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Karlsruhe Staufalle Tagesbaustelle: "Wieso sind sie immer während der Rushhour?"

Baustellen sind oft ein Ärgernis für Autofahrer. Zusätzlich zu größeren Maßnahmen werden auch immer wieder Tagesbaustellen installiert. Werden diese Arbeiten wirklich häufig im Berufsverkehr durchgeführt, wie ein ka-Reporter mahnt?

Baustellen zur Fahrbahnerneuerung werden oftmals zur Geduldsprobe für Autofahrer. Neben groß angelegten, über Wochen andauernden Maßnahmen gibt es aber auch immer wieder Tagesbaustellen, also kurzzeitige Arbeiten wie die Reinigung der Fahrbahn oder das Pflegen von Gewächsen am Rand der Autobahn.

Aber "warum muss eigentlich immer während der Rushhour an neuralgischen Punkten -also zwischen Karlsruhe Süd und Karlsruhe Nord- der Grünstreifen gemäht beziehungsweise Müll aufgesammelt werden", fragt ka-Reporter Sebastian in einer Nachricht an die Redaktion. "Bei aller Dankbarkeit, dass diese Maßnahmen durchgeführt werden, muss es doch möglich sein, diese Arbeiten außerhalb der Rushhour durchzuführen oder so zu planen, dass in dieser Zeit andere Streckenabschnitte bearbeitet werden." 

Baum-Arbeiten auf der A5 und der A8

Wie das zuständige Regierungspräsidium Karlsruhe in einer Pressemeldung mitteilt, laufen derzeit tatsächlich Gehölzpflege- und Rückschnittarbeiten auf den Autobahnen A5 und A8 rund um das Karlsruher Dreieck. Noch bis Februar 2018 sollen diese Arbeiten andauern.

"Hierbei werden insbesondere bereits abgestorbene und verkehrsgefährdende Bäume und Sträucher zurückgeschnitten. Dabei werden in den Straßenböschungen die Pionierholzarten und bruchgefährdete Gehölze wie beispielsweise Pappeln, Robinien, Weiden oder Erlen aus den Beständen entfernt", werden die Arbeiten beschrieben. Wie aber werden diese Arbeiten geplant, und ist es nicht möglich, sie außerhalb der Pendlerzeiten durchzuführen? 

Keine Tagesbaustellen zu typischen Pendlerzeiten

Doch, erklärt Uwe Herzel von der Pressestelle des Regierungspräsidiums Karlsruhe. Bei der Planung solcher Arbeiten würde man die Verkehrsdichte "natürlich berücksichtigen", heißt es auf Anfrage von ka-news.

"Für Unterhaltungsarbeiten sind verschiedene Zeitfenster vorgesehen. Diese sind: Montag: zehn bis 16 Uhr; Dienstag bis Donnerstag: neun bis 16 Uhr und Freitag von neun bis 12 Uhr. Arbeiten im zweistreifigen Bereich die längere Zeit in Anspruch nehmen, wie zum Beispiel Markierungsarbeiten oder Schutzplankenreparaturen, werden in der Nacht durchgeführt, um die Verkehrsbeeinträchtigungen zu minimieren", erklärt der Sprecher weiter.

Außerhalb dieser Zeiten werde man nur dann tätig, wenn das Eingreifen für die Verkehrssicherheit notwendig sei, also zum Beispiel, wenn Teile auf der Fahrbahn lägen. Ansonsten werde man in der Regel zwei bis drei Mal pro Jahr die Grünstücke am Rand der Autobahn durchgeführt.

Wie lange die Arbeiten dann andauern, könne man so pauschal nicht sagen. "Die Kehrmaschine kann ihre Arbeit bei zirka zehn Stundenkilometern durchführen", so Herzel. Diese kommt meist in Kombination mit anderen Fahrzeugen zum Mähen der Mittelstreifen oder bei der Reinigung der Entwässerungseinrichtung zum Einsatz. Doch dieses Fahrzeug müsse sich auch an die Geschwindigkeit der anderen Arbeiten anpassen.

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Kommentare (14)
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  •   Lars01
    (71 Beiträge)

    10.11.2017 09:51 Uhr
    B36 ist ein eher positives Beispiel
    Ich kann mich täuschen, aber subjektiv betrachtet habe ich das Gefühl, das die Baustelle an der B36 wirklich flott vorangeht. Da kann man beinahe jeden Tag einen echten Fortschritt erkennen. Vielleicht sollte man bei der Firmenauswahl neben dem Preis (das Billigste muss nicht immer das Beste sein) auch positive Erfahrungen in der Vergangenheit einfließen lassen, oder die Konventionalstrafen bei Zeitüberziehung höher ansetzen. In der Privatwirtschaft geht so etwas ja auch. Nur anscheinend im Straßenbau und bei Karlsruher Straßenbahnen wohl nicht.
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  •   freigeist
    (375 Beiträge)

