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Karlsruhe Tote Schneeleoparden: Karlsruher Zoo wehrt sich gegen Inzest-Vorwürfe

Der Fall der verstorbenen Schneeleoparden-Babys im Karlsruher Zoo sorgt nicht nur für Trauer, sondern auch für Kritik: Nun hat sich die Tierrechtsorganisation PETA zu Wort gemeldet und stellt eine Vermutung über die mögliche Todesursache an: Die Krankheitssymptome der Jungtiere könnten auf Inzest zurückzuführen sein.

Verhaltensstörungen und ungeklärte Todesfälle seien charakteristisch für das Leben von Großkatzen in Zoogefangenschaft und deren Nachkommen, lautet die Kritik der Tierrechtsorganisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) Deutschland e.V. zu dem Tod der Karlsruher Schneeleoparden-Babys geäußert.

"Im Falle der verstorbenen Schneeleoparden-Kinder wird eine Entwicklungsstörung im blutbildenden System vermutet", so PETA, "Die Krankheitssymptome lassen die Frage aufkommen, ob die Elterntiere miteinander verwandt sind und die Jungtiere unter durch Inzucht bedingten Krankheiten gelitten haben".

Stadt widerspricht Tierschutzorganisation

Die Stadt Karlsruhe hält dies für ausgeschlossen. "Die Schneeleoparden gehören zum Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP)", erklärt eine Sprecherin der Stadt. Bei diesem Zoo-übergreifenden Projekt würde man alle Daten der Tiere dokumentieren, zu jedem Tier des EEP existiere daher ein Zuchtbuch, das auch den Stammbaum beinhalte. 

"Ein Zuchtkoordinator des EEP stellt sicher, dass nur Tiere zusammengebracht werden, die nicht eng miteinander verwandt sind", betont die Sprecherin. Daher würden auch die Schneeleopardeneltern "Julika" und "Assam" aus unterschiedlichen Zoos und Nachzuchten stammen. Zum momentanen Zeitpunkt könne man noch nichts Genaues zum Tod der kleinen Katzen sagen. "Wir müssen den Befund der pathologischen Untersuchungen abwarten", so die Stadtsprecherin. 

Der Nachwuchs der Seeleoparden "Julika" und "Assam" sind in der Nacht von Montag auf Dienstag im Karlsruher Zoo gestorben. Als Todesursache der drei Jungtiere wurde von Seiten der Zooveterinärin eine Entwicklungsstörung im blutbildenden System vermutet. 

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Kommentare (14)
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  •   petsto69
    (900 Beiträge)

    15.08.2014 12:17 Uhr
    Immerhin...
    ... gehts hier im verlinkten Satz (im letzten Abschnitt) ja nicht um Schneeleoparden, sondern um "Seeleoparden". Jetzt schafft ka-news sogar schon neue Tiergattungen... grinsen
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  •   Kroeterich
    (61 Beiträge)

    15.08.2014 14:21 Uhr
    keine neue Gattung
    Seeleoparden gibts wirklich. In Zoos sehr selten. Sydney hatte mal welche.
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  •   baerry
    (130 Beiträge)

    15.08.2014 10:58 Uhr
    Peta nervt
    PETA nervt. ständig und zu allem müssen die ihre ewig gleichen Schlachrufe auspacken.

    Kann man es nicht einfach nur schade finden wenn der komplette Nachwuchs plötzlich stirbt?

    Muss man so einen Vorfall immer sofort als Bühne für die eigene Meinung missbrauchen?

    PETA nervt.
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  •   Tierfreund1
    (21 Beiträge)

    15.08.2014 22:44 Uhr
    Tierrechtsorganisationen informieren mit Lügen
    Diese Aussagen von @ baerry, kann ich voll und ganz unterstützen. Peta mausert sich zu einer Tier- und Menschenhetzmaschine....
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  •   Smartraver
    (7575 Beiträge)

