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Karlsruhe Verschwundenes Diadem: Diebstahl wurde erst nach einer Woche angezeigt

Anfang Mai wurde bekannt, dass Diebe ein Diadem im Wert von 1,2 Millionen Euro Aus dem Badischen Landesmuseum geklaut haben. Die Ermittler suchen jetzt nach einer Frau, die möglicherweise Hinweise zur Tat geben kann.

Bei den Ermittlungen nach dem Diebstahl des Diadems der Großherzogin Hilda von Baden aus dem Badischen Landesmuseum in Karlsruhe konnte inzwischen die vermutliche Tatzeit auf Freitag, 21. April 2017 eingegrenzt werden. Das berichtet das Landeskriminalamt in einer Pressemeldung. In diesem Zusammenhang suchen die Ermittler des LKA nach einer Zeugin, die für die Ermittlungen bedeutsame Informationen haben könnte.

Bei der in Frage kommenden Zeugin handelt sich um eine 60 bis 70 Jahre alte Frau mit kurzen, grauen Haaren. Die Frau besuchte am Nachmittag des 21. April zusammen mit zwei Kindern, möglicherweise ihren Enkeln, das Badische Landesmuseum und auch den dortigen Thronsaal, aus dem das Diadem gestohlen wurde. Die Zeugin soll auch direkt an der Vitrine mit dem Diadem gestanden und den beiden Kindern etwas erklärt haben. Bei den Kindern handelt es sich um ein 7 bis 8 Jahre altes Mädchen und einen 5 bis 6 Jahre alten Jungen.

Diadem in Karlsruhe gestohlen
Bild: Fotoatelier BLM, Thomas Goldschm

Über wichtige Informationen können auch Museumsbesucher verfügen, die sich am 20. oder 21. April 2017 im Schloss aufgehalten und dort Fotos gemacht haben. Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe und das LKA bitten deshalb diese Personen und die beschriebene Zeugin, sich mit dem LKA, Telefon 0711/5401-3333 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Aktualisierung, 13.51 Uhr:

Wie die Deutsche Presse-Agentur nun berichtet, wurde das Fehlen des Diadems erst nach einer Woche bei der Polizei angezeigt. Die vermutete Tatzeit sei der 21. April, teilten Landeskriminalamt und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Die Polizei war erst am 29. April eingeschaltet worden.

Nach Angaben von Museumsdirektor Eckart Köhne gibt es einen festen Informationsweg, wenn das Fehlen eines Ausstellungsstücks feststellt wird. Es komme auch vor, das ein Objekt etwa zur Reinigung entnommen und ein entsprechender Hinweis vergessen werde. Jetzt werde intern untersucht, warum es mehrere Tage dauerte, bis die zuständige Kuratorin informiert wurde, sagte Köhne. Die Aufsicht hatte das Fehlen bereits am 21. April bemerkt.

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