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Karlsruhe VBK und Polizei setzen gemeinsame Schwerpunktkontrollen fort

Die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) und die Polizei Karlsruhe haben am Freitagabend erneut eine gemeinsame Schwerpunktkontrolle im Stadtbahnverkehr im Karlsruher Stadtgebiet durchgeführt, darüber informiert die Polizei in einer Pressemitteilung.

Bei der Aktion waren über 20 Polizeibeamte und mehr als 30 Fahrscheinprüfer im Einsatz. Ziel der Zusammenarbeit war, das subjektive Sicherheitsgefühl der Fahrgäste zu stärken und Straftaten zu verhindern. Bereits am 31. März hatten VBK und Polizei eine solche Kontrollmaßnahme erfolgreich umgesetzt.

Räumlicher Schwerpunkt der Aktion war diesmal der Innenstadtbereich zwischen Europaplatz, Hauptbahnhof und Kronenplatz. "Wir sind mit dem Verlauf der Kontrolle auch dieses Mal zufrieden. Der präventive und repressive Konzeptansatz hat sich bewährt, zahlreiche Straftaten konnten durch das schnelle und besonnene Einschreiten der zivilen und uniformierten Kräfte verhindert, bzw. mehrere Straftäter festgenommen werden", so Rolf Geckle, Einsatzleiter der Polizei.

Hohes Maß an Aggressivität

In unerwartet hohem und erschreckendem Maße war diesmal alkohol- und rauschgiftbedingte Aggressivität gegenüber den Einsatzkräften und Mitarbeitern der VBK feststellbar. Insgesamt mussten sich zwei Einsatzkräfte und zwei Fahrausweisprüfer nach Angriffen in ärztliche Behandlung begeben. Im Bereich Marktplatz wurden vier Männer, die alle ohne Fahrschein in der Bahn saßen, einer Fahrscheinkontrolle unterzogen.

An der Haltestelle versuchten dann die Männer aus der Bahn zu flüchten. Bei dem Versuch einen der Männer festzuhalten, versetzte dieser dem Fahrausweisprüfer einen heftigen Schlag gegen den Kopf. Der Verletzte musste in eine Klinik verbracht werden. Alle vier Beschuldigten konnten festgenommen werden.

Fahrausweisprüfer wurde gebissen

Im Rahmen der Kontrolle von drei auffälligen Männern im Bereich Kronenplatz wurde ein Fahrausweisprüfer in den Arm gebissen. Zunächst konnten alle drei bei der Kontrolle keinen Fahrschein vorweisen. An der Haltestelle versuchten sie die Bahn zu verlassen. Ein Mann konnte festgehalten werden und biss daraufhin den Mitarbeiter der VBK in den Arm. Ein zweiter griff bei seiner Flucht einen Polizeibeamten an und verletzte ihn. Zwei Beschuldigte konnten festgenommen werden, der dritte Täter konnte flüchten.

Acht Delikte gegen das Betäubungsmittelgesetz

Auf dem Europaplatz wurden zwei junge Männer von Einsatzkräften kontrolliert. Bei der Kontrolle versetzte ein Beschuldigter einer Polizistin plötzlich einen heftigen Schlag, sodass sie zu Boden stürzte. Er wurde festgenommen. Der zweite Mann flüchtete, konnte aber ebenfalls festgenommen werden. Wie sich herausstellte hatten beide Rauschgift bei sich. Weiterhin wurden gestern Abend unter anderem acht Delikte gegen das Betäubungsmittelgesetz und fünf ausländerrechtliche Verstöße festgestellt. Zudem schritten die Einsatzkräfte wegen Körperverletzungen, Beleidigungen oder Verstößen gegen den Jugendschutz ein.

Zwei 13-Jährige mussten um 02.30 Uhr in Gewahrsam genommen und ihren Eltern überstellt werden. Die Fahrausweisprüfer der VBK fertigten während der Schwerpunktkontrolle insgesamt 244 Anzeigen wegen des Erschleichens von Leistungen. Wie schon im März lag das Augenmerk der VBK bei der rund siebenstündigen Schwerpunktkontrolle, die um 21 Uhr begann und bis 4 Uhr am Samstagmorgen andauerte, auch dieses Mal darauf, das so genannte Erschleichen von Leistungen aufzudecken und zu ahnden.

"Fahren ohne Fahrausweis ist eine Straftat"

"Das Fahren ohne Fahrausweis ist kein Kavaliersdelikt oder ein revolutionärer Akt im Kleinen, sondern gemäß Strafgesetzbuch eine Straftat, die zu Lasten der Allgemeinheit geht. Denn für die fehlenden Ticketeinnahmen der kommunalen Verkehrsbetriebe muss der Steuerzahler einspringen, also auch der Bürger, der die öffentlichen Nahverkehrsmittel vielleicht niemals nutzt", macht Mary Joyce, Leiterin des VBK-Fahrausweisprüfdienstes, deutlich.

Um eine Beeinträchtigung des Fahrplantaktes zu vermeiden, wurden im Innenstadtbereich Standposten eingerichtet, an denen Fahrgäste ohne gültiges Ticket gebeten wurden, die Bahnen zu verlassen um ihre Personalien aufnehmen zu können. Auch zukünftig wollen Polizei und VBK weitere gemeinsame Schwerpunktkontrollen durchführen.