    15.08.2014 10:40 Uhr
    Sicher ist der Tod der drei Kleinen ein Verlust für den Zoo.
    Aber hier ein Riesendrama zu machen ist für mich völlig unverständlich. Selbst wenn das vorgekommen sein sollte.
    Obduktion, Inzest-Vorwürfe, Drama, PETA.... Die Vermenschlichung solcher Dinge, in dem das Tier langsam über den Mensch erhoben werden soll, finde ich langsam schon menschenfeindlich.
    Schließt einfach alle Zoos, Gehege, Tiergärten, Zirkusse etc. und lasst die Tiere frei in ihrem Lebensraum. Dort wo sie normal leben.
    Ihr könnt mit eueren Kindern ja auch in Erlebnisparks, wie z.B. der bei Rust, statt in den Zoo. Das mit den Tieren kann man dann ja im TV sehen.
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  •   Kroeterich
    (61 Beiträge)

    15.08.2014 10:48 Uhr
    die erste Hälfte klingt gut
    und weiter unten schreiben Sie Mist. Man kann nicht einfach alle Zootiere "freilassen". Eine Auswilderung erfordert erstens sehr viel Vorbereitung, Zeit und Geld. Und zweitens - und das ist das größte Problem - gibt es für die meisten Tierarten nicht mehr genug Lebensraum. Die Resthabitate sind voll. Oder die Tiere werden - wie im Fall der Schneeleoparden - massiv gewildert. Freilassen würde zu sofortigem Abschuß führen. Statt sich hier aufzuregen sollen PETA und alle Zoogegner doch bitte erstmal den Schutz der "freilebenden" Tiere unterstützen, etwa das NABU-Projekt in Kirgisien. Die Zoos tun das mit hohen Summen! Wenn dann alle Bedrohungen beseitigt und alle Lebensräume gesichert sind, sehen wir weiter.
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  •   candyman
    (7188 Beiträge)

    15.08.2014 10:39 Uhr
    Interessant ist immer
    PETAs Ferndiagnosefunktion...
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  •   RantanplanV
    (38 Beiträge)

    15.08.2014 10:38 Uhr
    Für die meisten von euch...
    ...sind solche Dinge doch tastsächlich schlimm und ihr trauert mit - während ihr euer Wurstbrot vom Aldi isst grinsen - sorry aber ich verstehe diese Art von Logik nun wirklich nicht ^^
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  •   karl143
    (335 Beiträge)

    15.08.2014 09:09 Uhr
    Schlimm sind eigentlich die ...
    unqualifizierten Kommentare hier. Muss man jetzt noch Witze hier machen? Tatsache ist, ob Schneeleoparden oder Elefanten. Für alle Tiere bedeutet ein Zoo Gefängnis. Vielleicht wären die Jungen in der Freiheit auch gestorben. Es ist klar, das die Stadt Karlsruhe alle Vorwürfe erst einmal zurück weist. Warten wir mal die genaue Ursache nach der Obduktion ab.
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  •   Kroeterich
    (61 Beiträge)

    15.08.2014 10:41 Uhr
    ...und am schlimmsten die,
    die ohne jedes Faktenwissen erstmal drauflosplärren. PETA hat sich schon oft genug blamiert, indem sie ohne jeden fachlichen Hintergrund Blödsinn über Zuchtprogramme behauptet haben. Und Zoo mit Gefängnis gleichzusetzen zeugt ebenfalls von mangelndem Wissen.
    Gerade das Schnee-Leo-Programm ist besonders gut gestellt, da hier unverwandte Wildfänge dabei sind. Und bevor deswegen das nächste Geschrei losgeht: Stammt aus dem Schneeleo-Schutzprogramm des NABU in Kirgisien, wo schwer verletzte Tiere aus Fallen befreit wurden, die (beinamputiert) nicht mehr ausgewildert werden konnten. Reinster Tierschutz mit Zoohilfe!
    Das Schneeleo-EEP wird von Nordens Ark in Schweden geführt, einem Zoo, der immer wieder auch von Tierschützern hoch gelobt wird.
    Aber PETA und Konsorten (EndZoo wird sich sicher auch noch melden) schlagen ja lieber medienwirksam drauf, um Spendengelder zu kiregen. Die übrigens nie in Tierschutzprojekte gehen, sondern nur in die nächste Kampagne bzw. Bezahlung der Protagonisten.
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