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Karlsruhe Urban Gardening in Karlsruhe: Stadt verzögert Freigabe neuer Flächen

Ein Gemüsebeet auf dem Dach oder ein Kräutergarten im Stadtpark - "Urban Gardening" wird auch in Karlsruhe immer beliebter. Dennoch gibt es laut Stadtrat Jürgen Wenzel von den Freien Wählern (FW) seitens der Stadt kaum Angebote. Woran liegt das?

Der Otto-Dullenkopf-Park am Schloss Gottesaue und die Hildapromenade machen es vor: Urban Gardening ist auch in der Fächerstadt angekommen - jedoch nur punktuell. Karlsruher Bürger bemängeln, bisher kein einheitliches Konzept erkennen zu können. Das findet auch Stadtrat Jürgen Wenzel. "Karlsruhe hat immer noch viele ökologisch wenig sinnvoll genutzte Rasenflächen. Wäre es nicht an der Zeit, diese zu vernetzen und über Patenschaften sowie einem 'Urban Gardening Konzept' in die Verantwortung der Bürger dieser Stadt zu geben?", will er von der Stadtverwaltung wissen. 

Vergangene Projekte durchaus erfolgreich 

Der Stellungnahme der Stadt zufolge habe es in der Vergangenheit bereits unterschiedliche Anläufe zum Thema Urban Gardening in Karlsruhe gegeben. Im Rahmen des Förderprogramms "Grüne Höfe, Dächer und Fassaden" hätten beispielsweise seit 1982 rund 350 Begrünungsmaßnahmen im Bereich des privaten Wohnumfeldes durch Beratung und finanzielle Förderung unterstützt werden können. "Es wurden 39 Hektar Hoffläche und 6.000 Quadratmeter Dachfläche ökologisch aufgewertet und damit ein erheblicher Beitrag zur Verbesserung der Wohnqualität in den dichtbebauten Stadtgebieten geleistet", erklärte die Stadtverwaltung. 

Wer gärtnern möchte, aber über keinen privaten Freiraum verfügt, kann auch auf einen Kleingarten zurückgreifen, denn "Karlsruhe verfügt über ein reiches Kleingartenwesen", weiß die Stadt. Das wohl bekannteste Beispiel sind aber die Fächergärtner. Seit dem Frühjahr 2013 kümmern sie sich um die Bepflanzung und Pflege des Gemeinschaftsgartens im Marstallgarten am Schloss Gottesaue

Bürokratie verhindert Freigabe neuer Flächen

Warum gibt es dennoch keine neuen Projekte? "Die Bereitstellung weiterer Flächen ist prinzipiell vorstellbar", erklärt die Stadtverwaltung auf die Anfrage von Jürgen Wenzel. Bis es allerdings so weit kommt, müssen Antragsteller eine Reihe behördlicher Anforderungen erfüllen. So wird seitens des Gartenbauamtes beispielsweise die Bildung von "Interessensgemeinschaften mit verantwortlichen Ansprechpartnern" verlangt.

Flächenvorschläge seien darüber hinaus immer im Einzelfall zu prüfen. "Unterschiedliche Belange, Anforderungen und Rahmenbedingungen sind dabei zu berücksichtigen", so die Stadt. Wer eine Flächenanfrage stellt, muss sich zudem grundsätzlichen Fragen nach den Rechten, Pflichten, Risiken, der Haftung sowie der Sicherheit stellen. Diese Maßnahmen blieben nicht ohne Folgen: "Zuletzt konnten daher keine neuen Flächen für Urban Gardening seitens des Gartenbauamts zur Verfügung gestellt werden", erläutert die Stadt Karlsruhe. "Die Stadtverwaltung arbeitet bereits an der Klärung dieser Fragen." 

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  •   andip
    (9915 Beiträge)

    10.07.2018 12:07 Uhr
    Nun ja
    Wer seinen privaten Hinterhof oder Dach begrünen möchte, der soll das gerne tun, aber wozu braucht der die Stadt?
    Bei den Kleingärten ist das Problem, dass alle besetzt sind und man erst nach langer Wartezeit einen bekommt.
    An welchen öffentlichen Orten soll überhaupt ein Garten entstehen, den dann eine Interessengemeinschaft beackern kann?
    Und wie schon erwähnt, gibt es überhaupt Interessenten?
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  •   BadenBerti
    (26 Beiträge)

    10.07.2018 06:53 Uhr
    Lückenhaft
    Ist der Artikel nicht etwas Lückenhaft und die Überschrift irreführend? Es wird nirgends erwähnt ob und wieviel Bedarf nach Orten für "Urban Gradening" überhaupt besteht.
    Die Anforderung, dass "Interessensgemeinschaften mit verantwortlichen Ansprechpartnern" verlangt werden, scheint mir recht gering. Daran werden doch nicht so viele Bürger scheitern!?
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  •   ALFPFIN
    (6886 Beiträge)

    09.07.2018 18:23 Uhr
    Ich gehe jetzt noch runter
    in den Garten urban (städtisch) gelegen, klar in Karlsruh hinnerm Haus grinsen beschäftige mich mit gardening (man könnte auch sagen, ich arbeit noch e bissle im Garte). grinsen Nachdem wieder eine heatwave, (man könnt auch sage Hitzewelle) wettermäßig gerade umgeht, muss ich auch noch gieße. Es sieht mir fast so aus, als käme da noch ein thunderstorm, also bei Gewitter mache ich nicht so gerne gardening, ...dann hör ich halt uff. grinsen
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  •   betablocker
    (4089 Beiträge)

    09.07.2018 22:45 Uhr
    Du machst
    es richtig. Man muss auch mal ein life haben und das ordentlich enjoyen. grinsen
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  •   bier2
    (884 Beiträge)

    09.07.2018 18:38 Uhr
    Also ich betreibe auch einen urbanen
    Garten and we are doing a Grillerei at the moment während der Rasen ist watering bei an explosion. Sitting in the Grün und and eating is a gude Sache. Zum Glück hammer auch beverage gut cooled aus der Griffe.
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  •   Hüttenkäse
    (421 Beiträge)

    10.07.2018 12:36 Uhr
    Don't tell fairy tales out of your not urban district.
    The most important "urban gardening" in Rüppurr surrounding is the green stripe on the Autobahn. zwinkern
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  •   karlsruher1955
    (1195 Beiträge)

    09.07.2018 17:37 Uhr
    Urban Gardening
    Es wird Zeit, daß die Stadtverantwortlichen sich endlich wieder der deutschen Sprache befleissigen. Von ausländischen Mitbürgern erwarten sie dies auch.
    Wir leben in Deutschland also sollten sie gefälligst auch Deutsch sprechen.
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  •   mueck
    (11094 Beiträge)

    09.07.2018 19:04 Uhr
    !
    Da die Initiative beim Urban Gardening nicht von der Stadt ausgeht, sondern vom gemeinen Volk, entstanden als Guerilla Gardening, dann als urbaner Gartenbau "zivilisiert", hat die Stadt hier nicht die Benennungshoheit.
    Und wenn wie hier ein Stadtrat nach Urban Gardening fragt, dann auch nicht.
    Einige urbane Gartenbauer hierzustadt hören übrigens auf einen schönen deutschen Namen: "Fächergärtner"
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  •   Rundbau-Gespenst
    (11531 Beiträge)

    09.07.2018 17:11 Uhr
    wer ist Urban Gardening?
    wo arbeitet er oder welche Funktion hat er?
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  •   uffmugger
    (347 Beiträge)

    10.07.2018 11:34 Uhr
    wer ist
    wieder ein Neuer beim KSC
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