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Karlsruhe Terror-Angst vor Silvester: "Keine Hinweise auf Gefährdungen in Karlsruhe"

Silvester ist eigentlich ein Fest, bei dem die Menschen freudig ins Jahr starten. In vielen europäischen Großstädten ist die Situation aktuell jedoch eher angespannt. Vor wenigen Tagen wurden in Brüssel mutmaßliche Attentäter gefasst, die einen Terroranschlag an Silvester geplant haben sollen. Wie steht es um die Sicherheit in Karlsruhe zum Jahreswechsel? Und mit welchem Gefühl startet man hier ins neue Jahr?

Mit Freunden, Feuerwerk und einem Gläschen Sekt - so möchten viele ins neue Jahr starten. Eigentlich ist Silvester ein Fest der Freude, doch in diesem Jahr ist die Stimmung mancherorts getrübt. So zum Beispiel in Brüssel: Die belgische Hauptstadt ist erneut ins Visier von Terroristen geraten. Für die Silvesternacht waren nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Anschläge an mehreren "symbolträchtigen Orten" der Stadt geplant. Nach mehreren Hausdurchsuchungen und Festnahmen kamen zwei Terrorverdächtige in Haft.

"Ich fühle mich verunsichert"

Das unbehagliche Gefühl ist inzwischen auch in Karlsruhe angekommen. Der 40-jährige Ferdinand Tchagna meint bei einer Straßenumfrage von ka-news: "Ich fühle mich aufgrund der aktuellen Lage verunsichert, aber es kann überall etwas passieren." 

Straßenumfrage_ Silvestergestaltung bei aktueller Terrorgefahr

Loni Grass macht die aktuelle Stimmung Sorgen. "Etwas Bedenken habe ich schon, weil die Stimmung, die derzeit vorherrscht, zu Lasten von Familien geht, die wegen Gefahren ihre Heimat verlassen. Ich habe Sorge, dass die Menschen Unüberlegtes tun, weil sie Flüchtlinge mit denen in einen Topf werfen, von denen tatsächlich Gefahr ausgeht. Die geflüchteten Familien haben nichts mehr, die Staaten müssten doch ihre Bürger besser schützen", so die Rentnerin.

Straßenumfrage_Silvestergestaltung bei aktueller Terrorgefahr

Mehr Polizeipräsenz als sonst

In der Fächerstadt bereiten sich Polizei und Feuerwehr derweil auf die Silvesternacht vor - allerdings nicht, da man wie in Brüssel einen Anschlag befürchtet. "Insgesamt lässt sich sagen, dass die Bedrohungslage abstrakt hoch ist", so Martin Plate, Leiter der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit beim Polizeipräsidium Karlsruhe, im Gespräch mit ka-news. Der Karlsruher Polizei lägen keine konkreten Hinweise auf Gefährdungen vor, auch nicht zu Silvester.

Die Polizei verstärke wie auch schon in den Jahren zuvor die Einsatzpräsenz in der Nacht zum Neujahr. "Das ist der Tatsache geschuldet, dass wir erfahrungsgemäß an Silvester mehr Einsätze verzeichnen", erklärt Plate das Vorgehen. An Silvester werde draußen gefeiert, getrunken und gezündelt - dabei käme es immer wieder zu Einsätzen für die Beamten. Ausschließlich aus diesem Grund sind laut Plate mehr Polizisten am Donnerstag im Einsatz.

Auch bei der Branddirektion Karlsruhe bereiten sich die Feuerwehrleute auf den Jahreswechsel vor. "Die Feuerwehr Karlsruhe verzeichnet an Silvester ein leicht erhöhtes Einsatzaufkommen", so Markus Pulm, Oberbrandrat der Branddirektion Karlsruhe auf Nachfrage von ka-news. Neben Alarmen von automatischen Brandmeldeanlagen, die sich häufig als Fehlalarme erweisen, werde die Feuerwehr in der Regel zu Kleinbränden gerufen, die durch Feuerwerkskörper ausgelöst wurden.

"Größere Brände, die durch Feuerwerkskörper verursacht wurden, hat es in den letzten Jahren in Karlsruhe nicht gegeben", so Pulm. Durch die überdurchschnittliche Einsatztätigkeit zum Jahreswechsel werde die Leitstelle personell verstärkt. "Weitere Maßnahmen werden aufgrund der gemachten Erfahrungen nicht ergriffen. Eine besondere Unruhe bei den Feuerwehrleuten ist ebenfalls nicht zu verzeichnen", so der Oberbrandrat.

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  •   sry-lanka
    (20 Beiträge)

    02.01.2016 13:18 Uhr
    mutti kann alles
    ausserhalb von europa komme ich in kein land der welt ohne pass, ausnahme deutschland, hier kommen nordafrikaner ohne pass zu tausenden rein und plötzlich sind sie syrer und werden auch noch als solche anerkannt
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  •   ALFPFIN
    (6873 Beiträge)

    01.01.2016 11:41 Uhr
    Terrorgefahr
    "Einem Bericht des "BR" nach warnte der US-Nachrichtendienst bereits vor mehreren Tagen vor einem Anschlag in München in ähnlicher Weise wie den Attentaten von Paris. Die Rede sei von fünf bis sieben Irakern gewesen, die einen Anschlag mit Kalaschnikow-Maschinenpistolen durchführen wollten. Es seien in der Warnung auch bereits zwei Bahnhöfe genannt worden, auch Namen der Terrorverdächtigen seien genannt worden.

