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Karlsruhe TV-Tipp: Fragwürdige Geschäfte des Karlsruher Unternehmens Cronimet Mining

Das Karlsruher Unternehmen Cronimet Mining ist in fragwürdige Rohstoffgeschäfte im Nordosten des Kongo verwickelt. Das haben Recherchen des Südwestrundfunks ergeben. Bei der Förderung dieser Rohstoffe herrschen menschenunwürdige Zustände und Terror. Auch Kinder sind davon betroffen. "Plusminus" berichtet am Dienstagabend um 21.50 Uhr über das Thema im Ersten.

Über eine Firma namens Minerals Supply Africa (MSA) bezieht die Cronimet Mining AG im Karlsruher Rheinhafen weltweit gefragte Rohstoffe aus dem Kriegsgebiet im Nordosten des Kongo. Dies bestätigt auch ein Bericht der Vereinten Nationen.

Demnach bezieht MSA Erze wie Coltan, Niob oder Wolfram von neun Aufkaufsstellen. Der Geschäftsführer von MSA, David Bensusan, bestätigte dies gegenüber dem SWR und nannte die Mine Bisie als Hauptbezugsquelle für das Erz Cassiterit. In den Minen im Nordkongo, im Besonderen in der Mine Bisie, herrscht Terror. Kinder arbeiten dort tagelang, ohne ausreichende Nahrung und Schutzkleidung. Soldaten der kongolesischen Regierungsarmee oder andere bewaffnete Gruppen kontrollieren den Abbau der Rohstoffe. Wer sich den Befehlen verweigert, wird gefoltert oder getötet.

Cronimet Mining AG verweist in diesem Zusammenhang auf Verträge, die im Rahmen der Transparenzinitiative ITRI der Zinnindustrie vereinbart wurden und Ethikgrundsätze mit Aufkaufstellen im Kongo festlegen.

Der Geschäftsführer von Cronimet Mining, Thomas Heil, sagte gegenüber dem SWR, sein Unternehmen gehe davon aus, dass seine Partner und Tochterunternehmen die vereinbarten ethischen Standards beim Einkauf einhalten. Die Menschenrechtsorganisation Global Witness erklärte, dass man mehrfach Minerals Supply Africa auf die menschenunwürdigen Zustände hingewiesen habe.

"Plusminus" berichtet über das Thema um 21.50 Uhr im Ersten.

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Kommentare (7)
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  •   Jago
    (120 Beiträge)

    16.02.2011 05:59 Uhr
    Hochinteressant
    Um die Aussage von "LaCage" zu verdeutlichen: Aufsichtsratsvorsitzender der cronimet-Mining-AG ist übrigens KSC-Vizepräsident Günter Pilarsky. Das kann noch spannend werden.
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  •   Gelbsocke
    (3955 Beiträge)

    16.02.2011 01:11 Uhr
    So
    kleine Riesen Sauereien juckt doch keinen.

    Menschenrechte sind sowas von Out und nur was für Gutmenschidioten...odda?
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  •   LaCage
    (2158 Beiträge)

    15.02.2011 21:13 Uhr
    Gewinnvortrag 80 Mio€
    Die Firma besteht aus 4 Geschäftsführern ( 3x Familie Pilarsky und Thomas Heil aus Bruchsal) , die je 150 T€ Tantieme erhalten ( keine Sozialabgaben) und erwirtschaftete in den letzen Jahren mit 1 Mitarbeiter einen Gewinnvortrag von 80 Millionen.

    Blutgeld für den KSC?
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  •   coleman0234
    (418 Beiträge)

    15.02.2011 21:00 Uhr
    Genauso
    wie ein Ettlinger Arzneimittelhersteller, der zur Herstellung seines Homöopathischen Wundermittels das aus einer bestimmten Wurzel stammt, ein ganzes Afrikanisches Dorf ausgerottet haben soll.
    Ein einheimischer Medizinmann hat einst die heilende Wirkung entdeckt und sein Volk damit behandelt.
    Nun schwimmt der Schamane im Geld und das verscheuchte Volk zieht den kürzeren.
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  •   honktonk
    (3196 Beiträge)

    15.02.2011 18:45 Uhr
    KSC-Sponsor
    Na, wenn das mal keine gute Aussendarstellung ist …
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  •   Laetschebachschorsch
    (3095 Beiträge)

    15.02.2011 18:24 Uhr
    Menschenunwürdig
    Und dass mir keiner mehr ein Auto, eine Maschine oder sonstige Waren kauft, in denen Teile aus China verarbeitet wurden oder die dort hergestellt wurden. (Wenn man es nur wissen könnte)
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  •   rentner
    (377 Beiträge)

    15.02.2011 20:19 Uhr
    Teile aus China
    an erster Stelle "stromsparende Lampen" in denen ja Quecksilber ist
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