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Karlsruhe Über eine Milliarde: Wie die Kombilösung seit Baustart immer teurer wurde

Jetzt ist die Milliarden-Grenze geknackt worden: Oberbürgermeister Frank Mentrup bestätigte am Freitag entsprechende Medienberichten. Dort hieß es, dass die Kosten für die Kombilösung diese Grenze inzwischen durchbrochen haben. Über 100 Millionen Euro sollen die Kombi-Arbeiten zugelegt haben - nicht die erste Kostensteigerung, wie ein Blick in die vergangenen Jahre zeigt.

Rund 500 Millionen Euro: So teuer sollte die Karlsruher Kombilösung werden, heiß es beim Baustart 2010. Seither haben die Bauherren des Jahrhundertprojekts die Kostenrechnung immer wieder nach oben korrigiert. Jetzt sollen die Kosten die Milliardengrenze tatsächlich überschritten haben. Karlsruhes Oberbürgermeister und die Karlsruher Schieneninfrastruktur Gesellschaft (Kasig) kommentieren dies bislang noch nicht.

Aktualisierung, 16.05 Uhr:

Jetzt ist es offiziell: Das Bauprojekt Kombilösung hat die Milliardengrenze überschritten. Das bestätigte Oberbürgermeister Frank Mentrup bei einem Pressetermin am Freitag. Eine genaue Summe ist derzeit noch nicht bekannt. Als Grund für die gestiegenen Kosten nannte das Karlsruher Stadtoberhaupt "reelle Mehrkosten" sowie Herstellungskosten. Wie hoch der Eigenanteil ist, den die Stadt Karlsruhe an diesen Kosten tragen muss, ist noch unklar. Nach einer Sitzung des Hauptausschusses des Gemeinderats soll die Öffentlichkeit über die Details informiert werden.

Wie sich die Kosten des Karlsruher Projekts entwickelt haben, sehen Sie hier:

 

 

 

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Kombilösung Karlsruhe | ka-news.de: Baufortschritt, Mehrkosten, Sperrungen und Verzögerungen: Mehr Infos und Fotos von der Karlsruher Kombilösung finden Sie in unserem Dossier!
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  •   dipfele
    (6033 Beiträge)

    01.03.2017 02:20 Uhr
    es ligt sicher nicht an den....
    ... Ingenieuren, sondern an der Stadtpolitik die dem dummen Volk eingeredet hatte und es noch heute tut, wir brauchen eine strassenbahnlose Flaniermeile. Und dem Herrn Fenrich zu liebe haben auch noch die Grünen als letzte Partei 2015 für das Abholzen und Rausreissen der Gleise in der der Kaiserstrasse zugestimmt. Da kommen dann zu den 1000 Mio noch mal 40 drauf. Zu allem Übel hat die Finanzbürgermeiserin 2013 vor dem GR verkündet dass die Gesamtkosten schon 2004 bei 803 Mio gelegen seien wenn alles berücksichtigt worden wäre, aber das sei nicht gewollt gewesen. ( Dann hätte es nämlich keine Staatsknete gegeben).
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  •   Shmuel_K
    (518 Beiträge)

    25.02.2017 01:49 Uhr
    Aber nein.
    Wir müssen ja jeden Großauftrag europaweit ausschreiben und sind gezwungen den billigsten Bajuffen zu nehmen. Daß da Kostenmanipulation dahintersteckt ist ja wohl klar. Dann wird es halt mehr als doppelt so teuer.
    Ich sag euch was. Ich schxxe auf Europa. Ebenso auf unseren Karlsruher Klüngel. Dem Fenrich wünsche ich die xxx an den Hals (der wußte schon damals um den reellen Kostenfaktor). Dumme Karlsruher haben sich blenden lassen. Es sind leider sehr viele. JHWH wird sie zur Rechenschaft ziehen.
    Shalom
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  •   janh
    (469 Beiträge)

    25.02.2017 15:36 Uhr
    Einspruch
    Zitat von Shmuel_K Wir müssen ja jeden Großauftrag europaweit ausschreiben und sind gezwungen den billigsten Bajuffen zu nehmen.
    Nein, hätte man nicht müssen. Wenn ich mich richtig erinnere, war die jetzige Arge mit ihrem Angebot ein deutlicher Ausreißer nach unten im Vergleich zu den übrigen Angeboten - vor dem Hintergrund hätte man, wenn man wollte, die Kalkulation des Angebotes durchaus anzweifeln können.
    Die Stadt hatte aber wahrscheinlich auch deswegen gar kein Interesse daran, weil man mit den übrigen Angeboten schon bei der Auftragsvergabe die Kostenschätzung aus dem GVFG-Antrag überschritten hätte und der Nutzen-Kosten-Faktor damit arg ins Wackeln gekommen wäre.
    Wenn das direkt bei der Auftragsvergabe passiert, wäre die Stadt in deutlich größerer Erklärungsnot als heute, wo sie argumentieren kann, dass gleichzeitig mit den gestiegenen Kosten der Nutzen über die Jahre ebenfalls fortgeschrieben und neu berechnet werden muss.
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  •   IchKA
    (1240 Beiträge)

