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Karlsruhe Südtangente Karlsruhe: Was wird getan, um Staus zu vermeiden?

Karlsruhe ist eine der zehn verkehrsreichsten deutschen Städte. Das ist ein Problem - vor allem in Hinblick auf bevorstehende Bauarbeiten wie die der Rheinbrücke, findet die Karlsruher CDU-Fraktion. Sie fordert von der Stadtverwaltung deshalb ein Konzept mit allen geplanten Maßnahmen auf der Südtangente.

Die Fächerstadt gehört zu den staureichsten Großstädten Europas. Zu diesem Ergebnis kommt der "Inrix Traffic Scorecard Report 2017". Demnach befindet sich die Fächerstadt mit durchschnittlich 34 Stunden Stau europaweit auf Platz 25 - deutschlandweit auf Platz 10. Die Karlsruher mussten vor allem auf der B3 und der A5 im Stau stehen, das geht aus der Studie hervor.

Doch was tun, wenn der Verkehr auf diesen Straßen mal wieder nicht vorangeht? Die Karlsruher Südtangente ist in diesen Fällen eine gern genutzte Ausweichmöglichkeit. Das kann aber in diesem Jahr wegen einiger großer Bauvorhaben, wie der zweite Bauabschnitt der A5-Fahrbahnerneuerung oder auch der Rheinbrücken-Sanierung, schnell zum Problem werden. Vor allem dann, wenn auch noch auf der Südtangente gebaut wird, merkt die Karlsruher CDU-Fraktion in einem aktuellen Antrag an die Stadtverwaltung an.

Die Fraktion fordert deshalb von der Stadtverwaltung ein "Konzept für die Abfolge geplanter Unterhaltungs- und Reparaturarbeiten auf der B10/Südtangente". Dies solle "vorausschauend und abgestimmt" mit den zuständigen Behörden sein - man solle also im schlimmsten Fall auf alle Verkehrsstörungen vorbereitet sein.

Fortlaufende Absprache zwischen den Zuständigen

Doch laut ihrer Stellungnahme ist das die Stadt schon längst: "Bei verkehrlich relevanten Baumaßnahmen findet eine fortlaufende enge Abstimmung zwischen den beiden Straßenbaulastträgern (Anmerkung der Redaktion: Gemeint sind das Regierungspräsidium Karlsruhe und das städtische Tiefbauamt) statt, um die Auswirkungen für die am Verkehr Teilnehmenden so gering als möglich zu halten", heißt es.

So seien beispielsweise Projekte wie die Erneuerung der Sicherheitstechnik Tunnel zwischen dem sogenannten Bulacher Kreuz und dem Schwarzwaldkreuz und die Fahrbahnerneuerung auf der B3 im Abschnitt zwischen der Einmündung der B3 auf die Südtangente und dem Schindweg bereits fest geplant. Ersteres wird Ende 2020 mit jeweils zwei freien Fahrstreifen pro Richtung - Letzteres im Jahr 2019 in einer Woche umgesetzt.

Außerhalb der Spitzenstunden: Kleinere Arbeiten

Auch kleinere - immer wieder anfallende - Unterhaltungs- und Reparaturarbeiten auf der Südtangente sind bereits abgesprochen. Sie werden außerhalb der verkehrlichen Spitzenzeiten zwischen 9 und 15 Uhr oder nachts durchgeführt. Darunter fallen beispielsweise das Schneiden von Bäumen oder Sträuchern am Straßenrand, das Putzen der Fahrbahnen oder auch verschiedene Wartungsarbeiten an, zum Beispiel den Blitzern.

In der Regel kommt der Verkehr deshalb aber nicht zum Erliegen. Trotzdem merkt die Stadt in ihrer Stellungnahme an: "Bildet sich ein Stau auf der Südtangente, dann werden die Arbeiten unterbrochen."

Kleinere Arbeiten wie das Schneiden von Bäumen werden außerhalb der Spitzenverkehrszeiten erledigt. | Bild: Regierungspräsidium Karlsruhe

Für 2019/2020 keine großen Projekte geplant

Von diesen Vorhaben seien "die umfangreichen grundlegenden Erneuerungs- und Instandhaltungsmaßnahmen an der Bausubstanz der Straße" klar zu trennen, merkt die Verwaltung weiter an. "Diese wurden bereits in den vergangenen Jahren in größeren Abschnitten auf der Südtangente, sowohl von der Stadt als auch außerhalb der Ortsdurchfahrtsgrenze auf der B10, vom Land beziehungsweise vom Regierungspräsidium Karlsruhe vorgenommen", so die Stadt.

