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Karlsruhe Verkehrspolizei-Chef im Interview: Wo kracht es im Karlsruher Straßenverkehr am häufigsten, Herr Plate?

11.314 Mal - so viele Unfälle haben sich im vergangenen Jahr in Karlsruhe ereignet. An drei Kreuzungen hat es mit 42 Mal dabei besonders oft gekracht. Um welche Kreuzungen es sich handelt und was ausgerechnet sie zu den Unfall-Hotspots der Stadt macht - ka-news.de hat mit Martin Plate, Leiter der Verkehrspolizei Karlsruhe, gesprochen.

"Die Hotspots der Verkehrsunfälle im Karlsruher Stadtgebiet sind das Karlstor, die Kreuzung Mathystraße/Beiertheimer Allee und die Kreuzung Erzbergerstraße/Michiganstraße", sagt Martin Plate, Leiter der Verkehrspolizei Karlsruhe, gegenüber ka-news.de.

Karlstor ist Unfall-Spitzenreiter

Das Karlstor ist mit 26 Unfällen im Jahr 2019 trauriger Spitzenreiter. Davon passierten knapp die Hälfte, nämlich zwölf, aufgrund der dortigen Baustelle zur Kombilösung.

Karlstor, Blickrichtung entlang der Karlsstraße.
Karlstor, Blickrichtung entlang der Karlsstraße. | Bild: Carmele/ TMC-Fotografie

Laut Polizeistatistik krachte es an der Mathystraße/Beiertheimer Allee zehn Mal und am Punkt Erzbergerstraße/Michiganstraße gab es sechs Vorfälle. Die  drei häufigsten Unfallursachen waren:

  • Vorfahrtsverletzungen
  • Fehlern beim Abbiegen, Wenden oder Rückwärtsfahren
  • unzureichender Sicherheitsabstand

Autos und Straßenbahnen verursachen die meisten Unfälle

Beteiligt waren an den Unfällen dabei meist Autos, so wie an der Karlstraße. Acht Mal prallten hier laut Polizei zwei Autofahrer zusammen. An der Kreuzung Erzbergerstraße/Michiganstraße waren Autofahrer versus Radfahrer die häufigste Unfall-Konstellation. 

(Symbolbild)
(Symbolbild) | Bild: pixabay.com @ Dennis112

Anders sieht es an der Kreuzung Mathystraße/Beiertheimer Allee aus: Hier waren nach Angabe der Polizei an den meisten Unfällen Straßenbahnen beteiligt. 

Viele Unfälle zur Rushhour 

Zudem spielt laut Polizei das Verkehrsaufkommen eine Rolle. Knapp ein Drittel der Vorfälle passierten zur sogenannten Rushhour - dann, wenn auf den Straßen besonders viel Verkehr herrscht. 15 der 42 Unfälle ereigneten sich demnach zwischen 6 und 9 Uhr sowie 16 und 19 Uhr. 

"Ich wünsche mir von allen Verkehrsteilnehmern, dass sie die Regeln einhalten. Den Menschen muss bewusst werden, dass beispielsweise die Nutzung des Handys im Straßenverkehr gefährlich ist - auch in scheinbar risikoarmen Situationen, wenn man beispielsweise im Stau steht", erklärt Martin Plate im Gespräch mit ka-news.de.

Der Verkehrspolizei-Chef im Video:

ka-news.de-Hintergrund

2018 kamen noch sieben Menschen im Karlsruher Stadtkreis ums Leben, im vergangenen Jahr 2019 waren es nur noch sechs. Auch die Zahl der Verletzten ist von 1.428 auf 1.381 gesunken. Insgesamt krachte es in der Stadt Karlsruhe 11.314, etwas mehr als noch im Vorjahr (11.093).  
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  •   Berty87
    (799 Beiträge)

    18.03.2020 11:41 Uhr
    Ich
    Hätte jetzt auf die A5 bei Bruchsal getippt
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  •   VielVorNixDahinter
    (292 Beiträge)

    18.03.2020 06:51 Uhr
    Das wichtigste immer zuerst
    Nächstes Jahr um diese Zeit lesen wir dann hier, wo in Karlsruhe die Infektionsschwerpunkte waren. Dann, wenn es keinem mehr nützt.
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