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Karlsruhe Tigermücke in Karlsruhe erfolgreich bekämpft: Team der KABS hat Brut frühzeitig unschädlich gemacht

Die Tigermücke: Nachdem sie 2017 erstmals in Karlsruhe gesichtet wurde, hat im vergangenen Jahr die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) frühzeitig angefangen, die Brutstätten zu kontrollieren - und konnte einen Erfolg verzeichnen: Nur zweimal wurde 2018 eine ausgewachsene Tigermücke identifiziert.

In vielen Städten in Deutschland wurde die Asiatische Tigermücke, die ursprünglich aus Südostasien stammt, schon gesichtet. So auch 2017 erstmals in der Fächerstadt. Im vergangenen Jahr wurde deshalb der Verbreitung der Tigermücke im Stadtgebiet Karlsruhe schon frühzeitig "der der Kampf angesagt".

Brutstätten wurden regelmäßig kontrolliert

Seit Mitte April 2018 waren Mitarbeiter der KABS unterwegs, um alle zwei Wochen die möglichen Brutstätten zu kontrollieren. "Rückblickend wurden dank des trockenen Sommers 2018 insgesamt nur wenige Brutstätten gefunden. Die Brut konnte jeweils unschädlich gemacht werden", teilt die Stadt mit. Ausgewachsene Tigermücken wurden laut einer Pressemitteilung im vergangenen Jahr nur zweimal identifiziert.

Kontrolle möglicher Bruststätten der Tigermücke. | Bild: Lukas Hiegle

Diese Vorgehensweise ist auch für die Mückensaison 2019 geplant. Ein Team der KABS wird die Verbreitung der Tigermücke mithilfe von wassergefüllten Fallen überprüfen. Die Bekämpfung der Mücke sei wichtig, da sie viele verschiedene Viren verbreiten kann. "Dies ist allerdings in unseren Breiten noch nicht vorgekommen", erklärt die Stadt. Dennoch wird versucht, eine weitere Vermehrung zu verhindern - denn je größer die Population ist, desto größer ist auch das Risiko.

Die Tigermücke brütet auch in Regentonnen

Die Asiatische Tigermücke legt ihre Eier in stehendem Wasser ab: Blumenuntertöpfe, Restwasser in Gießkannen, Regentonnen, offen liegende Autoreifen oder Gullys. Die Larven schlüpfen innerhalb weniger Tage und sind bei guter Witterung nach zwei Wochen geschlechtsreif.

Bild: Umweltamt Karlsruhe

Typischerweise fliegt und sticht die Tigermücke, anders als die heimische Schnake, auch bei Tageslicht. Manche Gärten können in der Saison nicht mehr betreten werden, weil die Tiere sehr aggressiv ihre Opfer verfolgen und auch nach einem ersten Stich weiter suchen. Sie gelten daher als "Lästlinge".

Jeder kann bei der Bekämpfung helfen

Daher der Rat der Stadt: In Blumenuntertöpfen sollten etwa keine Wasserreste stehen bleiben, Regentonnen werden am besten abgedeckt. Das Gartenbauamt stellt in den Rathäusern kostenlos BTI-Tabletten zur Bekämpfung aller Mücken im stehenden Gewässer zur Verfügung, so die Stadt in ihrer Pressemeldung weiter.

Wer im Lauf des Sommers Stechmücken beobachtet, die am Tag fliegen und stechen, sollte diese möglichst unversehrt fangen und fotografieren. "Die KABS ist auch in diesem Jahr erneut auf Hinweise der Bevölkerung angewiesen, um die Verbreitung der asiatischen Tigermücke zu dokumentieren und sie zu bekämpfen."

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  •   Waterman
    (6488 Beiträge)

    10.03.2019 17:23 Uhr
    Gut so!
    Hoffentlich nachhaltig...
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