    Nach der Warnung sei eine tagelange Observation gefolgt - der Verdacht habe sich jedoch nicht erhärten lassen. Erst gestern hätten nun ähnliche Informationen des französischen Geheimdienstes das BKA erreicht. Der Hauptbahnhof und der Pasinger Bahnhof seien als konkrete Ziele genannt worden.

    Bis kurz vor Silvester haben alle Politiker, gebetsmühlenhaft behauptet, uns ist nichts bekannt, also auch keine unmittelbare Gefahr.

    Die Attentäter melden sich doch nicht höflich an.
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  •   yokohama
    (3390 Beiträge)

    01.01.2016 14:39 Uhr
    Haarscharf vorbeigeschrammt
    "Man wisse nicht einmal, ob die genannten Personen tatsächlich existieren. Festnahmen habe es bislang nicht gegeben. Nach den akuten Terrorwarnungen sieht Andrä die Gefährdungslage nun wieder auf dem Stand von vorher. Insgesamt bewerte er die aktuelle Gefahrensituation für München wieder so wie vor der Warnung an Silvester".

    Quelle: Spiegel Online
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  •   Uhowei
    (594 Beiträge)

    01.01.2016 11:00 Uhr
    nicht Karlsruhe, aber München!
    Seien wir froh, dass Karlsruhe ein so beschauliches Kaff ist und auf der Liste potentieller Terrorziele des IS vermutlich ziemlich weit unten steht! München ist letzte Nacht wohl nur knapp an einem Anschlag vorbei geschrammt.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/muenchen-is-plante-wohl-attentat-in-der-silvesternacht-a-1070115.html

    Es muss aber wohl leider auch in Deutschland erst richtig krachen, mit zahlreichen Toten und Schwerverletzten, bevor Mutti in Berlin endlich aufwacht.

    Die derzeitige Situation erinnert mich an die Zeit vor Fukushima: Auch damals hat Mutti krampfhaft an einer überholten Strategie festgehalten und erst nach der Katastrophe eine 180 Kehrtwende vollzogen. Fukushima hat außerdem in BW die Grünen an die Macht gespült. Wenn der IS es jetzt vor den Wahlen richtig krachen lässt, wird sich das abermals politisch auswirken: AfD zweistellig im Landtag!
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  •   sry-lanka
    (20 Beiträge)

    01.01.2016 21:20 Uhr
    willkom m en in deutschland
    ja, das stimmt, meine meinung kann ich nicht schreiben
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  •   Elijah
    (287 Beiträge)

    01.01.2016 17:22 Uhr
    Stiefmutti brauchnicht aufwachen.
    Die darf ruhig weiter schlafen. Mit ihr hat man den Bock zum Gärtner gemacht. Aber die Bürger müssen aufwachen und dem ein Ende bereiten.
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  •   yokohama
    (3390 Beiträge)

    01.01.2016 15:01 Uhr
    Würde ich an Verschwörungstheorien
    glauben, gibt es in Bayern offenbar Kräfte, die an Panikmache zu politischen Zwecken interessiert sind.

    "Man wisse nicht einmal, ob die genannten Personen tatsächlich existieren. Festnahmen habe es bislang nicht gegeben. Nach den akuten Terrorwarnungen sieht Andrä die Gefährdungslage nun wieder auf dem Stand wie vor der Warnung an Silvester".

    "Polizei der Stadt München hebt Terrorwarnung auf".
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  •   sry-lanka
    (20 Beiträge)

    01.01.2016 12:12 Uhr
    mutti kann alles
    +++ Das Posting verstößt gegen unsere Netiquette und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   ALFPFIN
    (6873 Beiträge)

    01.01.2016 11:46 Uhr
    @Uhowei
    Karlsruhe ist eine Stadt mit 300.00 Einwohner. Als Kaff würde ich diese Stadt nicht bezeichnen. Anschläge können überall geplant werden. Hoffen wir, dass sie verhindert werden können.
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  •   Uhowei
    (594 Beiträge)

    01.01.2016 13:13 Uhr
    stimmt (im Prinzip)
    Terrororganisationen planen ihre Anschläge effektiv: Mit geringstmöglichem Aufwand (z.B. Selbstmordattentäter) ein Maximum an "Erfolg" (Opferzahl, Medienwirkung) erzielen. Also sucht man sich seine Ziele entsprechend aus: Großveranstaltungen, Symbole westlicher Dekadenz, Menschenansammlungen. Am besten ist dann noch ein Fernsehteam in der Nähe, um möglichst live berichten zu können. Und diesbezüglich hat Karlsruhe gottseidank weitaus weniger zu bieten als andere Städte wie z.B. Berlin oder München.
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