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Karlsruhe Tödliche Beiß-Attacke: Karlsruher Hippo Karl Wilhelm gestorben

Traurige Nachrichten aus dem Karlsruher Zoo: Der zweijährige Flusspferdbulle Karl Wilhelm ist im Zoo Dvur Králové nach einer Beißattacke eines weiblichen Flusspferds gestorben. Karl Wilhelm wurde zum 300. Stadtgeburtstag am 17. Juni 2015 im Zoologischen Stadtgarten geboren.

Erst im Juni hatte der Jubiläums-Nachwuchs Abschied von der Fächerstadt genommen. Da Karl Wilhelm mit zwei Jahren zu alt wurde, um bei seinen Eltern bleiben zu können, wurde er  in den tschechischen Zoo abgegeben, wo er mit zwei Flusspferdweibchen die Naturanlage bewohnte.

Immer wieder aggressives Verhalten nach Umzug

Wie die Stadt in einer Pressemitteilung berichtet, war es bereits kurz nach dem Umzug zu aggressivem Verhalten eines der beiden Weibchen gegenüber Karl Wilhelm gekommen. Das sei bei einer Vergesellschaftung an sich nicht ungewöhnlich. Nachdem sich das aggressive Verhalten kurzzeitig gelegt hatte, kam es laut Pressemitteilung der Stadt zu einer heftigen Beißattacke, bei der Karl Wilhelm schwer am Hinterbein verletzt wurde. 

Von den Mitarbeitern im Zoo Dvur Králové wurde der junge Flusspferdbulle ins Winterquartier gebracht und dort tierärztlich und tierpflegerisch versorgt. Dennoch starb das in Karlsruhe als Besucherliebling bekannte Tier. 

 

"Auch wenn solch tragische Ereignisse nie bei einer Vergesellschaftung ausgeschlossen werden können, ist es für uns dennoch sehr traurig, diese Nachricht zu erhalten", betont der Karlsruher Zoodirektor Matthias Reinschmidt. Karl Wilhelm war für den Aufbau einer neuen Zuchtgruppe im Zoo Dvur Králové vom Zuchtbuchkoordinator ausgewählt worden.    

Karl Wilhelm war das erste Flusspferd, das nach 14 Jahren im Karlsruher Zoo geboren wurde. Der kleine Bulle kam damals pünktlich zum 300. Stadtgeburtstag zur Welt und wurde daher nach Karlsruhes Stadtgründer benannt. 

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Kommentare (14)
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  •   kampion
    (1293 Beiträge)

    15.08.2017 21:43 Uhr
    "keine Flusspferde im Zoo"
    ...stimmt schon, aber leider auch bei den meisten anderen Tieren im Zoo auch.
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  •   Beiertheimer
    (1029 Beiträge)

    16.08.2017 07:27 Uhr
    Und deshalb sollte man sich die Frage stellen
    ob eine Haltung im Zoo überhaupt sinn macht. Tierarten wie z.B. Elefant, Flusspferd u.a. sind nicht vom Aussterben bedroht. Selbst bei bedrohten Tierarten wie z.B. Nashorn macht es in meinen Augen mehr Sinn diese in geeigneten Wildreservaten vor Ort zu halten und entsprechend zu schützen als in engen Zoos zur schau stellen.
    Um diese Tiere entsprechend zu schützen bedarf es personeller, technischer und (leider) waffenmäßiger Ausrüstung der Wildhüter. Leider fehlt dies zu oft in den entsprechenden Länder.
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  •   suedoschtkarle
    (187 Beiträge)

    16.08.2017 09:47 Uhr
    Wildtiere...
    ...wie Elefant, Flusspferd, Giraffe, Löwe, Tiger, Leopard, Gepard, Luchs (und viele andere) können trotz aller Bemühungen in viel zu kleinen Gehegen unserer Zoos nicht artgerecht gehalten werden und entwickeln dort alle Symptome der Gefangenschaftshaltung. Typisch beim Tiger zum Beispiel das Ablaufen des Gitters. Ich kann deshalb nicht mehr in den Zoo gehen, ohne ein starkes Gefühl des Mitleids und des Grauens wegen der dortigen Bedingungen für manche Tiere zu entwickeln. Zu fordern ist deshalb, daß nur wenige Tiergärten(!) mit ausreichend großen Gehegen für Zucht- und Erhaltungsprogramme übrig bleiben und der Rest der Zoos sich auf Kleintiere beschränkt, die dann auch größere Gehege mit Rückzugsräumen bekommen können. Dann können Schulklassen auch Tiere bestaunen, die nicht aus Langeweile "mit stumpfem Blick (Zitat)" am Gitter auf und ab laufen. Übrigens ist davor zu warnen, aufgrund scheinbar großer Zahlen Tiere wie Elfanten und Flusspferde pauschal als nicht gefährdet zu bezeichnen.
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  •   kommentar4711
    (2302 Beiträge)

    16.08.2017 08:07 Uhr
    Theorie und Praxis
    In der Theorie stimme ich Ihnen zu, in der Praxis nicht. Selbst in den Reservaten geht man bei den Nashörner ja her und sägt ihnen das Horn ab um sie vor Wilderern zu schützen. Ein Reservat das groß genug ist um einen natürlichen Lebensraum darzustellen lässt sich nicht komplett überwachen und die Wilderer sind gut ausgerüstet. Kein Wunder, das Horn eines Nashorns ist auf dem Schwarzmarkt bis zu einer Millionen Dollar wert! Und selbst offizielle Delegationen afrikanischer Staaten wurden schon dabei erwischt Chinesischen Investoren Horn und Elfenbein geschenkt zu haben.
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