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Kommentare (23)
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  •   KlausKalle
    (215 Beiträge)

    31.07.2017 09:21 Uhr
    Natürlich
    "Das Fahren ohne Fahrausweis ist kein Kavaliersdelikt". Finde ich schon. Bisher wurde ich in einem Jahr einmal erwischt. 60€ -> Verfahren eingestellt. Billiger als eine Jahreskarte.
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  •   Dorlacher
    (20 Beiträge)

    31.07.2017 08:52 Uhr
    Gehts noch...?
    Nun wollen wir die Kirche doch mal im Dorf lassen.
    Was ist denn eigentlich passiert? oder besser die Frage, was wäre denn passiert, wenn nichts passiert wäre? Sprich, wenn es keine Kontrollaktion gegeben hätte?
    Dann hätte keiner, aber wirklich keiner erfahren, dass es in dieser Nacht mindestens 240 "Schwarzfahrten" gegeben hätte. Keiner hätte mitbekommen, dass irgendjemand etwas Rauschgift in den Hosentaschen gehabt hätte. Und die 2 Jugendlichen wären wohl jetzt immer noch unterwegs.
    Alles keine Bagatellen oder gleichzusetzten mit Parkverstöße. Keine Frage.
    Aber tut sich nicht eine ganz andere Frage auf? Ist es normal, dass über 20 Polizisten sich die ganze Nacht als Fahrscheinprüfer beschäftigen? Ich sage hierzu ein klares NEIN.
    Es ist und kann nicht Aufgabe der Polizei sein, den Verkehsbetrieben ihre eigentlich ganz eigene Aufgabe abzunehmen, bzw. diese zu unterstützen und Fahrscheine zu überprüfen. Ich denke, wenn jemand ohne Fahrschein fährt ht das im allgemeinen nichts mit einem
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  •   Dorlacher
    (20 Beiträge)

    31.07.2017 09:00 Uhr
    Gehts noch...?
    verminderten auch subjektiven Sicherheitsgefühl zu tun. Wenn wir aber immerzu von Raubüberfällen auf Straßen und Plätzen hören, dann schon. Während die einen in Straßenbahnen fahren und Fahrscheine kontrollieren, fühlen sich die anderen auf Karlsruhes Straßen nicht mehr sicher.
    Ich meine, da ist die Karlsruher Polizeiführung doch deutlich über das eigentliche Ziel hinausgeschossen, oder vielmehr hat sie doch das eigentliche Ziel deutlich verpasst, bzw sich als Fahrscheinprüfer wohl ein völlig neues Betätigungsfeld gesucht und offensichtlich auch gefunden.
    Wünschenswert wäre doch vielmehr die Beamtinnen und Beamten durch die dunklen Straßen Karlsruhes patroullieren zu lassen und dort Präsens zu zeigen, wo dies erforderlich ist.
    Und wer sonst als die Polizei, weiß dies besser.
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  •   ckckck
    (420 Beiträge)

    31.07.2017 07:42 Uhr
    unglaublich
    Bei jedem dieser Schwerpunktkontrollen werden zumindest in meinen Augen so viele Straftäter überführt. Mal davon abgesehen, das ich es nicht verstehen kann, das so viele Verletzungen wieder aufgetreten sind, man muss doch absolut damit rechnen, das so was passiert, vielleicht sollte man mal die eine Hand am CS Gas lassen...

    Wen die verantwortlichen Politiker bei solchen Umständen immer noch wegschauen und die brisante Lage in Karlsruhe und anderenorts nicht wahrhaben wollen, dann wird es wirklich Zeit für die Absetzung derer.

    Man kann hier einfach nicht mehr ohne eine Bewaffnung und sei es nur Hundeabwehrspray durch Karlsruhe laufen, vor allem nicht abends und Nachts.

    Wann wird endlich was unternommen?
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  •   albern
    (204 Beiträge)

    31.07.2017 13:18 Uhr
    CS-Gas *in* einer Bahn?
    wer so etwas auch nur andeutungsweise ernst meinen könnte, der hat wohl ein paar starke Medikamente zu nehmen vergessen.
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  •   Peacemaker
    (330 Beiträge)

    31.07.2017 02:43 Uhr
    Das sind ja Zustände.
    Wie in einem Alptraum. Besteht eigentlich Hoffnung, dass es wieder besser wird?
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  •   Kultiplex
    (117 Beiträge)

    30.07.2017 21:08 Uhr
    Aber, aber
    +++ Das Posting verstößt gegen unsere AGB und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   Suedweschter
    (221 Beiträge)

    30.07.2017 17:37 Uhr
    Das subjektive Unsicherheitsgefühl
    verwandelt sich bei jedem, der diesen Bericht liest, in ein objektives. Die Stadt ist voller dealender und konsumierender Männer, die fast zu 100% internationaler Herkunft und fast immer gewaltbereit sind.

    Rauschgift und Prostitution sind Erwerbsquellen, die für viele dieser Leute die einzige ist. Neben Kindergeld, klar. Germany is verrrrrry welcoming! :D
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  •   Mondgesicht
    (1585 Beiträge)

    30.07.2017 10:55 Uhr
    Im sicheren Karlsruhe
    zu später Stunde noch Bahn fahren?
    Nein danke. Es ist erschreckend, welches Gewaltpotential da unterwegs ist.

    Anstelle von oder ergänzend zu Zehn-Punkte-Antirassismusplänen sollte die Stadt endlich Geld und Manpower in die Sicherheit der Bürger investieren. Jeder sieht das Elend, aber die Kommunalpolitik - bis auf wenige Ausnahmen - verschließt die Augen.
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  •   Ozeiger
    (1459 Beiträge)

    30.07.2017 16:21 Uhr
    Zehn Punkte
    Anti Rassismus Plan, allein sich so einen Namen auszudenken, da weisst du doch schon wieder mit wem du es zu tun hast. Wahrscheinlich haben sie noch einen 100-stündigen Stuhlkreis gebraucht um sich auf diese knallige Bezeichnung zu verständigen.

    In der Zeit machen die KSC Allstars 60 Benefizspiele und dann ist wenigstens was GEMACHT und nicht nur schwadroniert.
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