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Karlsruhe Verkehrssituation in der Waldstraße: Fußgängerzone ist vorerst vom Tisch

Im Bereich rund um die südliche Waldstraße gibt es immer wieder Probleme zwischen Autofahrern und Fußgängern. Die Kraftfahrzeuge vollständig ausschließen will der Interessenverband der südlichen Waldstraße aber auch nicht.

In der südlichen Waldstraße kommt es aufgrund diverser Nutzungsansprüche zu Konflikten: Kraftfahrzeugverkehr, Rad- und Fußgängerverkehr sowie flanierende Menschen treffen auf parkende Autos und Anlieferverkehr, auf parkende Fahrräder, Außenbewirtung und Geschäftsauslagen. Der Planungsausschuss der Stadt Karlsruhe hat sich in der vergangenen Woche mit diesem Thema beschäftigt.

Eine Besserung könne aus Sicht der Stadt nur die Ausweisung des Bereichs zwischen Amalien- und Sophienstraße als Fußgängerzone bringen. Radfahrer und Lieferverkehr könnten von dieser Regelung ausgenommen werden, heißt es in der Pressemeldung weiter. Damit wäre eine Situation geschaffen, wie sie beispielsweise bereits in der Erbprinzenstraße besteht.

Das Problem an der Lösung: Die Interessengemeinschaft südliche Waldstraße (IG) spricht sich eindeutig gegen eine Fußgängerzone aus. Die Geschäftsleute sehen darin eine Einschränkung für Beschäftigte und für ihre Kundschaft. Die IG hatte stattdessen eine Einschränkung des Bewohnerparkens vorgeschlagen. Das sei jedoch nicht zielführend, waren sich Verwaltung und Planungsausschuss einig.

Verstärktes Vorgehen gegen illegales Parken

Weder Planungsausschuss noch Verwaltung wollen die Fußgängerzone zum jetzigen Zeitpunkt gegen den erklärten Willen der IG ausweisen. Als Sofortmaßnahme plädierte der Ausschuss für mehr ordnungsrechtliche Maßnahmen. So sollte noch konsequenter als bisher das Falschparken auf der östlichen Seite der Waldstraße geahndet werden – bis hin zum Abschleppen der Fahrzeuge. In den nahegelegenen Parkhäusern gäbe es ausreichend Kapazitäten und würde in der südlichen Waldstraße wie erlaubt nur einseitig geparkt werden, hätte dies eine deutliche Entlastung der Situation zur Folge.

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Kommentare (14)
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  •   Schattegustl
    (64 Beiträge)

    25.11.2017 11:56 Uhr
    Kontrolle - wo denn?
    Auf parke-nicht-auf-unseren-wegen kann man es sich gut anschauen. Ganz normaler Tag und 6-7 Autos stehen natürlich auf der Ostseite
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  •   Vollbürger
    (8 Beiträge)

    23.11.2017 21:25 Uhr
    Fahrradfahrer
    Man sollte die Waldstraße für Radfahrer aus südlicher Richting sperren.
    Solange alles im Fluss in eine Richtung schwimmt, gibt es auch kein Probleme.
    Unangenehm wird es als Autofahrer, wenn einem eine Radfahrerin mit einem der beliebten Kindertransportanhänger entgegen kommt.
    Auch Rudel von Heranwachsenden, gerne mit Kopfhörern ausgestattet, sind da gefährlich.
    Als Autofahrer ist man da Freiwild.
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  •   rosi
    (296 Beiträge)

    23.11.2017 14:58 Uhr
    Den Fahrradverkehr muss man
    nicht durch diese Straße zwängen, wenn man mit dem Rad (regelrecht) von der Sophien- in die Herrenstraße käme
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  •   betablocker
    (926 Beiträge)

    23.11.2017 16:21 Uhr
    Hirschstrasse
    und Leopoldstrasse gibts auch noch um auf die Amalienstrasse zu kommen...und erstens kommen Radfahrer überall durch und zweitens scheren sie sich ohnehin nicht darum ob das auf der Fahrbahn, dem Radweg oder dem Gehweg ist.
    Also wöllte ich mit dem Rad von der S in die H würde ich die S ganz vorfahren, die K kreuzen (selbstverständlich NICHT an der Ampel, sondern direkt) und schon bin ich in der H. Geht garantiert schneller als durch die W und die A.
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  •   rosi
    (296 Beiträge)

    23.11.2017 17:14 Uhr
    Eben das meinte ich
    Ist aber nicht zulässig, aber wahrscheinlich billiger als über Rot zu fahren.
    Und wenn man absteigt und schiebt, könnte es sogar zulässig sein
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  •   betablocker
    (926 Beiträge)

    23.11.2017 20:43 Uhr
    Natürlich ist
    das zulässig. Anhalten musst du an der K sowieso, die Wahrscheinlichkeit da tagsüber ungestreift drüberzukommen geht gegen Null. Und ob du dann schiebst oder fährst interessiert keinen solange du niemandem zum Bremsen zwingst. Das könntest du direkt vor einem Polizeiauto machen, das würde denen nichtmal ein müdes Lächeln abringen.
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  •   myopinions
    (796 Beiträge)

    23.11.2017 14:33 Uhr
    .........das wäre eine schnuckelige
    kleine Fußgängerzone.

    Warum müssen da Autos fahren? (Lieferverkehr natürlich ausgenommen). Anwohner ok, der Rest hat dort aber nix zu suchen. Es kann doch nicht so schwer sein, dieses Straßenstück dichtzumachen.
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  •   Mondgesicht
    (1593 Beiträge)

    23.11.2017 09:49 Uhr
    Einschränkung für die Kundschaft?
    Na ja, mit dem Argument dürfte es gar keine fußgängerzonen geben. Man muss doch in den Innenstädten nicht zwingend bis auf den letzten Meter an jeden Laden ranfahren können. Und noch viel störender sind die, die gar nicht zu den Geschäften wollen, sondern nur ihre protzigen tiefergelegten Schlitten spazierenfahren, natürlich mit aufgedrehter Musikanlage und Handy am Ohr.
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  •   andip
    (8301 Beiträge)

    23.11.2017 08:26 Uhr
    Ja klar
    "Die Geschäftsleute sehen darin eine Einschränkung für Beschäftigte und für ihre Kundschaft. Die IG hatte stattdessen eine Einschränkung des Bewohnerparkens vorgeschlagen"
    Die Bewohner können ja sehen wo sie bleiben, Hauptsache man kann mit dem Auto bis in den Laden fahren.
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  •   rosi
    (296 Beiträge)

    23.11.2017 14:51 Uhr
    "für Beschäftigte und für Kundschaft"
    heißt auf deutsch: Pakplätze für Chef und Sekretärin. Die Kundschaft findet sowieso keinen Parkplatz, bzw kann ins nahegelegene Parkhaus. Ich weiß auch nicht, wer zum Transport ein Auto braucht. Die Fahrräder kann man als solche bewegen, und die Möbelgeschäfte sind keine Mitnahmemärkte im IKEA Segment...
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