Karlsruhe Versuchte Tötung? 20-Jähriger am Kronenplatz niedergestochen

Schwere Stich- und Schnittverletzungen hat ein 20 Jahre alter Algerier in der Nacht zum Sonntag am Karlsruher Kronenplatz bei einer Auseinandersetzung unter jungen Männern aus Nordafrika erlitten. Das geht aus einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft und der Polizei hervor.

Ein 34 Jahre alter Landsmann des in ein Krankenhaus eingelieferten Verletzten erlitt leichtere Schnittverletzungen an der Hand, so dass er lediglich ambulant behandelt werden musste.

Schilderungen zu Tathergang völlig unterschiedlich

Unter dringendem Tatverdacht stehen ein 24 Jahre alter Algerier sowie ein 25-jähriger Mann aus Tunesien, die von der Polizei im Rahmen der Sofortfahndung noch im Innenstadtbereich festgenommen wurden. Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe stellt gegen beide Beschuldigte Antrag auf Erlass eines Haftbefehls. Ihre Vorführung vor dem zuständigen Richter ist für Montagnachmittag vorgesehen.

Äußerst schwierig gestalten sich die kriminalpolizeilichen Ermittlungen nach dem genauen Ablauf und den Hintergründen des Geschehens, heißt es in der Mitteilung. So liegen teilweise völlig voneinander abweichende Schilderungen vor.

Nach dem gegenwärtigen Stand der Recherchen waren die beiden später Verletzten kurz vor 3 Uhr auf eine fünfköpfige Männergruppe gestoßen und mit dieser in Streit geraten. Dieser eskalierte in der Folge derart, dass die 24 und 25 Jahre alten Beschuldigten offenbar Messer zogen und dem 20-Jährigen am Oberkörper schwere Verletzungen beibrachten.

Bei dem Versuch, seinem Begleiter zu Hilfe zu kommen, erlitt der 34-Jährige die Verletzung an der Hand. In der aufgeheizten Atmosphäre schritt ansonsten offenbar keiner der Umstehenden ein - nach dem Stand der Dinge ließen die Täter erst von ihrem stark blutenden Opfer ab, als eine Streife des Polizeireviers Marktplatz vorbeikam, heißt es seitens der Polizei.

Mehr Licht ins Dunkel sollen die noch andauernden Ermittlungen bringen - derzeit steht der Verdacht auf ein Versuchtes Tötungsdelikt im Raum. Der Schwerverletzte, der wegen einer Raubtat zur Festnahme ausgeschrieben ist, wurde von der Polizei zunächst rund um die Uhr bewacht. In der Zwischenzeit hat sich der Zustand des Mannes so weit stabilisiert, dass er nach Eröffnung des Haftbefehls in ein Vollzugskrankenhaus verlegt werden soll.

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