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Karlsruhe Stürmisches Herbstwetter: Rund um Karlsruhe bleibt es windig

Starke Windböen haben Karlsruhe und die Region heute fest im Griff. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor starken Wind, Sturmböen und herab fallenden Ästen. Örtlich ist es auch schon zu Schäden gekommen: In Knielingen ist ein Kran umgestürzt und hat ein Dach beschädigt. Auch am Donnerstag soll der Sturm weiter anhalten.

Die Karlsruher Feuerwehr hat nach eigenen Angaben für den Stadtkreis bisher zehn Einsatzmeldungen verzeichnet. Wie sie auf ka-news-Anfrage mitteilt, handelte es sich in den meisten Fällen jedoch um geringere Schäden wie umgefallene oder abgeknickte Bäume, Bauzäune oder Verkehrschilder.

Einen größeren Einsatz hatte die Feuerwehr heute Vormittag in Knielingen: In der Neufeldstraße hat ein umgekippter Kran nach Feuerwehr- und Polizeiinformationen durch die Windböen eine Oberleitung sowie Häuserdächer beschädigt.

Orkanböen im Schwarzwald

In Karlsruhe kann es laut DWD zu Böen zwischen 65 und 85 Kilometern pro Stunde (km/h) kommen. Auf den Höhen kann es sogar zu Böen mit bis zu 100 km/h kommen. Über Mittag und Nachmittag treten vielerorts im Flachland Stürmische Böen um 70 km/h auf, in den Hochlagen von Schwarzwald und Alb ist mit Sturmböen um 80 km/h zu rechnen.

Wie der Deutsche Wetterdienst mitteilt, werden auf einigen Schwarzwaldgipfeln orkanartige Böen um 110 km/h erreicht, auf dem Feldberg wird vor Böen von bis zu 130 km/h gewarnt. Abends schwächt sich der Wind im Flachland langsam ab, während er im Bergland unverändert stark bleibt. Grund für das kalte, stürmische Wetter sind laut DWD die Ausläufer eines Orkantiefes, das von der Nordsee zur Ostsee zieht - seine Ausläufer bestimmen das Wetter in Baden-Württemberg.

Aktualisierung, 15.09 Uhr:

Der DWD hat bekannt gegeben, dass bis heute Abend vielerorts mit Sturmböen zwischen 70 und 80 km/h gerechnet werden muss. In den Hochlagen von Schwarzwald und Alb kann es ebenfalls zu Böen um 80 km/h kommen, auf ungeschützen Schwarzwaldgipfeln sogar zu orkanartigen Böen um 110 km/h.

In der Nacht zu Donnerstag gehen die Böen laut DWD im Norden rasch unter die Warnschwelle von 50 km/h zurück. Tagsüber muss allerdings weiterhin mit Böen zwischen 50 und 75 km/h aus westlichen Richtungen gerechnet werden. Im Bergland werden weiterhin Sturmböen um 80 km/h, in den Hochlagen des Schwarzwaldes sogar schwere Sturmböen um 100 km/h erwartet. Im Laufe des Donnerstages soll nach Angaben des DWD die dem Orkantief zugehörige Kaltfront allerdings nach Südosten abziehen. Im Norden und Westen kann gebietsweise ergiebiger Dauerregen aufkommen.

Aktualisierung, 15.52 Uhr:

Wie das Polizeipräsidium Karlsruhe in einer Pressemitteilung mitteilte, kam es im Raum Karlsruhe zu mehreren Sturmschäden. Zwischen 8 und 15 Uhr war die Polizei zu rund 75 Einsätzen gerufen worden. In den meisten Fällen handelte es sich, wie bereits die Feuerwehr bestätigte, um entwurzelte Bäume, umgefallene Bauzäune oder Verkehrszeichen. "Allein 25 Einsätze waren in Karlsruhe und hier insbesondere in den westlichen und nordwestlichen Stadtteilen zu verzeichnen", meldet die Polizei. 

Die witterungsbedingten Sachschäden bewegen sich nach Polizeiangaben in einem niedrigen Bereich, Personenschäden wurden nicht bekannt. Der Haken am Arm eines Baukranes, der durch den Sturm gedreht wurde, beschädigte in Knielingen drei angrenzenden Häuser und blieb schließlich in der Oberleitung der Stromversorgung hängen. Dabei entstand nach Polizeieinschätzungen ein Schaden von 3.000 bis 4.000 Euro. Da an der betroffenen Stromleitung kein Schaden entstanden war, konnten die Bewohner der vorsorglich evakuierten drei Gebäude nach rund anderthalb Stunden in ihre Häuser zurück.

