Karlsruhe Tag der Arbeit, Walpurgisnacht und Maibäume: Was hat es damit auf sich?

Am Dienstag wird der 1. Mai gefeiert. Doch warum ist der Tag eigentlich ein gesetzlicher Feiertag und was hat es mit den Bräuchen der Walpurgisnacht und des Maibaums rund um den 1. Mai auf sich? ka-news hat sich schlau gemacht.

Warum ist der 1. Mai ein Feiertag?

Der 1. Mai - oder auch der "Tag der Arbeit" - ist zurückzuführen auf eine nordamerikanische Arbeiterbewegung: Am 1. Mai 1886 rief diese zur Durchsetzung des Acht-Stunden-Tags zum Generalstreik auf. In den Tagen darauf folgten Ausschreitungen, wobei sowohl Streikposten als auch Polizisten zu Tode kamen. Am 1. Mai 1890 begingen dann Hunderttausende Menschen in Europa den ersten "Tag der Arbeit" - und zwar im Gedenken an die schlimmen Ereignisse.

Zum gesetzlichen Feiertag in Deutschland wurde der 1. Mai erstmals während der Zeit des Nationalsozialismus. Zirka ein Jahr nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs bestätigte der Alliierte Kontrollrat den 1. Mai als Feiertag.

Noch heute ruft der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) am 1. Mai zu Demonstrationen auf. So auch in Karlsruhe: Der DGB lädt in diesem Jahr unter dem Motto "Solidarität, Vielfalt, Gerechtigkeit" ab 10 Uhr auf den Kirchplatz St. Stephan ein.

Was ist die Walpurgisnacht?

Die sogenannte Walpurgisnacht ist die Nacht vom 30. April zum 1. Mai. Deshalb wird diese Nacht auch gerne als "Tanz in den Mai" bezeichnet. Die Bezeichnung der Walpurgisnacht leitet sich von der heiligen Walburga ab, einer angelsächsischen Benediktinerin im 8. Jahrhundert - ihr Gedenktag wurde bis ins Mittelalter am 1. Mai gefeiert.

Seit Ende des 17. Jahrhunderts hieß es immer öfter, dass in dieser Nacht Hexen zum "Blocksberg" fliegen, sich mit dem Teufel vermählen und dort ein großes Fest feiern. Heute soll in dieser Nacht unter anderem auch symbolisch der Winter vertrieben und der Übergang zum Sommer gefeiert werden.

Warum stellen wir einen Maibaum auf?

Den Brauch einen Maibaum aufzustellen, gibt es ebenfalls bereits seit mehreren Jahrhunderten: Schon die Kelten schmückten Bäume und stellten diese im Anschluss daran auf. Nach alter Tradition gilt ein Maibaum als Symbol der Liebe, Freude und Fruchtbarkeit. Deshalb stellen junge, unverheiratete Männer ihrer Liebsten einen Maibaum vor die Tür - damit soll die Zuneigung bewiesen werden.

Im Allgemeinen werden heute allerdings lediglich Bäume an zentralen Plätzen von mehreren Männern aufgestellt. Im Idealfall passiert dies ohne Hilfsmittel. Diese traditionelle Feier geht dann häufig über in den "Tanz in den Mai".

In welchen Stadtteilen Karlsruhes in diesem Jahr Maibäume aufgestellt werden, finden Sie in unserem Artikel "Maibaumstellen in Karlsruhe: Stadtteile pflegen auch dieses Jahr alten Brauch".

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