Karlsruhe Überfall auf Geldtransporter: "Falsche Polizisten" waren nur ausgedacht - Fahrer und Beifahrer selbst sind tatverdächtig

Die Kriminalpolizei Karlsruhe konnte den Fall des überfallenen Geldtransporters lösen: Der Fahrer und Beifahrer des Transporters hatten den Überfall nur vorgetäuscht und den Beamten eine Geschichte von "falschen Polizisten" aufgetischt, die den Transporter angeblich überfallen hätten. Ein Großteil der Beute konnte sichergestellt werden.

Nach dem vermeintlichen Überfall auf einen Geldtransporter am Nachmittag des 22. Juli konnte die Polizei zwei Tatverdächtige festnehmen. Beamte der beim Fachdezernat der Kriminalpolizei eingerichteten Ermittlungsgruppe "Schleuse" kamen nach intensiven Ermittlungen dem 36-jährigen Fahrer des Geldtransporters und seinem 30-jähriger Beifahrer auf die Spur.

Beide Männer wurden am Mittwoch festgenommen und auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe einem Richter vorgeführt, der Haftbefehl erließ. Ein Großteil der Beute - sowohl Bargeld als auch Goldwerte - konnte sichergestellt werden. Darüber hinaus wurden bei Durchsuchungsmaßnahmen neu angeschaffte hochwertige Gegenstände, wie E-Bikes, Schmuck, Uhren und Fernseher aufgefunden.

Der 36-Jährige hat bereits ein Geständnis abgelegt und eingeräumt, dass das Raubgeschehen lediglich vorgetäuscht war. Die Mitarbeiter des Sicherheitsunternehmens hatten am Tattag angegeben, sie seien auf der Autobahn 5 von einem zivilen Polizeifahrzeug angehalten worden. Zwei Personen, die sich als Polizisten ausgegeben hätten, hätten sie dann mit Schusswaffen bedroht und aufgefordert, Geld herauszugeben.

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