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Karlsruhe Stellwerkstörung in Jöhlingen: Fahrgäste der Linie S4 mussten lange Zeit auf Busse umsteigen

Aufgrund einer Störung an einem Stellwerk bei Jöhlingen kommt es heute zu massiven Einschränkungen beim Stadtbahnverkehr der Linie S4 zwischen Karlsruhe und Heilbronn. Das teilt die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) in einer Pressemeldung mit. Mit dem Ende der Störung ist voraussichtlich um 15 Uhr zu rechnen.

Nach Angaben der AVG soll die Störung bereits gestern begonnen haben. Bis die Störung am heutigen Freitag behoben ist, verkehren keine Züge zwischen Grötzingen Bahnhof und Bretten Bahnhof. Zwischen Berghausen Bahnhof und Bretten Bahnhof ist ein Busnotverkehr eingerichtet. Die Busse bedienen auch die Bushaltestellen in Jöhlingen und Dürrenbüchig entlang der Bundesstraße B293.

Fahrgäste, die ihre Fahrt von der Haltestelle Berghausen Hummelberg beginnen möchten, werden gebeten, sich zur Haltestelle Berghausen Pfinzbrücke zu begeben. In Wössingen halten die Busse an den Haltestellen Durlacher Allee und Grundschule, in Rinklingen an der Bushaltestelle Jahnstraße.

Störung bringt erhebliche Verzögerungen mit sich

Eilzüge und ein Teil der S4-Bahnen fahren auf einer Umleitungsstrecke vom Karlsruher Hauptbahnhof über Bahnhof Durlach und von dort ohne weiteren Zwischenhalt entlang der Strecke bis nach Bruchsal und von dort weiter nach Bretten, so die AVG weiter. Ab der Melanchthon-Stadt verkehren diese Bahnen der Linie S4 dann wieder auf ihrem regulären Fahrweg nach Heilbronn. Diese Umleitung wird auch in umgekehrter Richtung ab Bretten Bahnhof in Richtung Karlsruhe gefahren.

"Sowohl auf dieser Umleitungsstrecke als auch im Busnotverkehr zwischen Berghausen und Bretten muss mit erheblichen Zeitverzögerungen und Kapazitätsengpässen gerechnet werden", vermeldet die AVG abschließend.

Aktualisierung, 15.45 Uhr:

Die Störung am Stellwerk der Deutschen Bahn bei Jöhlingen ist behoben. Die Stadtbahnen der Linie S4 können seit 15 Uhr wieder regulär zwischen Karlsruhe und Heilbronn verkehren. Der von der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) mit Bussen eingerichtete Schienenersatzverkehr zwischen Berghausen und Bretten wird nun zeitnah wieder aufgehoben, ebenso die Umleitung einiger Bahnen der Linie S4 über Bruchsal. Bis bei dem anlaufenden Stadtbahnverkehr der reguläre Fahrplan wieder eingetaktet ist, muss in den nächsten Stunden weiterhin mit Zeitverzögerungen und Kapazitätsengpässen gerechnet werden.

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Kommentare (20)
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  •   dipfele
    (5020 Beiträge)

    30.11.2018 11:44 Uhr
    Signalstörungen gibt es immer mal wieder....
    … aber dass dann gleich 24 h ein Streckenabschnitt gesperrt werden muss ist absolut unverständlich. Man stelle sich vor, wegen jeder Signalstörung auf ICE Strecken müssten 500 Reisende pro Zug mit dem SEV Bus weggekarrt werden... Unmöglich.
    In vergangenen Zeiten und im Ausland gelegentlich immer noch, gibt es die Stabregelung oder etwas eleganter den schriftlichen Befehl "A" (der auch mit Funk übermittelt werden kann) gemäss Fahrdienstvorschrift. Neuzeitlicher wäre, wenn die Leitstelle an den Bordcomputer auf den Führerstand dem Tf die Fahrbefehle erteilen würde. M.W. war vor Jahren schon mal die Strecke Grötzingen- Jöhlingen stundenlang wegen Signalstörung gesperrt. Gelernt hat die AVG aber eher nichts. Die stellen sich genauso unbeholfen an, wie die VBK bei der Behebung vom Schienenbruch im einasphaltierten Gleis der Kaiserstrasse neulich.
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  •   Greif
    (1502 Beiträge)

    30.11.2018 14:10 Uhr
    wenn man. ... (Dieter Nuhr)
    "Leitstelle" und "Fahrbefehle"?

    Wir sind hier nicht bei der Straßenbahn, sondern bei der Eisenbahn. Und mal abgesehen davon, das sich Fahren auf Befehl auf eingleisigen Strecken nur sehr bedingt mit der LNT-Richtlinie des BMV nur sehr bedingt verträgt: sowohl im betroffenen Streckenabschnitt (Fdl Grötzingen) als auch auf diversesten anderen Abschnitten der AVG-Linien sind Fahrdienstleiter der DB Netz zuständig und verantwortlich. Da schickt keiner Fahrbefehle auf irgendwelche Fahrzeugrechner, weil
    a) es keine Zulassung des Eisenbahnbundesamts dafür braucht und das bis zum Vorliegen einer solchen Zulassung als betriebsgefährdende Abweichung vom Regelwerk gilt.
    und
    b) selbst eine EBA-genehmigtes "Verfahren DB/ AVG" ohne Einhaltung einer Verfahrensbeschreibung der Bundesnetzagentur (die es für so etwas momentan überhaupt nicht gibt) als Sondervereinbarung mit einem einzelnen Verkehrsunternehmen eine verbotene Diskriminierung im Netzzugang wäre.
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  •   dipfele
    (5020 Beiträge)