Die Landesstraße 340 musste nach Polizeiinformationen zwischen Eyachmühle und Dobel in der Mittagszeit wegen eines auf der Fahrbahn liegenden Baumes und heruntergefallener Äste kurze Zeit gesperrt werden. Nach Beseitigung der Hindernisse und Begutachtung durch die Straßenmeisterei und den zuständigen Förster konnte die Strecke wieder freigegeben werden. "Die Hauptarbeit bei der Bewältigung der Sturmschäden lag bei den zuständigen Feuerwehren", betonte die Polizei in ihrer Pressemitteilung.

Windböen sorgen auch in Rastatt für Sachschäden

Die Folgen der Sturmböen in Baden-Württemberg sind auch in Mittelbaden deutlich zu spüren. Wie die Polizei mitteilte, schlug der Wind in Rastatt um 12 Uhr derart stark gegen ein offenstehendes Fenster, dass die Scheibe zersplitterte. Nach aktuellem Sachstand wurden zudem etwa fünf geparkte Auto beschädigt, was einen Gesamtschaden von rund 20.000 Euro zur Folge hatte. Personenschäden sind glücklicherweise auch hier bislang nicht zu beklagen.

Aktualisierung, 14.09. 17:09 Uhr:

Auch rund um Karlsruhe, in Ettlingen, Marxzell oder Malsch hat das stürmische Wetter die Einsatzkräfte auf Trab gehalten. Es kam auch hier zu einigen witterungsbedingten Einsätzen. Ein herabgestürzter Ast verursachte an einem Fahrzeug einen Sachschaden. Ein größerer Ast drohte auf der Max-Reger-Straße auf die Fahrbahn zu stürzen und musste durch die Feuerwehr abgesägt werden. In Malsch blockierte ein umgestürzter Baum den Radweg entlang der L 607. Ein Blechdach musste in Marxzell abmontiert werden, weil es weg zufliegen drohte. Im Ettlinger Stadteil Schölbronn entpuppte sich ein vermeintlicher Einbrecher als herum fliegender Sonnenschirm.

Aktuellen Warnlagebericht des Deutschen Wetterdienstes (externer Link)

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Kommentare (24)
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  •   Tobias_B
    (1 Beiträge)

    14.09.2017 10:31 Uhr
    Grüße aus Knielingen
    Der Kran ist nicht umgefallen, das zeigen auch die Bilder die KA-news vorher gepostet haben.
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  •   VielVorNixDahinter
    (78 Beiträge)

    14.09.2017 10:13 Uhr
    Das Wetter war gestern
    so stürmisch wie noch nie am 13.09. seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.
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  •   peddersenn
    (962 Beiträge)

    14.09.2017 10:48 Uhr
    seit der Sommer.....
    ...ziemlich regelmäßig schon im Mai anfängt, kommt naturgemäß der Herbst auch früher. Alles gut.
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  •   silberahorn
    (9339 Beiträge)

    14.09.2017 11:27 Uhr
    Voriges Jahr
    hatte ich es so, dass es hier sehr heiß war und ich am Mittelmeer kalte Stürme erlebte. Dieses Jahr wäre ich jetzt eigentlich in Griechenland und dort ist es heiß, während es hier stürmt und kalt wurde. Auf nichts ist mehr Verlass. grinsen
    Und normalerweise ist der September an der Nordsee auch angenehm und nicht mit "Land unter Wetterlage". Schuld können sowieso nur die Piloten von Air Berlin sein, weil zu wenige Flugzeuge als Quirl in den Wolken sind. zwinkern
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  •   VielVorNixDahinter
    (78 Beiträge)

    14.09.2017 12:05 Uhr
    Die Air Berlin - Piloten sind schuld?
    Das ist jetzt aber Scheiße. Wie bekommen wir das denn aufgefangen? Muss ich jetzt wieder nächtelang mit dem Auto um den Block heizen?
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  •   Aussie
    (545 Beiträge)

    13.09.2017 16:26 Uhr
    Unser Zyklon "Debbie" im März
    hatte 270 km/h drauf. Da sind auch ein paar Bäume umgefallen. zwinkern
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  •   diwd
    (508 Beiträge)

    13.09.2017 17:04 Uhr
    Oh? In Livorno?
    Hab ich gar nicht mitbekommen.
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  •   betablocker
    (749 Beiträge)

    13.09.2017 15:47 Uhr
    Man darf
    das schon ernst nehmen. Ich bin vorher die B36 reingekommen, auf der Gegenfahrbahn war zwischen Sudetenstrasse und Neureut grad ein Stadtmitarbeiter dabei einen halben Baum von der Strasse zu zerren. Da kann schnell ein verheerender Unfall draus werden.
    Also wer nicht raus muss tut gut daran drin zu bleiben.
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  •   Crackerjack
    (1418 Beiträge)

    13.09.2017 13:36 Uhr
    Frage an Florida.
    Hilfe was sollen wir tun?
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  •   diwd
    (508 Beiträge)

    13.09.2017 17:00 Uhr
    Dürfte Dich irgendwo in Afrika(?)
    wenig jucken.
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