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Karlsruhe "Standort sichern": Grünen-Politiker wollen mehr Geld für Paracelsus-Klinik

Für den Grünen-Landtagsabgeordneten Alexander Salomon und die Landtagskandidatin Bettina Lisbach sind die Aussage der Leitung der Paracelsus-Klinik, dass die bisher bewilligten Fördermittel nicht ausreichend sind, um die Sanierung und Modernisierung der Paracelsus-Klinik umzusetzen, nachvollziehbar.

 "Die Forderung nach einer umfänglichen Förderung ist nicht von der Hand zu weisen und gilt im Übrigen bei Bauinvestitionen aller Krankenhäuser gleichermaßen", so die beiden Grünen-Politiker. "Wir setzen uns deshalb für erfolgreiche Gespräche im Januar zwischen der Leitung der Paracelsus-Klinik und dem Sozialministerium ein, um eine hundertprozentige Förderung des Vorhabens zu erzielen", erklärte Salomon. Dies entspreche auch den gesetzlichen Vorgaben.

Die Beiden verweisen dabei allerdings auch darauf, dass das Land die Mittel für die Krankenhausfinanzierung in den letzten Jahren stetig erhöht hat. So hat die grün-rote Landesregierung die Mittel für die Krankenhausfinanzierung im Jahr 2016 im Vergleich zum Jahr 2010 von damals 680 Millionen Euro um mehr als 30 Prozent auf nunmehr fast 900 Millionen Euro erweitert.

"Man muss anerkennen, dass ohne diese zusätzlichen Mittel der über Jahre angewachsene Antragsstau in der Krankenhausfinanzierung viel größer wäre und die Paracelsus-Klinik wahrscheinlich weit weniger Mittel als bereits jetzt zur Verfügung gestellt bekommen hätte", beurteilen Lisbach und Salomon der Karlsruher Grünen die Lage: "Hier haben wir Also in Teilen schon im Vorfeld Abhilfe geschaffen."

Darüber hinaus begrüßt Bettina Lisbach das grundsätzliche Bekenntnis der Paracelsus-Kliniken zum Standort Durlach, weist aber auch auf die dringend notwendige Modernisierung der Klinik hin. Diese Modernisierung müsse, betont Salomon, selbstverständlich auch dazu genutzt werden die medizinischen und hygienischen Standards zu erhöhen. Zuletzt war die Klinik in Durlach wegen Mängel am OP-Besteck in die Negativschlagzeilen geraten.

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  •   Sir-Thomas-of-Daxlanne
    (416 Beiträge)

    04.12.2015 12:18 Uhr
    Ich kenn da jemand,
    der das gerade macht. grinsen
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  •   Smartraver
    (7577 Beiträge)

    04.12.2015 10:31 Uhr
    Wenn man Gewinne nur einstreicht und jahrelang verpennt die
    Dinge in Schuß zu halten und zu modernisieren wird halt alles marode. Aber dafür gibt es ja Kredite liebe Klinikleitung.
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  •   80er
    (5717 Beiträge)

    04.12.2015 09:58 Uhr
    Klasse
    ...die GRÜNEN wollen mit Staatsknete einen geldgeilen Großkonzern unterstützen. Ich dachte so was kommt nur von der FDP. Ich frage mich: ist die Krankenhausversorgung in Karlsruhe in Gefahr, wenn die Paracelsus-Klinik dicht macht?
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  •   kommentar4711
    (2467 Beiträge)

    04.12.2015 10:39 Uhr
    Vielleicht...
    ... geht es ja darum, dass die Paracelsus in der Nähe der LEA ist und man sich medizinische Versorgung der zukünftigen Stammwähler sicherstellen will.
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  •   ALFPFIN
    (7211 Beiträge)

    04.12.2015 10:29 Uhr
    Sicher wäre die Schließung in Karlsruhe für den Konzern kein Verlust,
    siehe gerade neu eröffnete Klinik. Wer solche Krankenhäuser bauen kann, dem fehlt es nicht an Geld. Der Konzern weiß auf jeden Fall wer das alles finanziert. Das deutsche Gesundheitssystem.
    Aber "Betteln" um das alte Gemäuer auf Staatskosten saniert zu bekommen, kann man ja trotzdem.

    http://www.paracelsus-stiftung.de/
    Paracelsuskrankenhaus.Unterlengenhardt
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  •   alpinium
    (5597 Beiträge)

    04.12.2015 10:25 Uhr
    Ich wundere mich auch gerade
    Wenn der Privatkonzern nicht in der Lage ist einen anständigen Krankenhausbetrieb zu gewährleisten, dann macht man den Laden eben dicht.
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  •   Greif
    (1516 Beiträge)

    07.12.2015 10:50 Uhr
    Auf und nieder immer wieder...
    Das Ding wurde ja ganz früher mal von Robert Richt (eigentlich Bauunternehmer) als Privatklinik betrieben. Als der dann "um gemacht hat", hat sich nicht sofort ein neuer Betreiber gefunden. Nachdem ein Teil der Betten Belegbetten umliegender Arztpraxen war, gab es lautes Wehklagen. Die Stadt (städt. Klinikum) ist dann "vorübergehend zur Aufrechterhaltung des Betriebs" als Betreiber eingesprungen.
    Nur mit der Aussicht auf Fördergelder hat man 1975 den Herrn Krukemeyer (senior) geködert, die Klinik aus der Insolvenzmasse herauszukaufen. Der hat das Ding noch einige Zeit als "Privatklinik Dr. Hartmut Krukemeyer" firmieren lassen, bevor er es seine Klinik-Holding aufgebaut hatte, die er nach dem Stammhaus in Osnabrück als "Paracelsus-Kliniken" benannt hatte.
    Machen wir also wieder zu; suchen auf das laute Gejammer der Belegärzte hin einen neuen Betreiber: versprechen dem wieder Fördergeld, bis er nicht genügend bekommt etc etc etc.
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  •   mixe
    (1202 Beiträge)

    04.12.2015 08:49 Uhr
    ich frage mich,
    warum hier mit zweierlei maß gemessen wird. ein krankenhaus darf nicht gefördert werden weil es einer firma gehört aber für die firma ksc sollen 120 Millionen (reale ausgaben um einiges höher)aus dem fenster geworfen werden? das passt doch nicht oder ist fussball wichtiger als gesundheit?
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  •   Robert1959
    (2010 Beiträge)

    04.12.2015 13:44 Uhr
    äußert schlechter Vergleich!
    Der KSC ist ein Verein, die Paracelsius ist eine GmbH! Es ist ja nicht so, dass diese Klinik keine Fördermittel bekommt. So 90% werden es schon sein, vorausgesetzt das restliche Eigenkapital ist da! Und da liegt das Problem. Das bedeutet Personal wird eingespart, meistens kommem Leihfirmen, subventioniert durch Aufstockung mit Hartz 4, ungebildetes Personal übernimmt die Aufgaben des Fachpersonals. Und vor allem nur befristete Verträge!
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  •   kommentar4711
    (2467 Beiträge)

    04.12.2015 09:30 Uhr
    KSC
    Gaaaaanz schlechter Vergleich. Im Falle des KSC gehört das Stadion danach ja der Stadt und man kassiert Miete. Im Falle der Klinik gehört es dem Betreiber und dieser kassiert die Einnahmen komplett selbst ein.
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