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Karlsruhe Studentinnen klagen in Karlsruhe: "Containern" soll nicht strafbar sein! (mit Video)

Sie wurden verurteilt, weil sie Lebensmittel aus der Mülltonne eines Supermarkts gefischt haben - heute reichten sie in Karlsruhe Klage vor Deutschlands höchstem Gericht ein. Unterstützung erhalten sie von zahlreichen anderen Menschen vor Ort. "Containern ist kein Diebstahl", so die Botschaft.

Caro und Franzi - so heißen die beiden Studentinnen, die nachts in Olching bei München Obst und Joghurt aus den Containern eines Supermarktes gefischt hatten. Dafür wurden sie angeklagt und zu Sozialstunden und einer Geldstrafe von 225 Euro verurteilt - wegen schwerem Diebstahl. Das Urteil möchten sie nicht akzeptieren und reichten am Freitag Klage beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe ein.

"Erst waren wir Angeklagte, jetzt sind wir verurteilt", so die beiden Studentinnen bei ihrer Kundgebung in Karlsruhe. "Die Liebe für Lebensmittel reicht nun bis vor das Bundesverfassungsgericht!".  Am Freitagmorgen sind nicht nur die beiden Studentinnen, sondern auch zahlreiche Unterstützer vor Ort. Eine von ihnen ist Elli: 

Mit ihrer Verfassungsklage wollen die Studentinnen auf das Problem der Lebensmittelverschwendung aufmerksam machen. 

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Kommentare (37)
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  •   motzki
    (726 Beiträge)

    12.11.2019 13:53 Uhr
    Was kann man daran missverstehen?
    § 242 Diebstahl. (1) Wer eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. (2) Der Versuch ist strafbar.
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  •   Nachteule
    (677 Beiträge)

    10.11.2019 01:45 Uhr
    Ich halte das für zynisch
    wenn die einen - vermutlich wohlhabend - dafür kämpfen, dass sich Arme von Essen aus dem Müllcontainer ernähren dürfen. Unglaublich, wie weit wir es in diesem Land gebracht haben.
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  •   dipfele
    (5598 Beiträge)

    10.11.2019 05:47 Uhr
    Manche Leute müssen....
    … sich aus Abfallbehältern ernähren.
    Die Millionen Tonnen Abfall- Lebensmittel aus Überproduktion müssen die Kunden indirekt mit bezahlen.
    Würden nur so viele Lebensmittel in die Läden kommen, wie tatsächlich gekauft werden, dann könnten die Lebensmittel billiger verkauft werden. Gehen wir mal von 1000 Packungen pro Tonne zu einem Euro aus, dann sind das bei 10 Mio Tonnen = 10 Mio Euro um die die Lebensmittel billiger verkauft werden könnten. Allerdings wurden dem Staat dann auch 655.000,- € an Steuern verloren gehen.
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  •   Nachteule
    (677 Beiträge)

    10.11.2019 07:24 Uhr
    Würden nur so viele Lebensmittel in die Läden kommen, wie ...
    Theorie pur ! Wenn die Filialleiter das vorher wüssten, könnten sie auch die Lottozahlen vom Wochenende prognostizieren und dann könnten sie sofort damit aufhören, ihre Filiale zu leiten... grinsen grinsen grinsen
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  •   Chris23
    (365 Beiträge)

