbstmord begehen, wenn sie ihrer Aufgabe nachkommen. Und es ist mit Sicherheit im Interesse der Karlsruher Bürger, wenn sie von dem zunehmenden Fernverkehr entlastet würden. Die Südtangente ist ja keine Tangente mehr sondern geht mitten durch die Stadt. Bei stockendem Verkehr auf der Südtangente sind auch die angrenzenden Wohngebiete extrem belastet, weil hier Ausweichstrecken gesucht werden. Dieses Problem kann eben nur durch eine weiträumige Umfahrung des Stadtgebietes gelöst werden. Oder hast du eine bessere Idee? Gegen etwas sein hilft eben nicht bei der Problemlösung. Man muss schon sinnvolle Alternativen unterstützen.
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  •   -Chris-
    (19 Beiträge)

    09.03.2019 22:36 Uhr
    Die 2. Brücke südlich von Karlsruhe mir Anbindung an die A5 wäre optimal
    Eine 2. Brücke südlich von KA mit Anschluss an die A5 wäre natürlich das optimale für alle beteiligten. So könnte der Fernverkehr um den dicht besiedelten Raum herumgeleitet werden. Leider wird eine solche Lösung von keinem Politiker ernsthaft vorangetrieben. Anstelle sich für eine wirklich gute Lösung wie diese stark zu machen wird immer nur verhindert indem nutzlose Alternativen vorgeschlagen werden.
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  •   mueck
    (10439 Beiträge)

    10.03.2019 00:06 Uhr
    !
    "Leider wird eine solche Lösung von keinem Politiker ernsthaft vorangetrieben. "
    ... weil sie naturschutzrechtlich noch unmöglicher ist, durch die Länge noch viel teurer mit noch mehr Betroffenen und verkehrlich noch unnötiger. Da trauen sich allenfalls politiksuizidale Politiker ran ...
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  •   -Chris-
    (19 Beiträge)

    10.03.2019 11:31 Uhr
    Die Brücke an der geplanten Stelle verschlimmert das Verkehrschaos wenn keine Nordtangente gebaut...
    Jedem noch so beschränkten Politiker müsste beim Blick auf die in diesem Artikel abgebildeten Grafiken klar werden, dass die Brücke an dieser Stelle das Verkehrschaos verschlimmern wird, wenn keine Nordtangente gebaut wird (hier wird auch das Teilstück der Nordtangente bis zur B36 nicht ausreichen). Wen sich der Verkehr von dann 5 Spuren auf 2 Spuren pro Fahrtrichtung auf die Südtangente quetschen muss, hat man das perfekte Chaos erzeugt (das wird noch schlimmer als jetzt mit der Baustelle) und wird gezwungen sein die Nordtangente zu bauen. Und das mitten durch eine Großstadt. Ich bezweifle, dass somit weniger Menschen betroffen sein werden als wenn man das Gleiche in relativ gering besiedeltem Raum weiter Südlich machen würde.
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