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Karlsruhe Umzug neben Kleingärtner: Sportanlage macht Platz für Karlsruher Wandel

Die Sportanlage der ESG Frankonia wird in den kommenden Monaten von der Durlacher Allee an die Stuttgarter Straße verlagert. In der Karlsruher Südstadt beginnen dafür jetzt die vorbereitenden Bauarbeiten. Was auf dem neu erworbenen Gelände der Stadt in der Durlacher Allee entstehen soll, steht allerdings noch nicht konkret fest.

Der Karlsruher Freizeitsportverein ESG Frankonia zieht um: Insgesamt sollen sämtliche Abteilungen der Sportgemeinschaft auf den östlichen Teil der Kleingartenanlage an der Stuttgarter Straße verlagert werden. Im westlichen Teil des Geländes seien weiterhin Kleingärten geplant. Konkret bedeutet das: Die Fläche soll zwischen der ESG und den als Kleingartenanlagen gesicherten Gartenparzellen aufgeteilt werden.

Die Stadt verspricht in einer Pressemitteilung: "Durch eine Neuordnung der Parzellen sollen möglichst viele Pächter wieder zu einem neuen Garten kommen, gleichzeitig sollen sinnvolle Parzellengrößen und -zuschnitte entstehen." Das künftige Areal für Tennis, Kampfsport und Co., deren Umsetzung nach Angaben der Stadt in drei Bauabschnitten erfolgt, soll die Schrebergärten also nicht komplett verdrängen.

Durlacher Allee wird weiter entwickelt

Doch warum muss der Sportverein in die Karlsruher Südstadt ziehen? Der Gemeinderat hatte im November 2017 beschlossen, die Sportfläche an der Durlacher Allee im Dezember 2017 für etwa zwei Millionen Euro zu kaufen, damit der Stadteingang - inklusive der derzeitigen Sportanlage der ESG - städtebaulich weiter entwickelt werden kann.

Was genau dort passiert, kann Stadt-Pressesprecher Bernd Wnuck gegenüber ka-news noch nicht sagen. Es gebe noch keine konkreten Planungen für das Gebiet. Der Kauf und die Verlagerung seien zunächst vorbereitende Schritte um das Gebiet weiter zu entwickeln.

Neues Gebiet mit neuer Bahn-Trasse?

Eine Richtung gibt dabei das "Räumliche Leitbild" an. Darin wird festgehalten, wie und wo sich die Stadt in den kommenden 20 Jahren weiterentwickeln möchte. Neben groben Eckpfeilern zur Orientierung werden darin auch konkrete Projekte benannt. Dazu gehört unter anderem eine Verlagerung des Messplatzes und des Containerterminals, Benennung von neuen Wohnquartieren oder der Ausbau von Sportflächen.

Ein Teil des Leitbilds stellt auch das Areal rings um die ESG Frankonia, also auch die Kleingartenanlagen dar. Erste Planungen sehen dort eine Bebauung vor, welche "den Stadteingang inszeniert", ein neues Quartier vorsieht und die Freiräume stärkt. Daher soll beispielsweise eine Verbindung zum Otto-Dullenkopf-Park geschaffen werden, durch den dann eventuell sogar eine Bahn-Trasse führt.

Doch die Verlagerung soll nicht nur der Stadtentwicklung dienen. Dadurch könne der Verein seine Sportanlagen an einer Stelle bündeln. Auf ka-news-Anfrage wollte der Verein sich zum Umzug nicht gleich äußern - hat aber Informationen in einem späteren Gespräch mit der Redaktion angekündigt.

Plangrund­la­gen (Stadtplan, Luftbild)
Im östlichen Teil des markierten Feldes soll der Sportpark der ESG Frankonia entstehen. | Bild: Stadt Karlsruhe, Liegen­schaft­samt

Vorbereitungen in der Stuttgarter Straße starten

Der erste Schritt in der Entwicklung des gesamten Bereichs soll nun am heutigen Montag beginnen. Für diesen Tag kündigt die Stadt erste Vorbereitungen für die Umsiedlung an. Im Bereich der Stuttgarter Straße sollen Bäume und Büsche gefällt werden. Diese Rodungsarbeiten müssen laut Stadt aufgrund des zeitlichen Fäll- und Rodeverbots noch bis Ende Februar durchgeführt werden. In diesem Rahmen sollen dann auch schon die ersten Kleingarten-Parzellen abgerissen werden.

Mehr zum Thema "Räumliches Leitbild Karlsruhe" gibt es demnächst in einem eigenen Themen-Paket!

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  •   Greif
    (1516 Beiträge)

    29.01.2018 13:09 Uhr
    Keiner...
    Zitat von Karlsruher1955 Welcher Bauherr gibt Millionen Euro aus, ohne sich vorher Gedanken und Planungen anzustellen ?

    aber alle erwarten sie, dass die Stadt das macht, damit bebaubare Grundstücke da sind zwinkern

    Und genau darum geht es hier.
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  •   haku
    (4168 Beiträge)

    29.01.2018 08:40 Uhr
    Es geht hier um mittel- und langfristige Planung
    Gebietsordnung, Raumordnung. Da ist es völlig normal, erst einmal Grundstücke zu erwerben. Wenn man damit erst anfangen wollte, wenn konkrete Baupläne vorliegen, wäre das arg unpraktisch. Forumsschlaumeier würden natürlich nichts tun, bis jemand etwas bauen will und der sich dann wundert, dass er mindestens fünf Jahre warten soll, bis alle Verträge über Verlagerung, Kündigung, Verkauf, Erwerb etc unter Dach & Fach sind...
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  •   vielvornichtsdahinter
    (1140 Beiträge)

    29.01.2018 07:46 Uhr
    Der Karlsruher
    "Gemeinde"rat natürlich.
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