Karlsruhe/Temeswar Streunende Hunde in Temeswar: Kastration statt Verelendung

Im Juli 2011 hat Dr. Georghe Ciuhandu, der Oberbürgermeister der Karlsruher Partnerstadt Temeswar in Rumänien, das Tierheim Karlsruhe besucht. Dabei stellte Ciuhandu ein Konzept für die Einführung eines umfassenden Kastrationsprogramms, Verbesserung der Vermittlung von Straßenhunden sowie Verbreitung des Tierschutzgedanken im Stadtgebiet Temeswar vor.

Es wurde zudem eine Übereinkunft getroffen, dass für die Durchführung und Überwachung der Kastrationen ein kompetenter und erprobter außenstehender Tierarzt hinzugezogen wird, der über viel Erfahrung als Operateur im Tierschutzumfeld verfügt.

Der Start des Kastrationsprogramms erfolgt mit der Kastration von 50 streunenden Hunden und wird schrittweise auf die gesamte Straßenhundepopulation im Stadtgebiet Temeswar ausgeweitet. Diese Vereinbarungen ist nicht nur ein großer Erfolg der Tierschutzkooperation von Karlsruhe und Temeswar sondern auch ein erster Schritt zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Tausenden streunender Hunde im Stadtgebiet Temeswar.

Für eine sachbezogene Zusammenarbeit bei der Umsetzung des Kastrations- und Vermittlungsprogramms hat der Tierschutzverein Karlsruhe seine Unterstützung zugesagt. Der Hintergrund: Vertreter des Tierschutzvereins Karlsruhe hatten in 2010 die Partnerstadt Temeswar besucht, um sich vor Ort ein Bild über den Tierschutz zu machen. Es wurde eine Tierauffangstation eines Unternehmens besichtigt, das im Auftrag der Stadt Temeswar an der Verringerung der Straßenhundepopulation arbeitet.

Die Tiere wurden dort für 14 Tage in überfüllten Tierboxen zusammengefasst, um ihnen eine Chance auf Vermittlung einzuräumen.

Deshalb trat der Tierschutzverein Karlsruhe in 2010 und 2011 in Dialog mit der Stadt Temeswar ein, sich für eine flächendeckende Kastrationslösung im Stadtgebiet Temeswar einzusetzen. Das Ziel war, freilaufende Hundepopulationen mit betreuter Fütterung zu kastrieren und damit eine nachhaltige Populationsverringerung zu erreichen.

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