    01.12.2018 14:04 Uhr
    LNT....
    … die LNT Richtlinie betrifft den Mischbetrieb von Vollbahnfahrzeugen mit Leichten Nahverkehrs Triebwagen, welche die für EBO Fahrzeuge geforderte Rahmensteifigkeit nicht aufweisen. Da gibt es einmal Bestimmungen an die Fahrzeuge selbst(z.B. Zugfunk) und Geschwindigkeitsbegrenzungen und Anforderungen an die Streckenausrüstung mit Sicherungsanlagen. Das hat aber nichts mit der Betriebsabwicklung im Störungsfall zu tun.
    1928 behalfen sich die Bahnbeamten im § 65 Nr.10 der EBO so:
    "Ist die Verständigung zwischen den Zugfolgestellen gestört (Signal z.B. kann nicht auf Fahrt gestellt
    werden, Anm.) so darf ein Zug zur vorsichtigen Fahrt ab -oder durchgelassen werden, wenn angenommen werden kann, dass der vorausgefahrenen Zug auf der nächsten Zugmeldestelle eingetroffen und ein Gegenzug auf dem selben Gleis nicht zu erwarten ist." Was 1928 galt, müsste im Zeitalter der Digitalisierung erst recht möglich sein. Weitere Regelungen bei Störungen enthält die Fahrdienstvorschrift (FV).
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  •   Greif
    (1502 Beiträge)

    03.12.2018 10:39 Uhr
    Achso...
    Zitat von dipfele Das hat aber nichts mit der Betriebsabwicklung im Störungsfall zu tun.


    Deshalb wird unter 3.2 gefordert, "Für den regelmäßigen Einsatz [...] betriebliche Anweisungen aufzustellen", die selbstverständlich Regelungen zum Störungsfall enthalten, und deren Anwendung "im Interesse der Handlungssicherheit des Betriebspersonals" von der Aufsichtsbehörde auf allen EBO-Strecken (auch außerhalb der Mischverkehrsstrecken) sagen wir mal 'dringend gewünscht' wird.

    Aber ich bin jetzt raus...
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  •   dipfele
    (5020 Beiträge)

    01.12.2018 12:49 Uhr
    Also vor Jahren...
    ….. gab es auf diesem Streckenabschnitt schon mal den gleichen Fall. Es ist ein Armutszeugnis, dass AVG/DB
    bis jetzt keine Regelung gefunden haben, wie bei Signalstörung der Betrieb weiter aufrecht erhalten werden kann. Gibt es keine Praktiker mehr? Nur noch durchgeistigte Theoretiker ? Zusätzlich haben wir eh schon jede Menge Zugausfälle wg. Fahrzeugstörungen und Personalmangel.
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  •   Greif
    (1502 Beiträge)

    03.12.2018 10:47 Uhr
    Die Gesellschaft stolpert über ihre eigenen Regeln
    Mit "Opa erzählt vom Krieg" gewinnt man leider beim - aus zu vielen Juristen bestehenden - Personal des EBA keinen Blumentopf.
    Und für alles andere müsste man Informationen nutzen, die über die DUS501 übermittelt werden. Dummerweise wird diese Übermittlung inzwischen aber vom EBA als "nicht ausreichend signaltechnisch sicher" angesehen.
    Eine Unterschrift unter einer betrieblichen Anweisung für diesen Anwendungsfall dürfte einer Zimmerreservierung im "Café Achteck" gleichkommen, was sich verständlicherweise keiner antut.
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  •   Badner1969
    (16 Beiträge)

    30.11.2018 11:16 Uhr
    Falsche Infos in der App (KVV bzw. DB)
    Gestern (29.11.2018) war ich in Ludwigsburg und wollte wieder in meine Heimat KA. Die Infos in der App waren alle falsch, da gab es keine Störung. Erst kurz vor Bretten wurden wir vom Fahrer informiert.
    Was auch besonders nervig war: Die S-Bahn von Bietigheim über Mühlacker nach Bretten / Bruchsal stand einmal als fahrende Bahn drin, eine Zeile darunter stand drin "Ab Mühlacker Streckensperrung, SEV nach Pforzheim, weiter mit S-Bahn"!
    Mensch KVV, könnte Ihr so etwas nicht sinnvoll einpflegen? Die DB-App Navigator greift doch auch auf diese Daten. Wenn man in LB steht und die Rückfahrt planen muß, ist man völlig aufgeschmissen!!!
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  •   microbit
    (58 Beiträge)

    30.11.2018 16:29 Uhr
    Passt doch?
    Die Bahn fährt aktuell Bruchsal <> Mühlacker <> Bietigheim. Wer nach Pforzheim will muss in Mühlacker umsteigen. Also sind die Infos do9ch richtig.
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  •   Rundbau-Gespenst
    (10773 Beiträge)

    30.11.2018 11:45 Uhr
    aber: wer will schon
    nach LB ???

    grinsen
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  •   Nerolino
    (28 Beiträge)

    30.11.2018 08:47 Uhr
    Stellwerksstörung? Und was genau?
    Bei einer so langen Störung (> 24h) hätte ich von der AVG gerne mehr über den genauen Grund erfahren. Es ich ja schließlich nicht das erste Mal. Aber die rücken nichts raus. Was ist das für ein Laden?
    Warten wir mal ab ob man mehr über die 'Stellwerksstörung' erfahren wird.
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