    05.11.2017 17:51 Uhr
    In Karlsruhe ist Nichts normal
    außer Fehlplanungen.
    Für die Autobahn ist ja der Bund oder auch das Land zuständig nur könnte die Stadt da mal etwas Druck machen.Wie kann es sein das in Höhe Durlach schon seit zig Monaten das Tempo auf 80km/h reduziert wird und es dadurch immer wieder zu haaruigen Situationen kommt.
    Durch einen Unfall wurden vor Monaten 2 Sicherungselemente beschädigt,wohl auch Normteile und man ist in diesem Land nicht in der Lage diese Bauteile endlich mal zu ersetzen.
    Aber jetzt zur Stadt und deren super Planungen.Im größten morgentlichen Berufsverkehr werden auf der Hauptstr in Hagsfeld die Mülleimer geleert.Gibt es den keine Seitenstraßen wo man beginnen könnte.
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  •   Ozeiger
    (1459 Beiträge)

    05.11.2017 23:34 Uhr
    Man hat
    den Eindruck, dass trotz modernster verfügbarer Software mit der Engabemöglichkeit unzähliger Parameter in manchen Behörden noch mit Papier und Bleistift rumgeknobelt wird. Darum dauert alles so lange und funktioniert dann trotzdem nicht.
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  •   Rheinstrandsiedler
    (74 Beiträge)

    05.11.2017 08:13 Uhr
    Jetzt im Ernst
    Ich verstehe nicht warum in Karlsruhe die Baustellen soooooo lange dauern.
    Beispiele: B10 Richtung Rheinbrücke bei Knielingen seit Sommer Baustelle wegen Brückensanierung und Fahrbahnerneuerung (zu sehen sind ab und zu mal maximal 2 Männlein die dort was machen). Strassenbahnübergang Rheinstrandsiedlung Am Anger gesperrt wegen Fernwärmeverlegung seit Monaten. Geplant laut Baustellenauflistung Stadt Karlsruhe bis Mitte Oktober. Besteht immer noch.
    Ich fahre jeden tag die B9 Richtung Germersheim. Die wird jedes 2. Jahr komplett erneuert. Die brauchen dafür maximal 2 Wochen für einen 3km Abschnitt. Warum dauert das in Karlsruhe immer so ewig???
    Da ist ein Loch nicht mal wieder zu wird das nächste aufgerissen und nix geht!
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  •   Ozeiger
    (1459 Beiträge)

    05.11.2017 10:58 Uhr
    Auf der B36
    zwischen Neureut und Leo geht es wirklich fix, da kann man auch mal loben. Und der neue Belag ist bombig, also 220 hält er mühelos aus. grinsen
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  •   Rheinstrandsiedler
    (74 Beiträge)

    04.11.2017 11:53 Uhr
    Das sind.........
    die Pfälzer, die jeden morgen im Stau auf der Rheinbrücke stehen und hier in den Ämter abeiten!
    Die planen den ganzen Mist hier in Karlsruhe und am Wochenende sitzen se zuhause und lachen sich Schlapp über die doofen Karlsruher.
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  •   skynet
    (104 Beiträge)

    03.11.2017 10:16 Uhr
    Komisch
    Der Beobachtung des Lesers kann ich mich nur anschließen. Als Pendler, der jeden Tag die Südtangente nutzt fällt mir das regelmäßig auf. Da wird der Rinnstein so oft geputzt oder gemäht und dann natürlich immer morgens im Berufsverkehr. Oft wird es dann einspurig und jeder weiß, was das auf der Südtangente bedeutet.
    Die hier angegebenen Zeiten bestätigen das ja letzen Endes auch. Auch morgens um neun ist eben noch ordentlich Pendler Verkehr.
    Ich hab oft das Gefühl, dass diese Art der Verkehrsbehinderung durchaus gewollt ist. So kann man den Verkehr nach KA rein eben einfach etwas entschleunigen. Wenn es nicht gewollt ist, dann ist es eben einfach nur dämlich geplant und dann frage ich mich, wieso so unfähige Planer nicht ersetzt werden.
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  •   Ludwigsstammtischbruddler
    (652 Beiträge)

    02.11.2017 14:08 Uhr
    Wie ist das gemeint?
    Zitat von ka-news Ansonsten werde man in der Regel zwei bis drei Mal pro Jahr die Grünstücke am Rand der Autobahn durchgeführt.
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  •   Mili
    (415 Beiträge)

    02.11.2017 07:32 Uhr
    WAS ? Die werden geplant.
    Ich war der Meinung das Ganze wird ausgewürfelt. Jetzt bin ich aber BAFF.
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  •   Malerdoerfler
    (3644 Beiträge)

    01.11.2017 16:43 Uhr
    Planung?
    Es wird also wirklich unterstellt, dass dies hier existiert?
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