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Pfinztal Verfolgungsjagd über A5: Polizei nimmt zwei junge Männer fest

Am Dienstag wurden zwei junge Männer nach einer Verfolgungsjagd festgenommen. Die beiden flüchteten zunächst über die A5, bevor sie auf der B10 bei Grötzingen gestoppt werden konnten. Sie waren der Polizei aufgefallen, weil sie mit einem ungültigen Kennzeichen unterwegs waren.

Gegen 11.30 Uhr wurde eine Polizeistreife beim Walldorfer Kreuz auf einen Kleinwagen aufmerksam, der ohne gültiges Kennzeichen in Richtung Karlsruhe unterwegs war. Nachdem die Polizisten den mit zwei jungen Männern besetzten Wagen im dichten Verkehr zunächst aus den Augen verloren hatten, konnten sie kurz nach der Ausfahrt zur Tank-und-Rastanlage Bruchsal wieder zu ihm aufschließen.

"Allerdings reagierte der Fahrer auf die Haltezeichen der Polizisten mit einem Tritt aufs Gaspedal," so die Polizei. Nach einigen Kilometern konnte die Streife laut Polizei allerdings überholen und versuchten die Männer erneut zu stoppen. Nachdem er scheinbar auf die Zeichen reagiert hatte, zog der am Steuer sitzende 20-Jährige aber vorbei und wechselte bei einem Tempo von bis zu 150 km/h ständig die Fahrspuren.

An der Anschlussstelle Karlsruhe-Nord verließ er laut Polizei die Autobahn und prallte im Ausfahrtsbereich zur B10 infolge überhöhter Geschwindigkeit gegen die Leitplanken. "Trotz eines Schadens von über 2.000 Euro fuhr er aber mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Pfinztal weiter. Schließlich gelang es den Polizisten, den Wagen kurz nach dem Grötzinger Tunnel anzuhalten und beide Insassen festzunehmen," berichtet die Polizei weiter. Hiergegen leistete der 19-jährige Beifahrer noch Widerstand, was ihm aber letzten Endes nichts nutzte.

Drogenkonsum und kein Führerschein

Wie sich herausstellte, stand der 20-Jährige nach Angaben der Polizei unter Drogeneinfluss. Außerdem besitzt er keinen Führerschein. "Im Fahrzeug wie auch bei seinem Beifahrer konnten geringe Mengen an Betäubungsmitteln sichergestellt werden," so die Polizei. Die am Auto angebrachten entstempelten Kennzeichen gehörten gar nicht zum Fahrzeug.

Da laut Polizei bislang auch die Eigentumsverhältnisse des älteren Kleinwagens nicht zu klären waren, wurde das Auto fürs Erste beschlagnahmt. Letztlich war der 19-Jährige zur Verbüßung einer wegen Wohnungseinbruchsdiebstahls verhängten Restfreiheitsstrafe von einem Jahr zur Festnahme ausgeschrieben.

Streifzug durch das Strafgesetzbuch

"Die Bandbreite der an die Staatsanwaltschaft vorzulegenden Anzeigen gegen die Beschuldigten liest sich wie ein Streifzug durch das Strafgesetzbuch: Fahren ohne Fahrerlaubnis, Gefährdung des Straßenverkehrs, unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, Kennzeichenmissbrauch, Urkundenfälschung, Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz, die Abgabenordnung und das Betäubungsmittelgesetz und letztlich auch Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte," berichtet die Polizei. Während der 20-Jährige nach Abschluss der erforderlichen Feststellungen wieder auf freien Fuß kommt, wird sein Beifahrer zur Verbüßung der Haft noch am Dienstag in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

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Kommentare (9)
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  •   LJ_Skinny
    (161 Beiträge)

    28.09.2017 14:00 Uhr
    Keine Mildernde Umstände
    Ich hoffe doch, dass diese unsäglichen mildernde Umstände bald mal aufhören.

    Dicke fette Strafe. Gehört allerdings auch für alle anderen Chaoten die man täglich auf der A5 so sieht. Es ist ein Arbeitsweg für viele und ich möchte nicht von solchen Leuten in Gefahr gebracht werden...
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  •   Normalbuerger
    (172 Beiträge)

    26.09.2017 19:49 Uhr
    Armes
    Deutschland.
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  •   Mammut
    (575 Beiträge)

    26.09.2017 19:32 Uhr
    Wo ist eigentlich der Marlon geblieben?
    Der kann sicher beweisen, dass das ohne Drogen noch viel schlimmer ausgegangen wäre!
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  •   Fizzy_Bubblech
    (386 Beiträge)

    26.09.2017 20:54 Uhr
    Marlon
    weilt definitiv noch unter uns...
    Wie ein Furunkel..., einmal da...
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  •   Great_KA
    (31 Beiträge)

    26.09.2017 18:44 Uhr
    Großes Lob
    an unsere Polizei.
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  •   Route66
    (859 Beiträge)

    26.09.2017 18:36 Uhr
    Vollidioten
    Nehmen in Kauf daß bei so einer Verfolgungsjagd andere Menschen verletzt oder getötet werden. Der 20jährige gehört auch eingesperrt. Da kann er dann gleich seinen Entzug machen und mal drüber nachdenken.
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  •   betablocker
    (936 Beiträge)

    26.09.2017 21:14 Uhr
    Er wird
    hoffentlich auch eingesperrt. Hier sollte man keine Unterschiede zwischen Fahrer und Beifahrer machen.

    Problem: Latente Gefahr der Wiederholung. Wenn man wüsste wieviele ohne Führerschein rumfahren...obwohl es auch bei vielen die einen haben angst und bange werden kann.
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  •   Route66
    (859 Beiträge)

    26.09.2017 21:44 Uhr
    Da denke ich sofort
    an den Idioten bei Rüsselsheim, Transporter im Stau wenden und auf der Autobahn als Geisterfahrer unterwegs. 3 Tote und wieviel Verletzte? Unfassbar. Und man kann sich nicht schützen vor diesen .....
    Hatte heute morgen wieder ein nettes Fahrschulerlebnis: Fahrschulauto ganz links, zieht dann mal eben ganz rechts rüber in die Ausfahrt. Sehr nett so was. Zwei junge Kerle drin, einer davon der coole Fahrlehrer. Da kommt noch was auf uns zu.
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  •   betablocker
    (936 Beiträge)

    27.09.2017 22:16 Uhr
    Selbst erlebt
    In der Nacht vom 2. auf den 3. Oktober 1990. Nach dem feierlichen Akt im TV entschlossen wir uns spontan nach Berlin zu fahren. Sofort los. Und irgendwo im Osten waren Lücken in der Leitplanke, vor mir ein polnischer Transporter. Auf einmal geht der voll auf die Bremse und wendet in der Lücke. Ich konnte nur knapp einen Unfall verhindern, wir sassen zu fünft im Auto.
    Dann hörte ich das von Rüsselsheim im Radio und dachte: Bestimmt ein Pole. Sekunden später sagt es der Sprecher...

    Und bevor jetzt einer sagt ich sei schuld gewesen, weil mein Abstand zu gering war: Wir fuhren beide rechts. Als der bremste (ich wusste ja nicht warum) zog ich nach links um vorbeizufahren. Und dann dreht der und steht mir quer vor dem Kühler...ich war schon halb zur Tür draussen, aber der ist einfach weitergefahren. Sein Glück, den Tag hätte er nie vergessen...
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