    10.11.2019 20:49 Uhr
    Prognostizieren geht zu einen Gewissen maße
    Natürlich wird die exakte Menge kaum zu bestimmen sein, allerdings ist es üblich das Unternehmen Ärger bekommen wenn sie zuwenig Wegschmeißen.
    Denn die ketten sei es Aldi, McDoof und Co wollen ihren Kunden zu jeder Tageszeit ein volles Sortiment bieten, daher werden die Filialen in der Regel angehalten so einzukaufen und zu kalkulieren das 10% der Frischware weggeschmißen wird (die 10% hab ich mal aufgeschnappt, der Wert varierert bestimmt)
    Wenn man Samstag Abends in dem Supermarkt geht, bekommt man in der Regel noch alles und imho muss man auch nicht so kalkulieren das überall der maximale oder gewünschte Verkauf stattfindet, ja es ist ärgerlich wenn ich in Supermarkt keine frischen Tomaten mehr finde in der Regel kaufe ich in dem Fall aber andere Lebensmittel und muß trotzdem nicht hungern. Vielleicht gibt es zu der Zeit auch mein gewünschtes brot nicht mehr, und ich muss mir das holen welches noch da ist.
    Man könnte die weggewurfene Menge deutlich reduzieren, ohne großen verlust.
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  •   Route66
    (1851 Beiträge)

    10.11.2019 21:12 Uhr
    Es ist absolut
    dekadent und pervers, dass die Wirtschaft sich dem Kundenwunsch so beugt. Da wurden vor vielen Jahren mal rep. Umfragen *hüstel gemacht und als diese Umfragen ergaben, dass der Kunde im Supermarkt oder beim Bäcker immer ALLES kaufen will, sonst wird er unzufrieden, da haben die Konzerne reagiert. Was ein absoluter Schwachsinn ist. Wenn jemand samstags erst um 12 aus dem Bett kommt, dann gibt es beim Bäcker eben nur, was noch da ist und fertig. Es wird nicht mehr gekauft, nur weil alles immer verfügbar ist. Auch das ist ein Fakt. Alle müssen sich immer nach der größtmöglichen Bequemlichkeit des Kunden richten. So etwas kann nicht gut gehen.
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  •   patrickkk
    (1326 Beiträge)

    10.11.2019 22:10 Uhr
    tja
    tja schon scheixxe wenn man Chirug ist und Nachts noch einem das Leben rettet. Schlaf oder Brot!
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  •   Route66
    (1851 Beiträge)

    11.11.2019 06:41 Uhr
    Quatsch
    Schichtarbeiter, Krankenschwestern und Ärzte im Nachdienst gab es schon ewig. Die Ladenöffnungszeiten waren da noch bis 18.30 und Du hast eben nicht immer alles bekommen. Und das war da auch kein Problem.
    Weil: der Chirurg hat morgens nach dem Nachtdienst sein Brot gekauft oder ist nachmittags einkaufen. War ganz einfach. Aber heutzutage muss, wie schon geschrieben, jeder das Recht haben zu jeder alles kaufen zu können. Nur darum geht es. Dafür müssen dann Menschen, die sowieso schon schlecht bezahlt werden bis nachts an der Kasse sitzen da der Kunde abends zwar SEIN Lieblingsbrot noch vorfinden will, es dann aber wohl doch nicht kauft, fliegt das Brot in den Müll. Wünschenswert?
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  •   patrickkk
    (1326 Beiträge)

    11.11.2019 16:42 Uhr
    ...
    Und du willst das Recht drauf das andere nicht einkaufen dürfen? zwinkern

    Es wird sowieso 24/7 eingekauft. Ob die Läden offen haben oder nicht. Deine Öffnungszeiten entscheiden nur ob derjenige im Amazon Lager oder im Edeka arbeitet... sonst nichts.

    Und ich bin eher für lokale Läden;).
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  •   Route66
    (1851 Beiträge)

    11.11.2019 16:57 Uhr
    Nochmal Quatsch
    ☺️ es sind übrigens nicht meine Öffnungszeiten.
    Die Leute die online kaufen, kaufen online weil geiz geil ist und es bequem ist, alles wieder zurückschicken zu können. Die kaufen niemals hier im Einzelhandel, wenn der noch länger auf hat. Die lassen sich höchstens im Einzelhandel lange und ausführlich beraten und kaufens dann online. Alles schon erzählt bekommen. Und dann heulen, wenn das Spielwarengeschäft zu macht. Tja saudumm gelaufen. Und: Brot kriegste nicht online.
    Und was macht der arme Chirurg jetzt?
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