Weiter heißt es, dass Maßnahmen in dieser Größenordnung für die kommenden beiden Jahre 2019 und 2020 nicht geplant sind. Die Konsequenz: Die Südtangente wäre zum Zeitpunkt der beiden Großbauprojekte auf der A5 und der B10 bei der Rheinbrücke also außer von kleineren alltäglichen Arbeiten von keinen weiteren Bauarbeiten betroffen.

Abschließend erwähnt die Stadt allerdings, dass das Verkehrsnetz immer wieder durch nicht vorhergesehene Geschehnisse schnell überlastet ist. Auch das werde sich - trotz der noch so guten Koordination im Vorfeld - auch in Zukunft nicht vermeiden lassen.

Mehr zum Thema:

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Kommentare (33)
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  •   Greif
    (1516 Beiträge)

    14.03.2018 12:42 Uhr
    Naja...
    also ich brauche - wenn ich denn das Auto nehmen muss - schon für die ersten zwei Kilometer rund 20 Minuten und fordere deshalb einen zweiten Grötzinger Tunnel - anstatt das Geld für eine Murkslösung an der Rheinbrücke auszugeben!!! zwinkern
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  •   mueck
    (12458 Beiträge)

    14.03.2018 13:05 Uhr
    !
    Und ich fordere mehr Kassen beim ALDI, da stehe ich ständig im Stau!

    ;-)
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  •   schmidmi
    (2860 Beiträge)

    14.03.2018 14:57 Uhr
    Und ich fordere
    das ganze für die Rheinbrücke eingeplante Geld auf mein Konto zu überweisen. Dann brauche ich auch nicht mehr aus dem Haus und falle als Stauverursacher / Mitmacher aus grinsen
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  •   Hüttenkäse
    (421 Beiträge)

    14.03.2018 18:13 Uhr
    Dann müssen Sie aber auch ihr Reiseklo verkaufen...
    ... um endgültig und nachweislich als Stauverursacher auszuscheiden. zwinkern
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  •   schmidmi
    (2860 Beiträge)

    14.03.2018 19:19 Uhr
    Das fährt nur außerhalb
    hier in KA ist es zu eng. Und über die Rheinbrücke schon garnicht. Wer fährt schon in die 3te Welt?
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  •   art5gg
    (537 Beiträge)

    14.03.2018 19:24 Uhr
    An Wochentagen von 6:00 bis 9:00 Uhr fahren eine.....
    ...ganze Menge gen Osten über den Rhein!
    Zumindest wenn man nach der Verkehrsdichte auf der Rheinbrücke geht oder versucht, in eine Bahn Richtung Karlsruhe einzusteigen!
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  •   mhitzler
    (120 Beiträge)

    14.03.2018 11:51 Uhr
    Was mich betrifft - Stimmt
    Ich sitze in der Strassenbahn oder im Fahrradsattel.
    Und ersteres steht dem Berufsverkehr aus der Pfalz zur Verfügung.
    Also was soll das...
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  •   art5gg
    (537 Beiträge)

    14.03.2018 19:19 Uhr
    Stimmt!
    Aber für den Berufsverkehr meist ohne Sitzplatz und oft auch ohne Stehplatz!
    Und als besondere Überraschung kommt es ab und zu vor, dass der Platz am Fahrschalter unbesetzt ist.
    Wenn ich mich an die Äußerungen bezüglich kostenlosem ÖPNV erinnere, war der Tenor doch, dass der ÖPNV kapazitätsmäßig schon jetzt aus dem letzten Loch pfeift.
    Also nur große Klappe in der Hoffnung, dass es niemand beim Wort nimmt - wie man das von Ökologiebewegten halt so gewöhnt ist!
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  •   lynx1984
    (3454 Beiträge)

    14.03.2018 10:23 Uhr
    Naja
    die Kombilösung schluckt alle Gelder der Stadt - für Optimierungen an der Südtangente bleibt nix mehr über!
    Die Kombilösung wird jetzt Mehrkosten in Höhe einer zweiten Rheinbrücke haben.
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  •   andip
    (11329 Beiträge)

    14.03.2018 11:58 Uhr
    Eine eventuelle zweite Rheinbrücke
    und/oder Sanierung der Südtangente wird nicht aus dem Stadtsäckel bezahlt sondern aus Bundesmitteln.
    Von daher hat das nichts miteinander zu tun.
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