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Karlsruhe Tanz mit Scheibe: SSC holt Freestyle-Frisbee-WM nach Karlsruhe

Ab dem 25. Juni wollen 20 Karlsruher das Sommermärchen in die Fächerstadt holen: An drei Tagen werden hier die Weltmeisterschaften im Freestyle-Frisbee ausgetragen- erwartet werden 100 Teilnehmer aus 13 verschiedenen Nationen. Aber wie funktioniert Freestyle-Frisbee eigentlich? ka-news hat mit zwei Frisbee-Profis gesprochen.

Zu einem sonnigen Tag gehört ein Frisbee mit dazu. Während die meisten die bunten Scheiben dem Hund oder einander zuwerfen, gibt es aber auch Frisbee-Fans, welche aus dem Vergnügen einen Sport gemacht haben. So auch die Freestyler der Frisbee-Abteilung des Sport-und SchwimmClub (SSC) Karlsruhe, dem wohl größten Sportverein in der Region. Tatsächlich ist die Fächerstadt neben Berlin, München und Köln eine Hochburg des sogenannten Freestyle-Frisbee - und in diesem Jahr auch Austragungsort der Weltmeisterschaften.

Akrobatik, Musik und Fingerspitzengefühl

Aber was ist Freestyle-Frisbee überhaupt? Die Antwort kennen Florian Hess und Christian Lamred. Bereits seit elf Jahren sind die beiden Sportler begeisterte Frisbee-Spieler. "Freestyle-Frisbee ist eine Choreographie mit einer Scheibe", erklärt Hess beim Pressegespräch am Donnerstag, "man führt die besten Tricks, die man beherrscht, zu Musik vor." Neben Fingerspitzengefühl ist allerdings auch Beweglichkeit erforderlich: Das Ziel ist es, mit einer oder mehreren Frisbee-Scheiben akrobatische Kunststücke in Zweier- oder Dreiergruppen auszuführen.

Angefangen haben Hess und Lamred ganz klein. "Als Student habe ich  mit Kommilitonen im Schlosspark Frisbee gespielt und mir von anderen Tricks abgeschaut", erinnert sich Hess. Er habe dann im Internet nachgeforscht und herausgefunden, dass Freestyle-Frisbee tatsächlich eine Sportart ist, welche von 500 Menschen weltweit aktiv in Form von Wettkämpfen betrieben wird.

Bereits 2004 war Hess dann bei seinem ersten Turnier in Nürnberg dabei. Seit Jahren trainieren er und Lamred inzwischen schon zusammen. In diesem Jahr werden sie ihr Können nicht nur in Karlsruhe zeigen, sondern die bevorstehende Weltmeisterschaft betreuen.

"Das Podium war für uns immer drin!"

Es ist nicht das erste Mal, dass die Fächerstadt als Gastgeber für ein Frisbee-Turnier auftritt: Bereits 2011 wurden die Europameisterschaften im Freestyle Frisbee auf dem Gelände des SSC ausgetragen. Passend zum 300. Stadtgeburtstag freuen sich Hess und Lamred, die jährlich stattfindenden Weltmeisterschaften nach Karlsruhe geholt zu haben.

Eingebunden ist die Freestyle-Frisbee-WM in ein großes Sportfestival, welches der SSC Karlsruhe vom 25. bis zum 28. Juni mit 15.000 Vereinsmitgliedern veranstaltet. 88 Spieler aus 13 Ländern haben sich bislang für das Frisbee-Event bereits angemeldet. "Wir hoffen, dass wir die 100-Teilnehmer-Marke noch knacken", meint Lamred. Die größte Konkurrenz kommt dabei aus Italien und den USA- aber auch das Karlsruher Team müsse sich nicht verstecken, da ist sich Hess sicher. Obwohl Freestyle-Frisbee noch eine Nischensportart sei, hätten sich bereits 20 Karlsruher für den Tanz mit der Scheibe begeistern können.

Dabei gehen vor allem Hess und Lamred als Favoriten in den Wettkampf. "Wir spielen seit Jahren oben mit", erzählt Lamred. Bei der vergangenen WM konnten die beiden den dritten Platz erreichen, bei der letzten EM reichte es für Hess zusammen mit Alex Leist sogar für den ersten Platz. "Das Podium war für uns immer drin drin, den ersten Platz haben wir aber immer knapp verpasst", so Lamred. Das soll sich in diesem Jahr ändern. Im Schnitt zweimal pro Woche wird auf dem Geländer des SSC trainiert, die Choreographie steht bereits seit einem halben Jahr. "Wir sind als Team gut vorbereitet", verspricht Hess.

Weltweit gibt es 500 aktive Freestyl-Frisbee-Spieler, die auch aktiv an Wettkämpfen teilnehmen.

 

SSC-Sportfestival zum Stadtgeburtstag:

Von Donnerstag, 25. Juni bis zum Sonntag, 28. Juni, veranstaltet der SSC Karlsruhe ein großes Sportfestival. Die Frisbee-Weltmeisterschaft und ein Sportparkfest (27. und 28. Juni) gehören zum Sport-Event mit dazu. Die Schirmherrschaft über das sportliche Spektakel hat nach Angaben des SSC Oberbürgermeister Frank Mentrup übernommen.

Nach ersten Einschätzungen der Veranstalter werden beim Sportfestival 15.000 Vereinsmitglieder mit dabei sein. Geplant ist, dass im Sportpark dann alle ansässigen Vereine, Organisationen und Institutionen mitwirken. Dazu gehören neben dem SSC auch der DAV, die KRK, der Skiclub, die Sportkita "Wirbelwind", die Sport- und Gymnastikhalle sowie das Fächerbad.

Zum Stadtgeburtstag habe man "den Tag der offenen Tür" auf insgesamt drei Tage ausgeweitet. In dieser Zeit will der SSC sein Sport- und Bewegungsangebot vorstellen, aber auch mit Livebands, Mitmach-Aktionen und Sport-Shows vorstellen. Der Eintritt ist an allen Tagen frei. Weitere Informationen finden Sie hier.

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