    24.02.2017 14:03 Uhr
    Was bekommen wir dafür ?
    Eine Mini U-Bahn deren Frequenz hinten und vorne nicht ausreicht und weiter zu der abendlichen Verödung der Filialistenpromenade Kaisertsraße beiträgt. Die westliche Kaiserstraße wird weiterhin bis zum Europaplatz von den neuen Bahnen frequentiert werden, die dazu noch ein Fehlkauf sind. Am Mühlburger Tor wird es weiterhin Ampelstaus geben. Die östliche Kaiserstraße ist schon lange wie tot, dann bleibt nur das Stück zwischen Marktplatz und Europaplatz. Ist das nicht ein bißchen teuer für ein 400 -500 Meter "Flaniermeile". Es hätte viele alternative Möglichkeiten gegeben, die Bahnfrequenz in der Kaiserstraße zu entzerren. Stattdessen wurden die Leute systematisch mit der Bahnfrequenz in der Kaiserstraße bewußt schikaniert. Man darf höchst gepannt sein
    wie sich die Kostenlawine weiter entwickelt. Ich gehe von mindesten 1,25 Milliarden aus und in zwei Jahren sind Kommunalwahlen. Helau.
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  •   freigeist
    (754 Beiträge)

    24.02.2017 14:43 Uhr
    Es gab genügent Alternativen und super Konzepte
    nur wurden die damaligen kritiker in der Stadthalle als Volltrottel angesehen ,welche überhaupt keine Ahnung haben.Wer nicht Blauäugig durchs Leben rennt und auch mal sein Gehirn einschaltet und logisch denkt hat die jetzige Situation kommen sehen. Da haben die ehemaligen OB Seiler und Fenrich und der damalige VBK Chef Ludwig den Karlsruhern eine dicke Kröte zum schlucken hinterlassen.
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  •   IchKA
    (1240 Beiträge)

    24.02.2017 13:48 Uhr
    Wer ist denn bitte "man" ging von 500 Mio aus ?
    "Man" ist Politik und Verwaltung, die den Bürgern weißmachen wollten mit nur 500 Millionen ist man dabei, beim Bau der kleinsten U-Bahn der Welt. Kritische Stimmen und Mahner wurden in vielen "Infoveranstaltungen" und der Badischen-Neusten-Nachrichten-Hofberichterstattung geradezu abgebügelt und als Fortschrittsbremser verunglimpft. Nur ganz geringe Beeinträchtigungen während der Bauzeit und keine zu erwartenden Kostensteigerungen, sollten es sein. Dabei war nicht nur Baufachleuten klar, dass das niemals haltbare "Wunderangebot" der beauftragten Baufirmen nicht nur um weit über 150 Mios billiger war als die Mitbewerber , sondern, politisch gewollt, hingeschönt war. Schon ganz früh wußten die Kasigs und Co ganz genau, dass alles eine große Kostenlüge war. Was haben wir davon ? Eine völlig verschuldete Stadt, die japsend hofft, dass das Regeirungspräsidium nicht den Laden zumacht und verzweifelt versucht, wo sie kann, Gelder zu mobilisieren.
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  •   dipfele
    (6033 Beiträge)

    01.03.2017 02:09 Uhr
    Und die Finanzbürgermeisterin.....
    .... Mergen hatte im Dezember 2013 vor dem Gemeinderat sogar zugegeben dass die Kosten geschönt waren !!! Denn sie hatte ausgeführt dass bei Berücksichtigung aller anfallenden Kosten die Gesamtkosten 2004 schon bei 803 Mio gelegen seien. Aber alle Kosten zu benennen sei nicht gewollt gewesen. Sonst hätte es ja keine Staatsknete gegeben. Dem lieben Fenrich zuliebe sind jetzt wenigstens die Grünen auch für das Abholzen und Rausreissen der Gleise in der Kaiserstrasse.
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  •   80er
    (6189 Beiträge)

    24.02.2017 14:29 Uhr
    Es stimmt schon...
    ...dass die Stadt sich in der HH-Konsolidierung befindet, aber von einer "völlig verschuldeten Stadt, die japsend hofft, dass das Regierungspräsidium nicht den Laden zumacht und verzweifelt versucht, wo sie kann, Gelder zu mobilisieren..." ist Karlsruhe weit entfernt.
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  •   kscgrufti
    (3754 Beiträge)

    24.02.2017 14:37 Uhr
    Also ich
    würds eher so umschreiben: Gestern standen wir vor dem Abgrund, aber heute sind wir schon einen Schritt weiter.
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  •   Zutraeger
    (1074 Beiträge)

    24.02.2017 13:34 Uhr
    Der eigentliche Irrsinn
    an diesem Projekt ist die Bauzeit. Mit (momentan) etwa 10 Jahren Bauzeit vom Spatenstich bis zur Einweihung steht der Kaiserstrassen Basistunnel in einer Linie mit dem ersten (15 Kilometer, Fertigstellung 1882) und dem zweiten (17 Kilometer, Fertigstellung 1980) Gotthardtunnel. Ein totaler Wahnsinn eigentlich.
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