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Karlsruhe Tierquälerei in Durlach: Wurden diesem Lamm die Ohren abgeschnitten?

Die Bilder lassen Schlimmes vermuten: In Durlach wurde ein Lamm offenbar Opfer eines Tierquälers. Das Tier wurde im Bereich der Mülldeponie mit abgetrennten Ohren gefunden, musste aufgrund der Schwere seiner Verletzungen eingeschläfert werden. ka-news-Leser wurden auf den Fall aufmerksam und schalteten die Polizei ein.

"Der Gehörgang lag komplett frei", erklärt die ka-Reporterin im Gespräch mit ka-news. Sie habe das verletzte Lamm am Montagabend gegen 20 Uhr während eines Spaziergangs bei der Grasklamm im Bereich der Durlacher Mülldeponie aufgefunden.

Zunächst wurde sie auf das Tier aufmerksam, da es sich im Zaun verhakt hatte, so die Leserin weiter. Sie will anonym bleiben. Erst als sie sich dem Tier näherte, um es zu befreien, erkannte sie, dass dem Lamm beide Ohren fehlten. 

Grundsätzlich habe das Tier fit ausgesehen, so die ka-Reporterin weiter. "Mein erster Gedanke war, dass vielleicht ein Fuchs das Tier verletzt haben könnte." Seltsam sei allerdings gewesen, dass das Tier außer den beiden fehlenden Ohren keinerlei Verletzungen gezeigt habe. Der Verdacht der ka-Reporterin: "Das war definitiv kein Tier - die Ohren wurden vorsätzlich abgetrennt!"

Für das Lamm kam jede Hilfe zu spät

Nachdem sie den Besitzer des Tieres, einen Bekannten, verständigt habe, habe sie das verletzte Tier sofort in den Kofferraum geladen und zum Tierarzt gefahren. "Ich war schockiert, sowas habe ich noch nie gesehen und auch von keinem anderen Fall in der Gegend gehört", erklärt die ka-Reporterin erschüttert.

Der Tierarzt wiederum musste alle Hoffnungen auf Heilung zerschlagen, das kleine Lamm wurde eingeschläfert. "Eine Behandlung erschien hier nicht sinnvoll", erklärt der zuständige Tierarzt im Gespräch mit ka-news. "Da der Gehörgang des Tieres komplett frei lag und damit ungeschützt war, war die Gefahr äußert groß, dass Schmeißfliegen dort ihre Eier ablegen." Die damit verbundene Erkrankung und Schmerzen habe er dem Tier ersparen wollen. "Ich musste es erlösen", meint der Veterinär.

Tierquäler in Durlach unterwegs?

Ob hier nun, wie die ka-Reporterin vermutet, ein Tierquäler am Werk war, konnte der Tierarzt im Gespräch mit ka-news nicht sagen. Wie ein Sprecher der Karlsruher Polizei bestätigt, hat der Tierbesitzer am Dienstag Anzeige bei dem Polizeiposten nach Grünwettersbach erstattet. "Wir ermitteln in dieser Sache", bestätigt ein Polizeisprecher im Gespräch mit ka-news. Der Fall wurde vom Sachbereich Gewerbe und Umwelt übernommen.

Die Polizei betont in diesem Zusammenhang: "Wir gehen jeder Anzeige nach". Die Beamten hoffen nun auf Hinweise aus der Bevölkerung. Der Verdacht, ein Tierquäler habe in Durlach zugeschlagen, bleibt: Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurden dem Lamm die Ohren abgeschnitten, als sein Besitzer zwischen 18 und 20 Uhr abwesend war. Wer im fraglichen Zeitraum sachdienliche Wahrnehmungen gemacht hat, wird gebeten, sich mit dem Polizeirevier Karlsruhe-Durlach unter der Telefonnummer 0721/49070 in Verbindung zu setzen.

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  • unbekannt
    (305 Beiträge)

    12.06.2015 23:35 Uhr
    Warum interessieren sich alle für ein Lamm?
    Millionen von Kindern wird die Vorhaut abgeschnitten. Aus niederen Beweggründen! (Damit meine ich nicht medizinische Notwendigkeiten) Das tut auch höllisch weh!
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  •   frari66
    (3920 Beiträge)

    12.06.2015 15:47 Uhr
    Werde da jetzt abends mit dem MTB langfahren
    Die ganze Gegend ist undurchsichtig und leicht zum Verstecken. Aber ich kenne sie und wenn ich irgendjemand da rumlungern sehe mit Messer und Lammohren, dann kann er seine Ohren in Timbuktu suchen gehen. So ein Schrott, den man hier lesen muss. Furchtbar.
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  •   Forsythe
    (115 Beiträge)

    12.06.2015 16:38 Uhr
    wieder so eine Ankündigung von Gewalt und
    +++ Das Posting verstößt gegen unsere AGB und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   frari66
    (3920 Beiträge)

    12.06.2015 23:09 Uhr
    Gesperrt. WUAHHAA.
    Geht schnell hier . . . mittlerweile.
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  • unbekannt
    (36 Beiträge)

    12.06.2015 00:12 Uhr
    Ohr beschnitten
    Das Lamm hatte Glück, daß ihm nur die Ohren abhanden kamen. Es soll Kulturen geben, da werden Lämmer kopfüber aufgehangen und ihnen die Kehle durchgeschnitten. Das führt unweigerlich zum Tod.
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  •   Forsythe
    (115 Beiträge)

    12.06.2015 13:14 Uhr
    in Deutschland hingegen werden
    jedes Jahr so wie 7.4 Millionen Schweine jedes Jahr bei lebendigem Leib und unbetäubt bei vollem Bewußtsein aufgeschnitten und außeinandergenommen (bestätigt durch die Bundesregierung).

    Da ist es wesentlich tierfreundlicher, wenn das Tier erst komplett ausgeblutet lassen wird und dafür gesorgt wird, dass es wirklich tot ist, bevor man anfängt es außeinander zu nehmen.

    Wenn du es nicht glaubst, schau dir das hier an.
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  •   Waffenschmied
    (944 Beiträge)

    12.06.2015 14:11 Uhr
    jpsh...
    bisch dus, du komischer Vogel?
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  • unbekannt
    (36 Beiträge)

    12.06.2015 00:13 Uhr
    Einschläferung
    Das tun Tierärzte gerne, wenn sie sich nicht zu helfen wissen. Bei Menschen ist dies verboten. Ausser in der Schweiz.
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  •   def
    (176 Beiträge)

    12.06.2015 08:28 Uhr
    Ja,
    bei Dignitas ,eine gute Bekannte von mir hat sich auch für ein frühes ableben entschieden.. Sterbehilfe sollte es auch in Deutschland geben
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  •   minuskumpel
    (589 Beiträge)

    11.06.2015 16:45 Uhr
    Und löscht
    endlich dieses überflüssige Bildzeitungsbild und vor allem die Kommentare von Forsythe, die nur den Zweck haben die Diskussion zu stören.
    Ist gemäss Kommentarregeln nicht zulässig und bringt alle user auf die Palme. Aber auf dem Auge scheint man blind zu sein.
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